Berlin

LAG Spiel und Theater Berlin e.V.

DEIN Körper gehört DIR

Das theaterpädagogische Projekt zur Prävention von sexualisierter Gewalt an Mädchen und Jungen richtet sich an 4. und 5. Klassen, ihre Pädagog*innen sowie Eltern. An drei Tagen in wöchentlichem Abstand zeigt das dreiköpfige Team in der Klasse eine interaktive Szenencollage, um die Kinder für Grenzüberschreitungen und Täterstrategien zu sensibilisieren und sich davor zu schützen. Es bleibt nicht dabei, dass Kinder hier Theater schauen und darüber sprechen. Sie werden aktiv einbezogen, beschreiben Gefühle, machen den betroffenen Figuren Vorschläge oder schlüpfen selbst in die Rollen. Im geschützten Rahmen des Klassenraumes trainieren sie zudem, aus einer Situation zu gehen, „Stopp!“ und „Nein!“ zu sagen und sich jemandem anzuvertrauen. In eigenen Rollenspielen entwickeln die Kinder mit Unterstützung Lösungsstrategien, die sie in ihrem Alltag anwenden können. Das Team führt im Vorfeld einen Elternabend und eine Veranstaltung für Pädagog*innen durch, um das Programm individuell anzupassen.

Back on Track e.V.

Begleitetes Selbstlernen für arabischsprachige Schulkinder

Back on Track macht arabischsprachigen Kindern und Jugendlichen, die durch Krieg und Flucht teils über Jahre nicht zur Schule gehen konnten, ein maßgeschneidertes Angebot. Mithilfe der Methode des selbstorganisierten Lernens können sie unter Anleitung von muttersprachlichen MentorInnen zum Bildungsstand ihrer Altersgruppe aufschließen. Damit wird die Grundlage für eine erfolgreiche Bildungsbiographie gelegt. Ausgangspunkt des Konzepts ist eine Abfrage der bisher erworbenen Kompetenzen in der Muttersprache. Auf dieser Grundlage erstellen die SchülerInnen mit den MentorInnen einen Lernplan, um bestehende Bildungslücken zu schließen. Die Arbeit findet außerschulisch am Wochenende statt. Durch dieses Konzept werden sowohl geflüchtete Kinder und Jugendliche gefördert als auch geflüchtete Akademiker, die sich in ihre neues gesellschaftliches Umfeld sinnvoll einbringen wollen. Das Projekt arbeitet derzeit in Berlin. Ziel ist es, diesen Ansatz auch an anderen Standorten nutzbar zu machen.

Gastelternprogramm Ausland

Ferien für Kinder

Das Gastelternprogramm wurde bereits seit 1961 vom Berliner Senat durchgeführt und dann an den IBKJ e.V. übertragen. Der Verein IBKJ e.V. wurde 1994 von sieben damaligen Reisebegleitern gegründet und das Programm im Ehrenamt weiter geführt. Zur kontinuierlichen Unterstützung wurden drei Hauptamtliche in Teilzeit eingestellt und organisieren seitdem die Reisen der Gastkinder. Alle drei begleiteten das Programm bis zu ihrem Renteneintritt und haben ihr Wissen nun an die nachfolgenden Kollegen weiter gegeben. Der Vorstand des Vereins und dessen Stellvertretung sind im regelmäßigen Kontakt mit dem Büro. Das Programm profitiert von ihrer beruflichen Erfahrung im Controlling und der sozialen Arbeit mit Kindern.

Rechtsambulanz Sozialhilfe e.V.

