Armut / soziale Gerechtigkeit

Jugendliche beraten Jugendliche

Zuhören, Dasein, Unterstützen, Stärken

Das Projekt Jugendliche beraten Jugendliche ist ein Projekt des Kinder- und Jugendtelefons Potsdam und ein kostenfreies telefonisches wie auch E-Mail gestütztes Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche der Region. Speziell ausgebildete, ehrenamtlich engagierte Berater*innen unterstützen die Anrufenden in verschiedensten Themen im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe bei Alltagsproblemen, in schwierigen Lebenssituationen und Krisen. Das Besondere des Projektes ist, dass Jugendliche (zwischen 16 und 21 Jahren) Gleichaltrige unterstützen und durch die Altersnähe besonders nahe Einfühlung zu deren Problemen haben. Sie werden in einem intensiven Kurs ausgebildet (100 Stunden mit Hospitationen, Selbsterfahrung, Fachthemen und Gesprächsführung). Die jugendlichen Berater erweitern ihre Kompetenzen, engagieren sich sozial und ehrenamtlich und setzen sich, gestärkt durch ihre Beratungserfahrung, darüber hinaus in ihrem Umfeld auf verschiedenste Art für eine gerechte Gesellschaft ein.

Gemüse-Netzwerk e.V.

Das Gemüse-Netzwerk ist ein junger, gemeinnütziger Verein, dessen Mitglieder sich ehrenamtlich in der Lebensmittelrettung und Aufklärung gegen Lebensmittelverschwendung engagieren. Die Mitglieder holen unverkäufliche, abgeschriebene Lebensmittel aller Art in Geschäften ab und geben diese an karitative Institutionen wie den Kinderschutzbund weiter. Auch an Senioren und Menschen mit Behinderungen geben sie ab, da diese ganz besonders auf örtliche Angebote angewiesen sind. Ziel ist es, möglichst alle Lebensmittel zu verwerten und nichts wegzuwerfen, weshalb alles, was nach der Verteilung an die Zielgruppen übrig bleibt, an Jedermann weitergegeben wird. Das Gemüse-Netzwerk versteht sich als Ergänzung zur Tafel. Es muss niemand einen Schein zum Nachweis der Bedürftigkeit vorlegen. Wichtig ist dem Gemüse-Netzwerk auch die Aufklärung und Weiterbildung, insbesondere junger Menschen, um der Verschwendung von Lebensmitteln vorzubeugen.

Mentor*innenprogramm Balu und Du – Baghira

Baghira - Balus Ideen weitertragen

Das bundesweite Mentor*innenprogramm Balu und Du fördert Grundschulkinder im außerschulischen Bereich. Engagierte junge Erwachsene (Balus) übernehmen ehrenamtlich mindestens ein Jahr lang eine individuelle Patenschaft für ein Kind (Mogli). Sie helfen ihm durch persönliche Zugewandtheit und aktive Freizeitgestaltung, sich in unserer Gesellschaft zu entwickeln und zu lernen, wie man die Herausforderungen des Alltags erfolgreich meistern kann. Die positiven Effekte des Programms werden durch die Wirksamkeitsforschung bestätigt. Balu und Du ist am Standort Dresden seit 2006 etabliert. Um einen Austausch unter den ehemaligen Balus (Alumni) und ein direktes Mitgestalten und Weiterentwickeln des Programmes zu ermöglichen, wurde im Dez. 2016 eine neue Initiative mit dem Namen „Baghira - Balus Ideen weitertragen“ gegründet. Hier treffen sich ehemalige Balus und Koordinator*innen in regelmäßigen Abständen, um das Programm in Dresden in vielfältiger Art und Weise zu prägen und voranzubringen.

