Berlin

LAG Spiel und Theater Berlin e.V.

DEIN Körper gehört DIR

Das theaterpädagogische Projekt zur Prävention von sexualisierter Gewalt an Mädchen und Jungen richtet sich an 4. und 5. Klassen, ihre Pädagog*innen sowie Eltern. An drei Tagen zeigt das dreiköpfige Team eine interaktive Szenencollage, um Grenzüberschreitung sowie Täterstrategien erkennen zu lernen und sich vor diesen zu schützen. Die erste Szene stellt eine Grenzüberschreitung zwischen Kindern dar, um am Erfahrungsbereich anzuknüpfen. In der zweiten Szene wird der Kind-Darsteller von einer fremden Person angesprochen. In der dritten wird eine Grenzüberschreitung durch einen Trainer gezeigt, in der vierten seitens einer nahestehenden Person. Die Kinder werden schrittweise von vertrauten zu verstrickenden Situationen geführt. An die Szenen knüpfen Übungen an. Am Ende trainieren die Kinder in Kleingruppen Verhalten in Alltagssituationen. Das Team führt auch einen Elternabend und eine Fortbildung für Pädagog*innen durch. Die begleitende Ausstellung "Echt stark" erhöht die Nachhaltigkeit.

Back on Track e.V.

Begleitetes Selbstlernen für arabischsprachige Schulkinder

Back on Track macht Kindern und Jugendlichen, die durch Krieg und Flucht zum Teil über Jahre nicht zur Schule gehen konnten, ein maßgeschneidertes Angebot. Mithilfe der Methode des angeleiteten Selbstlernens können sie zum Bildungsstand ihrer Altersgruppe aufschließen. Damit wird die Grundlage für eine erfolgreiche Bildungsbiographie gelegt. Ausgangspunkt des Konzepts ist eine Abfrage der bisher erworbenen Kompetenzen in der Muttersprache. Auf dieser Grundlage erstellen die Schülerinnen* mit den arabischsprachigen Mentorinnen* eine Strategie, um bestehende Bildungslücken zu schließen. Durch dieses Konzept werden gleichzeitig geflüchtete Kinder und Jugendliche sowie geflüchtete Lehrerinnen*, die sich für ihre Community einsetzen wollen, gefördert. Das Projekt arbeitet derzeit in Berlin, Ziel ist es aber, diesen Ansatz auch an anderen Standorten in Deutschland und Europa sowie in den Nachbarländern Syriens umzusetzen.

Gastelternprogramm Ausland

Ferien für Kinder

Die Internationale Berliner Kinder- und Jugendhilfe (IBKJ e.V.) führt als gemeinnütziger Verein das Gastelternprogramm "Ferien für Kinder bei Gastfamilien" bereits seit 1994 durch. In dieser Zeit sind über 230.000 Kinder aller Nationalitäten zu ihren Gastfamilien gefahren. Die Zielgruppe sind Kinder aus finanzschwachen Familien. Viele der Berliner Ferienkinder lernen erstmals bei den ausländischen Gasteltern den Alltag in ländlichen Regionen kennen. Auch die Begegnung mit zunächst nicht vertrauten Lebensweisen im Ausland gehört zu den Pluspunkten dieses Programms. Regelmäßige Wiedereinladungen des Kindes in die Gastfamilie bilden Vertrauen sowie Stabilität und fördern nachhaltig freundschaftliche und tolerante Umgangsweisen. Mit diesem Projekt will der Verein das Programm erweitern und neue ausländische Partnerorganisationen finden, die Berliner Kinder für die Ferienzeit aufnehmen.

Rechtsambulanz Sozialhilfe e.V.

Erste Hilfe im Sozialhilferecht

Die Rechtsambulanz Sozialhilfe e.V. verfolgt den Zweck, einkommensschwachen und hilfsbedürftigen Menschen bei sozialhilferechtlichen Problemen zu helfen. Ehrenamtlich tätige Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte bieten dazu in unserer Beratungsstelle im Berliner Wedding kostenlose Rechtsberatung in allen Fragen des Sozialhilferechts an. Auf diese Weise wird dem Defizit in der Beratung von sozial Schwachen begegnet, das aus einer komplizierten Gesetzeslage und Einsparungen der öffentlichen Hand erwächst. Der Verein tritt mit seiner Tätigkeit in eine Lücke, welche Sozialarbeiter mangels Qualifikation häufig nicht ausfüllen können und viele Anwälte mangels finanzieller Attraktivität nicht ausfüllen wollen. Zugleich kann vielen Bedürftigen durch diese Form der Beratung die Scheu vor dem Gang zum Anwalt genommen werden. Zudem gehört es zu den ausdrücklichen Zielen des Vereins, mit seinem Angebot auch Sozialarbeitern beratend zur Seite zu stehen.

Triaphon

Durch ein großes Netzwerk zweisprachiger Engagierter aus unserer Gesellschaft will Triaphon die medizinische Versorgung von PatientInnen mit Fluchthintergrund verbessern. Im Notfall kann eine mangelnde Verständigung verheerende Folgen haben. Daher hat Triaphon als Non-Profit-Organisation eine computergesteuerte 24/7 Telefon-Dolmetsch-Hotline aufgebaut. Sie verbindet jederzeit und direkt mit den SprachmittlerInnen in Bereitschaft und ermöglicht so eine Behandlung auf Augenhöhe.