Erste Hilfe im Sozialhilferecht

Die Rechtsambulanz Sozialhilfe e.V. verfolgt den Zweck, einkommensschwachen und hilfsbedürftigen Menschen bei sozialhilferechtlichen Problemen zu helfen. Ehrenamtlich tätige Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte bieten dazu in unserer Beratungsstelle im Berliner Wedding kostenlose Rechtsberatung in allen Fragen des Sozialhilferechts an. Auf diese Weise wird dem Defizit in der Beratung von sozial Schwachen begegnet, das aus einer komplizierten Gesetzeslage und Einsparungen der öffentlichen Hand erwächst. Der Verein tritt mit seiner Tätigkeit in eine Lücke, welche Sozialarbeiter mangels Qualifikation häufig nicht ausfüllen können und viele Anwälte mangels finanzieller Attraktivität nicht ausfüllen wollen. Zugleich kann vielen Bedürftigen durch diese Form der Beratung die Scheu vor dem Gang zum Anwalt genommen werden. Zudem gehört es zu den ausdrücklichen Zielen des Vereins, mit seinem Angebot auch Sozialarbeitern beratend zur Seite zu stehen.

Triaphon

Durch ein großes Netzwerk zweisprachiger Engagierter aus unserer Gesellschaft will Triaphon die medizinische Versorgung von PatientInnen mit Fluchthintergrund verbessern. Im Notfall kann eine mangelnde Verständigung verheerende Folgen haben. Daher hat Triaphon als Non-Profit-Organisation eine computergesteuerte 24/7 Telefon-Dolmetsch-Hotline aufgebaut. Sie verbindet jederzeit und direkt mit den SprachmittlerInnen in Bereitschaft und ermöglicht so eine Behandlung auf Augenhöhe. Derzeit sind sieben Sprachen über die Hotline erreichbar: Arabisch, Dari/Farsi, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Türkisch und Vietnamesisch. Bulgarisch ist derzeit im Aufbau. Bisher konnte durch eine schnelle und unkomplizierte Übersetzung per Telefon bereits in 1.900 Gesprächen nicht-deutschsprachigen PatientInnen geholfen werden.

RomaTrial e.V.

Faul, dreckig, gefährlich. Das sind Bilder, die den meisten Menschen in den Sinn kommen, wenn sich jemand als ein Sinto oder eine Romni vorstellt. Auch 2018 stimmen 60% der Deutschen der Aussage zu, dass Sinti und Roma zur Kriminalität neigten. Bei RomaTrial engagieren sich seit dessen Gründung 2012 Roma und Nicht-Roma gemeinsam, um dem tief verwurzelten Antiziganismus etwas entgegenzusetzen: Mit Kunstveranstaltungen wie der Ersten Roma-Biennale am Gorki Theater im April 2018 oder dem Roma-Filmfestival schafft RomaTrial neue gesellschaftliche Räume für die bisher wenig gehörte Stimmen sowie für freie und selbstbestimmte Ausdrucksformen. Durch lokale wie internationale Bildungsprojekte und freiwilliges Engagement von jungen Menschen stärkt der Verein deren gesellschaftliche Teilhabe, das Selbstwert- und Kohärenzgefühl. Und durch politische Arbeit initiierte RomaTrial u.a. das Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas mit, das seit 2016 den ROMADAY in Berlin organisiert.

Serve the City Berlin e.V.

#seidabei #playyourpart

Viele Menschen wollen gerne Gutes tun, ihnen stehen aber nur sehr begrenzte Zeitressourcen zur Verfügung. Serve the City Berlin e. V. (STC) mobilisiert Freiwillige für soziales Kurzzeit-Engagement. STC ist eine Plattform, die nicht nur Projekte und Freiwillige zusammenbringt, sondern auch die Umsetzung organisiert und begleitet. Durch das Leben der fünf STC Werte (Hoffnung, Demut, Mut, Mitgefühl, Respekt) und das Schaffen von Begegnungen mit Menschen andersartiger Herkunft, schafft STC neue Communities. Neben regelmäßigen Aktionstagen gibt es weitere Events und Projekte, z.B. Social Days für Unternehme im Rahmen des Corporate Volunteering. Der Verein ist Teil einer internationalen Organisation von praktisch gelebter Freundlichkeit und Engagement. Im gemeinsamen Tun entstehen „besondere Momente", die nachhaltig in Erinnerung bleiben. All dies stärkt das Wir-Gefühl in der Stadt, fördert eine beteiligungsoffene Mitmachgesellschaft und ermöglicht sinnstiftende Erfahrungen aller Akteure.

nepia e.V.

