Armut / soziale Gerechtigkeit

Jugendliche beraten Jugendliche

Zuhören, Dasein, Unterstützen, Stärken

Das Projekt Jugendliche beraten Jugendliche ist Teil des Kinder- und Jugendtelefons Potsdam, der Dachverband ist Nummer gegen Kummer e.V. Es handelt sich um ein kostenfreies, anonymes, telefonisches und E-Mail gestütztes Beratungsangebot, standortgebunden zum Schutz der Anonymität der zum Teil minderjährigen Berater*innen und der Anrufenden. Qualifizierte, ehrenamtliche Berater*innen unterstützen Anrufende in ihren schwierigen, herausfordernden Situationen, in Krisen und bei Suizidgedanken. Hilfe zur Selbsthilfe ist Anliegen, die Besonderheit dabei: Jugendliche zwischen 16 und 21 beraten Gleichaltrige, die nahe Einfühlung zu deren Problemen ist vorhanden. Ein kostenloser, intensiver, qualifizierter Ausbildungskurs (100 Stunden mit Hospitationen, Selbsterfahrung, Fachthemen und Gesprächsführung) und die monatlichen Supervisionen sind verpflichtend.

Gemüse-Netzwerk e.V.

Laut BZfE (Bundeszentrum für Ernährung) landen in Deutschland jährlich fast 12 Mio. Tonnen Lebensmittel im Müll, pro Einwohner sind das ca. 75 Kilogramm. Auf Gernsheim
(ca. 10.000 Einwohner) umgerechnet sind dies 750 Tonnen Lebensmittel pro Jahr oder etwas mehr als 2 Tonnen pro Tag. Viele der Lebensmittel sind einwandfrei. Das Gemüse-Netzwerk e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich mit ehrenamtlichen Helfern gegen Lebensmittelverschwendung einsetzt. Die von Betrieben abgeschriebenen und gespendeten Lebensmittel werden an verschiedene karitative Einrichtungen und Organisationen verteilt und zweimal pro Woche bei einer öffentlichen Ausgabe zur Verfügung gestellt. Das Umdenken in der Gesellschaft zu mehr Nachhaltigkeit zeigt sich in den Zuwachsraten der Mitglieder aber auch der Menschen, die Lebensmittel bei den öffentlichen Ausgaben für sich und ihre Familien mitnehmen (anfangs ca. 20 Personen, bis Januar 2020 ca. 150 Personen an einem Wochenende).

Mentor*innenprogramm Balu und Du – Baghira

Baghira - Balus Ideen weitertragen

Baghira versteht sich als Unterstützer*innengruppe für das Mentor*innenprogramm Balu und Du am Standort Dresden. Der Verein Balu und Du setzt sich bundesweit für Chancengerechtigkeit, entwicklungsorientierte Prävention und gesamtgesellschaftliche Verständigung ein. Im Rahmen des Programms übernehmen junge Erwachsene (Balus) ehrenamtlich mindestens ein Jahr lang eine individuelle Patenschaft für ein Kind im Grundschulalter (Mogli). Sie helfen ihm durch persönliche Zugewandtheit und aktive Freizeitgestaltung, sich zu entwickeln und den Herausforderungen des Alltags erfolgreich zu begegnen. Die wissenschaftlichen Belege positiver Effekte und ihre eigenen Patenschaftserfahrungen motivierten ehemalige Balus gemeinsam mit den Koordinator*innen eine Unterstützer*innengruppe zu gründen. Dem Leitgedanken „Baghira – Balus Ideen weitertragen“ folgend arbeiten sie daran, die positiven Effekte des Programms zu verstärken und die Weiterentwicklung und das Fortbestehen am Standort zu garantieren.

