Berlin

Trauma und Verlust e.V.

Angebote für Angehörige um Suizid

„Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single über Parship“ – diese für den Hörer nicht überprüfbare Aussage dürfte den meisten aus der Werbung bekannt sein. Aber wissen Sie auch, dass in derselben Zeit zwei Menschen in Deutschland versuchen, sich das Leben zu nehmen? Jährlich gibt es hier über 10000 geglückte Suizide und damit mehr, als alle Toten durch Verkehrsunfälle, Mord und Todschlag, Drogen und AIDS zusammen.
Während die Suizidprophylaxe in den letzten Jahren stärker in den Fokus der Öffentlichkeit und der helfenden Initiativen gerückt ist, gibt es für Angehörige um Suizid noch keine spezifischen Unterstützungsangebote.
Dabei stellen die Hinterbliebenen schnell fest, dass sie mit dem traumatischen Verlust alleine nicht zurechtkommen und wünschen sich schnelle und qualifizierte Hilfe.
Mit der Gründung des Vereins Trauma und Verlust möchten wir dazu beitragen, dass die Hilfen für Suizidhinterbliebene einen festen Platz im Berliner Gesundheitsversorgungssystem erhalten.

KulturMarktHalle e.V.

Ein Raum für Kultur und Nachbarschaft.

KulturMarktHalle e.V. ist ein gemeinnütziger Verein in Berlin mit dem Ziel, durch das Unterhalten der gleichnamigen KulturMarktHalle - eines Kunst-, Kultur-, Bildungs- und Begegnungsortes mit Marktständen und Gastronomie- und Kulturbetrieb - die Integration von geflüchteten Menschen in die Gesellschaft zu fördern. Geflüchtete werden dabei zu Unternehmer*innen und machen sich mit kleinen Läden und Unternehmen oder als Künstler*innen selbstständig und finden in der KulturMarktHalle ein neues Betätigungsfeld. Zur gleichen Zeit belebt diese ein benachteiligtes Stadtviertel und bietet neue Einkaufs- und Begegnungsmöglichkeiten für alteingesessene und neu angekommene Berliner.

Autismus-Forschungs-Kooperation (AFK)

Forschung für Autisten durch Autisten

Die Autismus-Forschungs-Kooperation (AFK) ist ein ehrenamtlicher, bundesweit einzigartiger Zusammenschluss von autistischen Menschen und Wissenschaftlern, die gemeinsam erforschen, was Autisten als relevante Forschung empfinden. Menschen mit Autismus entscheiden im Rahmen der AFK selbst, welche Themen für sie als Betroffene relevante Themen sind und welche Fragestellungen für eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen wichtig sind. Alle Beteiligten sind aktiv in die Planung, Durchführung, Auswertung und Präsentation der Forschungsprojekte involviert. Die gewonnenen Erkenntnisse werden zum einen auf Fachtagungen präsentiert. Zum anderen werden daraus niedrigschwellige, aber inhaltlich hochwertige Informationsmaterialien für z.B. Ärzte und Therapeuten erstellt. Dadurch und darüber hinaus trägt die AFK durch ihre Aufklärungsarbeit in der Gesellschaft zu Wissen und Akzeptanz für autistische Denk- und Wahrnehmungsbesonderheiten bei und fördert das Verständnis für Neurodiversität.

One Billion Rising Dance Demo Berlin

Tanz gegen Gewalt an Mädchen und Frauen

One Billion Rising ist eine weltweite Aktion gegen Gewalt an Mädchen und Frauen. OBR heißt: sich jährlich am 14.2. mit einer Milliarde Menschen weltweit zu erheben. Dies soll sie ermächtigen aus der Opferrolle durch/mit dem Tanz herauszutreten und mit vielen anderen Menschen, Mädchen und Jungen, Frauen und Männern ein öffentliches Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen zu setzen. Das gesamte Jahr erfolgen Auftritte zu OBR (2x wöchentlich) und die Vermittlung der Choreographie (auch inklusiv), vom Centre Talma entwickelt für Nichttänzer/innen. Interessierte und engagierte Menschen jeglichen Alters und Geschlechts haben die Möglichkeit, sich an der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Dance Demo vor dem Brandenburger Tor aktiv zu beteiligen. Auf zahlreichen bildungs-, jugend-, familien- oder mädchen- und frauenspezifischen Veranstaltungen präsentiert das Team des CT die Idee von OBR, sensibilisiert und motiviert die Menschen zum Thema und Mitmachen //youtu.be/-oBQ8x3_xLs

mimycri

it's time to write a new story

Bei mimycri e.V. arbeiten Geflüchtete und Beheimatete in Berlin zusammen: das internationale Team fertigt Taschen und Rucksäcke aus kaputten Schlauchbooten, die nach der Überfahrt an den Stränden Griechenlands liegen bleiben. Der gemeinnützige Verein schafft Arbeitsplätze und fokussiert sich dadurch auf das „mit“ und nicht das „für“: Als Kontrapunkt zur derzeit kritischer werdenden Wahrnehmung von Migration und Integration betont mimycri Gemeinsamkeiten. mimycri ermöglicht einen erlebbaren Perspektivwechsel, indem ein Stück Zeitgeschehen in Form eines Produktes zu Diskussionen anregt. mimycri hilft, neue Blickwinkel einzunehmen: Geflüchtete werden zu Freunden und Kollegen, Plastikmüll zu hochwertigen Produkten und Käufer*innen zu Botschafter*innen. Durch die konsequent verfolgte Nachhaltigkeit – sozial, ökologisch, ökonomisch – zeigt mimycri beispielhaft, wie eine gemeinsame und inklusive Zukunft für unsere Gesellschaft aussehen könnte.