Gemeinsam Möglichkeiten schaffen

nepia e.V. fördert die gesellschaftliche Teilhabe und die Bildungsgerechtigkeit unter Jugendlichen und Kindern in Berlin Neukölln. Dazu setzt nepia e.V. vielfältige Gruppenangebote an Neuköllner Grundschulen um, die sich nach den Talenten der Freiwilligen richten. Damit stärkt der Verein die Persönlichkeitsentwicklung der Freiwilligen und der teilnehmenden Kinder. Durch die Einbindung demokratiebildender Methoden unterstützt nepia e.V. die Anerkennung von Vielfalt und ein friedliches Miteinander. Das Projekt nepia Kiez-Vorbilder ermöglicht Jugendlichen Verantwortung zu übernehmen und durch eigenes Engagement zu lernen. Die Jugendlichen werden zu Kiez-Vorbildern, indem sie möglichst eigenverantwortlich ein Freizeitangebot für Grundschulkinder im eigenen Kiez umsetzen. Sie wachsen an der Verantwortung und eignen sich soziale Kompetenzen an. Gleichzeitig erhalten die Grundschulkinder positive Vorbilder und profitieren von der Peer2Peer-Vermittlung demokratischer Werte.

Tatort Zukunft

Verein für Resozialisierung und Kriminalprävention

Übergeordnetes Ziel ist es, Resozialisierung (Wiedereingliederung von ehem. Straftäter*innen) bei bereits straffällig in Erscheinung getretenen Menschen zu fördern. Bei der „Uni im Vollzug“, besuchen in Freiheit lebende und gefangene Studierende gemeinsam ein rechtlich-kriminologisches Seminar in einem Gefängnis. Hier werden Begegnungsräume geschaffen, in denen miteinander gelernt und diskutiert wird. Der „Glaubhafte Mentor*innen Ansatz“ richtet sich an junge Menschen auf Bewährung. Personen, die in der Vergangenheit selber mit dem Justizsystem zu tun hatten, werden als glaubhafte Mentoren angestellt, um Beziehungen zu aktuell straffälligen jungen Menschen aufzubauen. Da die Mentor*innen aus ähnlichen gesellschaftlichen Schichten kommen, ähnliche kulturelle Hintergründe aufweisen und über „Street Credibility“ sowie ähnliche Erfahrungen mit dem Justizsystem verfügen, können sie schneller, intensivere Beziehungen zu jungen straffälligen Personen aufbauen.

Rent a Jew

Miteinander sprechen statt übereinander

Der Antisemitismus nimmt zu, dabei kennen viele Menschen in Deutschland keine Juden persönlich. Rent a Jew schließt diese Lücke, indem es Begegnungen zwischen jüdischen und nichtjüdischen Menschen ermöglicht. Die Initiative vermittelt kostenlos ehrenamtliche jüdische Referent*innen an Bildungseinrichtungen wie Schulen, Vereine oder Kirchengemeinden, um durch Dialog das oft abstrakte Bild von Juden aufzubrechen und ihnen ein Gesicht zu geben. Rent a Jew ist jüdisches Leben aus erster Hand sowie die Möglichkeit Fragen zu stellen, ohne Tabus. Die Referent*innen bilden einen Querschnitt der vielfältigen jüdischen Bevölkerung in Deutschland ab, von säkular über liberal bis orthodox, von der Studentin bis zum Rentner. Mit Rent a Jew wird es möglich, miteinander statt übereinander zu reden und Vorurteile abzubauen. Rent a Jew?! Darf man sich so nennen? Ja. Humor gemischt mit ein wenig Chuzpe ist das beste Mittel, um offen miteinander ins Gespräch zu kommen.

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