Zonta Prävention gegen Altersarmut von Frauen

Zonta: Moje Perspektiven - Prävention gegen Altersarmut von Frauen

Nachdem das Projekt "Moje Tieden - gegen Altersarmut von Frauen in Ostfriesland" viel Aufmerksamkeit und Auszeichnungen erhalten hat (Deutscher Engagementpreis 2018, Bericht SZ etc.), soll das Projekt ausgeweitet werden. Junge Frauen sollen für das Thema Altersarmut sensibilisiert werden. Es sollen Wege aufgezeigt werden, einer Armut im Alter vorzubeugen durch dafür geeignete Maßnahmen (Information, Bildung, Eigenständigkeit, Vorsorge). Auch junge Frauen, die bereits im Berufsleben stehen, oft im Niedriglohnsektor, oder die sich in der Familiengründungsphase befinden, sollen aufmerksam gemacht werden. Kooperationspartner könnten z.B. die Hochschule Emden/Leer, die Agentur für Arbeit, Familienzentren, die Frauenbeauftragten der Kommunen oder der Landfrauenrat sein. Auch die Einbindung der hiesigen Wirtschaft (IHK und HWK) und Schulungen von Multiplikatoren sind avisiert. Die große Herausforderung wird sein, die betroffene Zielgruppe entsprechend zu erreichen.

Mehrblick

Brillen-Sprechstunden für Obdachlose und Bedürftige

Eine Brille kann Leben verändern. Deshalb schenkt Mehrblick obdachlosen und bedürftigen Menschen durch eine Brille wieder mehr Sehkraft und Würde. Gutes Sehen gibt Sicherheit im Alltag und eröffnet ihnen neue Chancen - auch auf dem Arbeitsmarkt. Die gespendeten Brillen werden wieder aufbereitet, in dem sie sortiert, gereinigt und neu vermessen werden. Das Team aus ehrenamtlichen Optikern und Augenärzten führt die Augenmessungen vor Ort in den Räumen der Obdachlosenhilfe durch. Das aufsuchende Angebot schließt eine medizinische Versorgungslücke. Jeder Besucher erhält einen qualitativen Sehtest und sofort eine bestmögliche Brille aus dem mobilen Brillenlager. In Hamburg und Berlin konnten bisher über 2.100 Menschen versorgt werden. Die regelmäßigen Brillen-Sprechstunden sind ab April 2020 auch in Hannover geplant.

Bildungskonzept Thumbikkai

Die Initiative tamilischer Studierender ist eine ehrenamtliche Studenteninitiative mit Migrationshintergrund und besteht aus 25 Mitgliedern. Dieser engagiert sich für das Näherbringen und den Erhalt der tamilischen Kultur und für Entwicklungshilfe auf Sri Lanka. Zudem setzt sich ITSA mit gesellschaftskritischen und -politischen Themen in der tamilischen Diaspora auseinander.
„Du bist nur unrein, wenn du dich unrein fühlst“, mit dieser Botschaft hat ITSA ihr Bildungskonzept „Thumbikkai“ ins Leben gerufen. Das Bildungskonzept soll der Stigmatisierung von Mädchen und Frauen auf Sri Lanka aufgrund ihrer Periode und der damit einhergehenden sozialen Ausgrenzung entgegenwirken. Diese Probleme werden durch mangelndes Wissen und Aberglauben verursacht. Die Kinder auf Sri Lanka werden über ihren Körper und Sexualität aufgeklärt. Durch die Aufklärung soll das Bildungskonzept auch einen Denkanstoß vermitteln, um veraltete Denkmuster auf Sri Lanka zu durchbrechen.

Wooligans

Gemeinsam sträkeln für eine warme Gesellschaft

Wooligans - Gemeinsam sträkeln für eine warme Gesellschaft: Die Wooligans sträkeln (kurz für stricken und häkeln) mit Menschen jeden Alters, die jüngste ist derzeit 9, die älteste 89 Jahre alt, über die Grenzen von Herkunft, ökonomischem Status, Religion, Sexualität für obdachlose und bedürftige Menschen. Die gefertigten Teile, alles von der Mütze über Socken bis hin zu Schals und Stulpen für Beine / Arme, aber auch Pullover und Strickjacken, werden an Organisationen abgegeben, die direkt mit den Betroffenen arbeiten und so an diese verteilt. Die Wooligans halten die Gesellschaft im doppelten Sinne warm: Sie schlagen über ein gemeinsames Hobby Brücken zwischen Menschen und helfen dabei, Vorurteile abzubauen. Die Wooligans sträkeln inzwischen an 4 Standorten in Hamburgs, wo die Gruppe gegründet wurde und ebenfalls gibt es einen Ableger in Stuttgart sowie Bochum und in Münster. Zukünftig werden über die organisatorischen Strukturen Wiedereingliederungsmaßnahmen angeboten.