Känguru – hilft und begleitet

Das Baby ist da - Känguru hilft und begleitet

Das Projekt Känguru – hilft und begleitet unterstützt Eltern und Kinder in den ersten 24 Monaten nach der Geburt. Es ist ein niedrigschwelliges Angebot für Eltern mit unzureichender sozialer Anbindung. Ziel ist es, Familien alltagspraktisch zu entlasten, damit sie ihre neue Lebenssituation erfüllt und mit Freude erleben und sich eine positive Familiendynamik entwickeln kann. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter gehen zu der Familie nach Hause, sie betreuen einmal wöchentlich für drei bis vier Stunden das Baby oder die Geschwisterkinder, begleiten die Eltern zum Arzt oder hören auch einfach mal nur zu. Die professionelle Beratung der Eltern übernimmt eine Systemische Beraterin. Das gesamte Angebot ist für die Familien kostenfrei. Träger des Projekts Känguru sind das Diakonische Werk Berlin Brandenburg Schlesische Oberlausitz e.V. und die Koepjohann’sche Stiftung Berlin.

Welcome-Baby-Bags

Im Fokus des Projektes Welcome-Baby-Bags stehen besonders Schutzbedürftige: schwangere geflüchtete Frauen bzw. Mütter und deren Neugeborene. Sie wohnen zum größten Teil in Not- und Gemeinschaftsunterkünften. Ihnen wird durch ehrenamtliche Helfer_innen eine komplette Tasche mit einer Erstausstattung für die erste Zeit organisiert und gepackt, sogenannte „Welcome-Baby-Bags“. Derzeit werden monatlich rund 60 Taschen an Familien in ganz Berlin weitergegeben. Eine Tasche beinhaltet ca. 45 Artikel für Mutter und Kind: von genähten bzw. gespendeten Babysachen wie z.B. Bodys, Strampler, Mützchen und Schlafsack über Hygieneartikel wie Windeln, Feuchttücher und Wundschutzcreme bis hin zu Hygieneeinlagen für die Wöchnerin. Aufgrund der undurchsichtigen Informationslage, überlasteter Behörden oder in vielen Fällen auch aufgrund eines fehlenden Anspruchs ist die Tasche oftmals die einzige Baby-Erstausstattung, die die werdende Mutter noch rechtzeitig zum Geburtstermin erhält.

SWANS Initiative

Competence – Empowerment – Network

SWANS ist eine ehrenamtliche Initiative, die Seminare für hochqualifizierte junge Frauen mit Zuwanderungsgeschichte organisiert. Engagierte Studentinnen und Absolventinnen erhalten Schulungen zum Berufseinstieg und eine Plattform, um sich miteinander auszutauschen und zu vernetzen. In Deutschland fehlt es an einer gezielten Förderung engagierter Studentinnen mit Zuwanderungsgeschichte. Diese Lücke will die SWANS Initiative schließen: Sie bietet einen Raum zum Weiterbilden, Netzwerken, Erfahrungen austauschen. Die Teilnehmerinnen sind Studentinnen und Absolventinnen aus ganz Deutschland, deren Lebensläufe neben hervorragenden Studienleistungen auch Stipendien, Ehrenämter und Arbeitserfahrungen durch Praktika und fachrelevante Nebenjobs vorweisen. Durch eine gezielte Förderung sollen sie ihr volles Potential entfalten können und ihrer Kompetenz und Qualifikation entsprechend in den Beruf einsteigen.

Wefugees

Community without borders

Jeder Mensch hat das Recht auf Informationen!
Allerdings kann das herkömmliche System der eins-zu-eins Migrationsberatung in Deutschland dem Bedarf an flächendeckend benötigten Informationen nicht gerecht werden. Deshalb bietet Wefugees die Möglichkeit zum kollektiven Wissenstransfer und ermöglicht so eine effektive Ergänzung zu bestehenden Unterstützungsstrukturen in der Flüchtlingshilfe. Neuankommende und Einheimische tauschen in der online Community Lösungen für individuelle Probleme aus, indem sie als User Fragen stellen und Antworten geben - unterstützt werden sie dabei von verifizierte ExpertInnen. Die Ergebnisse sind über Suchmaschinen wie Google einfach auffindbar, wodurch eine Antwort gleich mehrere tausend Informationssuchende erreichen kann. Mit unserem Beratungskonzept fördern wir Engagement und Selbstwirksamkeit und schenken Neuankommenden neue Unabhängigkeit.

ALS-mobil e.V.

FÜR BETROFFENE VON BETROFFENEN

Der ALS-mobil e.V. wurde 2008 durch 3 Betroffene der Krankheit ALS* und deren Unterstützer gegründet. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen umfassenden Service speziell für ALS-Betroffene, deren Angehörige, Pflegekräfte und Therapiebegleiter anzubieten. Das beinhaltet Information und Beratung, gegenseitige Hilfe und gemeinsame Unternehmungen. Der ALS-mobil e.V. informiert, berät und unterstützt Betroffene bei Ansprüchen gegenüber den Sozialversicherungsträgern, in Fragen der Mobilität und bei der Neugestaltung persönlicher Lebenskonzepte. Diese Beratung erfolgt unter dem Motto "Von Betroffenen für Betroffene". Der ALS-mobil e.V. ist inzwischen mit fast 100 Mitgliedern einer der größten und der älteste Betroffenenverein in Deutschland. Er ist Initiator und Gründungsmitglied des Verbundes ALS Deutschland, in dem sich (fast) alle deutschen ALS-Vereine verbunden haben, um den Betroffenen eine gemeinsame Stimme zu geben.
*ALS ‒ Amyotrophe Lateralsklerose

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