Zonta Prävention gegen Altersarmut von Frauen

Zonta Leer Ostfriesland gegen Altersarmut von Frauen

Nachdem das Projekt "Moje Tieden - gegen Altersarmut von Frauen in Ostfriesland" viel Aufmerksamkeit und Auszeichnungen erhalten hat (Deutscher Engagementpreis 2018, Bericht SZ etc.), soll das Projekt ausgeweitet werden. Junge Frauen sollen für das Thema Altersarmut sensibilisiert werden. Es sollen Wege aufgezeigt werden, einer Armut im Alter vorzubeugen durch dafür geeignete Maßnahmen (Information, Bildung, Eigenständigkeit, Vorsorge). Auch junge Frauen, die bereits im Berufsleben stehen, oft im Niedriglohnsektor, oder die sich in der Familiengründungsphase befinden, sollen aufmerksam gemacht werden. Kooperationspartner könnten z.B. die Hochschule Leer-Ostfriesland, die Agentur für Arbeit, Familienzentren, die Frauenbeauftragten der Kommunen oder der Landfrauenrat sein. Auch die Einbindung der hiesigen Wirtschaft (IHK und HWK) und Schulungen von Multiplikatoren sind avisiert. Die große Herausforderung wird sein, die betroffene Zielgruppe entsprechend zu erreichen.

Mehrblick

Brillen-Sprechstunden für Obdachlose und Bedürftige

Mehrblick wurde als gemeinnützige Organisation im Mai 2016 in Hamburg gegründet. Sie bietet für obdachlose und bedürftige Menschen kostenlose Brillen-Sprechstunden an. Hierbei werden die Augen durch einen Augenoptiker überprüft und jeder Besucher erhält eine für ihn passende Brille direkt vor Ort. Die Sprechstunden werden in den jeweiligen Obdachloseneinrichtungen der Stadt durchgeführt. Die Optiker arbeiten alle ehrenamtlich. Alle Brillen werden gespendet, sind also bereits getragen, und werden von der Gründerin Christiane Faude-Großmann gereinigt, sortiert und nachgemessen. Zu jeder Brillen-Sprechstunde bringt die Projektleiterin ca. 300 verschieden Brillen, sowie die gesamte Ausrüstung für die Augenprüfung und Anpassung der Brillen mit in die jeweilige Einrichtung. Letztes Jahr haben in Hamburg 30 dieser Sprechstunden stattgefunden. Bisher hat Mehrblick über 1.600 Brillen an bedürftige Menschen vergeben können.

Bildungskonzept Thumbikkai

„Du bist nur unrein, wenn du dich unrein fühlst.“ Mit dieser Botschaft eröffnete die im November 2018 gegründete studentische Initiative ITSA ihr Projekt „Thumbikkai – Bildungskonzept“. Anders als allgegenwärtig in Deutschland wird die Menstruation in Sri Lanka stigmatisiert und Frauen unterliegen der sozialen Ausgrenzungen. Sowohl Eingrenzungen und Verbote von Schulbesuchen als auch finanzielle Probleme bei der Versorgung mit Hygieneartikeln sind keine Seltenheit. Mit unserem Projekt verfolgen wir mehrere Ziele: Hinterfragen und Ansprechen der Mentalität bzgl. der Periode bei jungen und älteren Frauen; Informationen zu Hygieneartikeln; Aufklärung über Pubertät und Sexualität; Der eigene Körper – Selbstbestimmung und Vermittlung dieses Wissens von jungen Frauen und Männern an heranwachsende Kinder. Neben dem Unterricht zur Aufklärung soll eine eigenständige Selbstversorgung mit Baumwollstoffbinden aufgebaut werden.

Wooligans

Gemeinsam sträkeln für eine warme Gesellschaft

Wooligans - Gemeinsam sträkeln für eine warme Gesellschaft: Die Wooligans sträkeln (kurz für stricken und häkeln) mit Menschen jeden Alters, die jüngste ist derzeit 9, die älteste 89 Jahre alt, über die Grenzen von Herkunft, ökonomischem Status, Religion, Sexualität für obdachlose und bedürftige Menschen. Die gefertigten Teile, alles von der Mütze über Socken bis hin zu Schals und Stulpen für Beine / Arme, aber auch Pullover und Strickjacken, werden an Organisationen abgegeben, die direkt mit den Betroffenen arbeiten und so an diese verteilt. Die Wooligans halten die Gesellschaft im doppelten Sinne warm: Sie schlagen über ein gemeinsames Hobby Brücken zwischen Menschen und helfen dabei, Vorurteile abzubauen. Dies gilt auch für die Thematik Obdach-/Wohnungslosigkeit. Die Wooligans sträkeln inzwischen an 4 Standorten innerhalb Hamburgs, wo die Gruppe gegründet wurde und ebenfalls gibt es einen Ableger in Stuttgart sowie Bochum.