doin good - Project Makerspace

Syrischen Flüchtlingen im Libanon menschenwürdiges Leben ermöglichen

In der 2019 gegründeten NGO doin’ good kommt ein ehrenamtliches, internationales Team von Young Professionals seiner sozialen Verantwortung mit Bildungsprojekten nach. Das erste Projekt 'Makerspace Libanon' konzentriert sich auf syrische Flüchtlinge im Libanon. Es unterstützt Teilnehmer dabei, die menschenunwürdigen Lebensbedingungen in Flüchtlingscamps zu verbessern und verschafft Zukunftsperspektiven durch Ausbildung. Mit Hilfe lokaler Trainer bietet doin’ good handwerkliche Trainings in Holzarbeiten, Elektrik und Schneidern an. In den ersten sechs Monaten haben ~60 Flüchtlinge das Programm durchlaufen und dabei u.a. Betten gebaut, Rucksäcke genäht und brandgefährdete Verkabelungen saniert. Ab Juni ist eine Erweiterung um ein Existensgründungsangebot geplant, das qualifizierten Teilnehmern den Weg in die Selbständigkeit ebnet. Ein zweites Handwerks-Projekt, Ausbildung: Stark!, richtet sich an sozial benachteiligte Jugendliche an Hamburger Schulen und ist im Februar 2020 gestartet.

Nachbarn Werden

Miteinander erreichen wir viel

Die Nachbarschaftshilfe Nachbarn Werden existiert seit 25 Jahren und war Pionier im Nürnberger Land. Das Angebot richtet sich an alle Einwohner der Stadt Hersbruck. So ergänzt sie beispielsweise die ambulante Pflege von älteren, behinderten oder pflegebedürftigen Menschen und unterstützt ein Verbleiben der Betroffenen in der gewohnten Umgebung. Auch pflegende Angehörigen werden stundenweise durch diesen Helferdienst entlastet. Durch die Ergänzung des öffentlichen Kinderbetreuungsangebotes werden Familien mit Kindern unterstützt. Die Nachbarschaftshilfe bietet additional eine kontinuierliche oder sporadische Kinderbetreuung an. Davon profitieren vor allem alleinerziehende Eltern, Eltern die noch in Ausbildung/ Studium sind oder Eltern, welche kein familiäres Netz in der näheren Umgebung haben. Zudem leistet die Nachbarschaftshilfe einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, um einsamen Menschen etwas Gesellschaft zu leisten, sie zum Arzt- oder zu Behördenterminen zu begleiten.

Drei Musketiere Reutlingen e.V.

Einer für Alle, alle für Einen!

"Drei Musketiere Reutlingen e.V." sind eine kleine Hilfsorganisation aus Baden-Württemberg. Seit etwa vier Jahren unterstützen wir Menschen in und aus Katastrophen- und Krisengebieten. Aufgrund der aktuellen Situation im Nahen Osten, konzentrieren wir unsere Arbeit auf Menschen auf der Flucht vor Krieg & Gewalt. Unser Hauptaugenmerk gilt hierbei der Türkei. Aber auch den Außengrenzen Europas, der Balkanroute und in Griechenland. Zu Beginn unterstützten wir Menschen in Not, in "inoffiziellen" Camps mit Lebensmittel, Decken und Kleidung. Im Laufe der Zeit veränderte sich die Situation der Geflüchteten und folglich veränderten wir auch unser Hilfeleistung bedarfsgerecht. Wir richten unseren Fokus vermehrt auf nachhaltige Bildung & Beschäftigung. 2017 gründeten wir in Izmir / Türkei ein Community-Center für alleinstehende Frauen und Kinder. An der syrischen Grenze und an Europas Grenzen unterstützen wir nach wie vor mit Hilfsgütern wie Lebensmittel, Kleidung oder Decken.

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