RomaTrial e. V.

Trotz der 600 Jahre alten Geschichte von Roma und Sinti in Europa sind sie bis heute verschiedensten Formen von Diskriminierung ausgesetzt. Bei RomaTrial engagieren sich Roma und Nicht-Roma mit dem Ziel, junge Roma durch außerschulische Bildungs- und Kulturarbeit zu fördern, die gesellschaftliche Teilhabe und das Kohärenzgefühl junger Menschen durch freiwilliges Engagement und selbstkritisches Wahrnehmen zu verstärken sowie Antiziganismus mit Kunst, Politik und Bildung zu bekämpfen. Darüber hinaus fördern wir KünstlerInnen mit Romno-Hintergrund und schaffen für sie den notwendigen Raum in der Öffentlichkeit.

Serve the City Berlin e. V.

Helfen bewegt, begeistert, verbindet.

Viele Menschen wollen gerne Gutes tun, ihnen stehen aber nur sehr begrenzte Zeitressourcen zur Verfügung. Serve the City Berlin e. V. (STC Berlin) mobilisiert Freiwillige für soziales Kurzzeit-Engagement. Über eine Internetplattform können Projekte angeboten und angewählt werden. Generationen übergreifende und gemischte Teams kooperieren mit bestehenden Initiativen und orientieren sich an deren konkretem Handlungsbedarf. Neben regelmäßigen, monatlichen Aktionstagen gibt es weitere Events und Projekte. STC Berlin organisiert auch Social Days für Firmen im Rahmen des Corporate Volunteering. Der Verein ist Teil einer internationalen Organisation von praktisch gelebter Freundlichkeit und Engagement. Im gemeinsamen Tun entstehen „besondere Momente", die nachhaltig in Erinnerung bleiben. All dies stärkt das Wir-Gefühl in der Stadt, fördert eine beteiligungsoffene Mitmachgesellschaft und ermöglicht sinnstiftende Teamerfahrungen aller Akteure.

nepia Kiez-Vorbilder

Gemeinsam Möglichkeiten schaffen

Schüler*innen der Oberstufe, die das Abitur anstreben und mindestens 16 Jahre alt sind, erhalten Förderung und Begleitung, um möglichst eigenverantwortlich ein Freizeitangebot für Grundschulkinder der 1. bis 3. Klassenstufen umzusetzen. Die jugendlichen Gruppenleiter*innen werden „Kiez-Vorbilder“, indem sie sich verantwortungsbewusst verhalten und für jüngere Kinder in ihrem Kiez einsetzen. Das Projekt Kiez-Vorbilder setzt sich zum Ziel, die Jugendlichen und Grundschulkinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Die Freizeitaktivitäten sollen in vielfältigen Bereichen wie Teamsport, Musik, Theater und Tanz, (bildende) Kunst und Naturwissenschaften/Technik stattfinden.

Tatort Zukunft

Verein für Resozialisierung und Kriminalprävention

Der Verein entwickelt derzeit zwei Projekte. Im Rahmen der „Gefängnisuni“ wird ein Seminar im Erwachsenenvollzug Tegel veranstaltet, an dem Gefangene gemeinsam mit Studierenden der FU Berlin teilnehmen können. In dem Seminar wird diskutiert: Wie entsteht Kriminalität? Aber auch: Wie fühlt es sich an, eine Straftat begangen zu haben? Zusätzlich gibt es das „Credible Messengers“-Programm: „Du hast mal Scheiße gebaut, und genau deshalb wollen wir dich haben“. Das mag sich zunächst gewöhnungsbedürftig anhören, aber der Ansatz fußt auf der Erkenntnis, dass gemeinsames Vertrauen und ein gestärktes Gemeinschaftsgefühl bei Jugendlichen viel wirksamere Mittel gegen Kriminalität sind als Abschreckung und Strafe. Die „Credible Messengers“ sind ehemalige Straftäter aus der Community, die aktiv in die Bewährungshilfe eingebunden werden sollen. Nur sie können Brücken schlagen zu schwer erreichbaren Jugendlichen, die sonst u.a. anfällig für die Rekrutierung durch extremistische Gruppen sein könnten.

Rent a Jew

Miteinander sprechen statt übereinander

Es gibt rund 100.000 Juden in Deutschland, doch die wenigsten hierzulande kennen einen Juden oder eine Jüdin persönlich. Rent a Jew schließt diese Lücke, indem es persönliche Begegnungen zwischen jüdischen und nichtjüdischen Menschen schafft. Die Initiative vermittelt Jüdinnen und Juden verschiedenen Alters und Hintergrunds für Besuche in Schulen, Volkshochschulen, Universitäten oder Kirchengemeinden. Sie bilden einen Querschnitt der vielfältigen aktuellen jüdischen Bevölkerung in Deutschland ab, von säkular über liberal bis orthodox, von der Studentin bis zum Rentner. Mit Rent a Jew wird es möglich, miteinander statt übereinander zu sprechen, Fragen auf allen Seiten zu beantworten und Vorurteile abzubauen.

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