doin good - Project Makerspace

Syrischen Flüchtlingen im Libanon menschenwürdiges Leben ermöglichen

Die doin’ good gGmbH ist eine im Februar 2019 in Hamburg gegründete, gemeinnützige Unternehmung mit dem Ziel sich effektiv sozial zu engagieren. Hierbei verfolgt sie insbesondere die Zwecke der Armutsbekämpfung und Bildungsunterstützung. Ihr erstes Projekt basiert auf einem Piloten aus 2017 und wird eine mobile Lernwerkstatt (Makerspace) für syrische Kriegsvertriebene in Flüchtlingslagern im Libanon aufbauen. Hiermit zielt doin' good erstens auf die Verbesserung der unmittelbaren Lebenssituation und zweitens auf die Verbesserung der langfristigen beruflichen Qualifikation der Betroffenen ab. Diese Ziele werden durch strukturierte Workshops in Holz-, Elektro- und Näharbeit verfolgt. Es werden Gegenstände für den Alltag (z.B. Betten) gebaut und improvisierte Zeltunterkünfte aufgewertet (z.B. wasserdicht gemacht). Nach Abschluss der Workshops werden Werkzeuge verliehen und Baumaterialien vergünstigt ausgegeben, um die selbstständige Anwendung der erlernten Fähigkeiten zu ermöglichen.

Nachbarn Werden

Miteinander erreichen wir viel

Die Nachbarschaftshilfe Nachbarn Werden existiert seit 24 Jahren und war Pionier im Nürnberger Land. Das Angebot richtet sich an alle Einwohner der Stadt Hersbruck. So ergänzt sie beispielsweise die ambulante Pflege von älteren, behinderten oder pflegebedürftigen Menschen und unterstützt ein Verbleiben der Betroffenen in der gewohnten Umgebung. Auch pflegende Angehörigen werden stundenweise durch diesen Helferdienst entlastet. Durch die Ergänzung des öffentlichen Kinderbetreuungsangebotes werden Familien mit Kindern unterstützt. Die Nachbarschaftshilfe bietet additional eine kontinuierliche oder sporadische Kinderbetreuung an. Davon profitieren vor allem alleinerziehende Eltern, Eltern die noch in Ausbildung/ Studium sind oder Eltern, welche kein familiäres Netz in der näheren Umgebung haben. Zudem leistet die Nachbarschaftshilfe einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, um einsamen Menschen etwas Gesellschaft zu leisten, sie zum Arzt- oder zu Behördenterminen zu begleiten.

Drei Musketiere Reutlingen e.V.

Einer für Alle, alle für Einen!

"Drei Musketiere Reutlingen e.V." sind eine kleine Hilfsorganisation aus Baden-Württemberg. Seit etwa vier Jahren unterstützen wir Menschen in und aus Katastrophen- und Krisengebieten. Aufgrund der aktuellen Situation im Mittleren und Nahen Osten, konzentrieren wir unsere Arbeit auf Menschen auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Terror. Unser Hauptaugenmerk gilt hierbei der Türkei. Aber auch den Außengrenzen Europas, der Balkanroute und in Athen / Griechenland. Zu Beginn unterstützten wir Menschen in Not, in sogenannten "inoffiziellen" Camps mit dem Notwendigsten wie Lebensmittel, Decken und Kleidung. Im Laufe der Zeit veränderte sich die Situation der Geflüchteten und folglich veränderten wir auch unser Hilfeleistung. Im Frühjahr 2017 gründeten wir daher ein Community-Center für alleinstehende Frauen und deren Kinder. Im Süden der Türkei, an der syrischen Grenze, und an Europas Grenzen unterstützen wir nach wie vor mit dem Notwendigsten wie Lebensmittel, Kleidung oder Decken.

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