Armut / soziale Gerechtigkeit

Sozialtaler

Einfach spenden - Sozialtaler!

Der Sozialtaler bietet eine sichere Form des Spendens. Viele Menschen spenden gerne, wollen aber nicht, dass ihre Spende für Alkohol- oder Zigarettenkonsum genutzt wird. Der Sozialtaler bietet die Möglichkeit zu spenden, verbunden mit der Sicherheit, dass von der Spende keine Suchtmittel gekauft werden können. Der Sozialtaler ist ein Wertstück, mit dem der Besitzer des Talers in dem Laden, in dem der Taler erstanden ist, alles einkaufen kann mit Ausnahme von Alkohol und Zigaretten. Angesprochen werden sollen die Spender, die Vorbehalte hinsichtlich der Verwendung ihrer Spende haben, und natürlich diejenigen, die mit dem Sozialtaler in die Lage versetzt werden, sich notwendige Dinge des täglichen Bedarfs kaufen zu können (z.B. Obdachlose). Der Sozialtaler ist eine Ergänzung zum üblicherweise gespendeten Kleingeld – kein Ersatz.

Pallotti-Mobil

Bedürftige helfen Bedürftigen

Pallotti-Mobil entstand unter dem Titel "Bedürftige helfen Bedürftigen" 1998 als Teil eines Netzwerkes der Katholischen Kirche Nord-Neukölln mit Sitz in St. Christophorus. Die Katholische Kirche Nord-Neukölln versteht sich als Kirche im sozialen Brennpunkt. Unabhängig von Kirchenzugehörigkeit arbeiten Menschen ehren- und hauptamtlich in Projekten und Initiativen zusammen. Der Mensch steht im Mittelpunkt. So führt Pallotti-Mobil mit praktischen Hilfen wie Umzugs- und Renovierungshilfe, Reparaturhilfe und dem sozialen Catering zwei Personengruppen zusammen. Sozial gefährdete Menschen werden mit einer geregelten Tagesstruktur emotional stabilisiert und aufgefangen: "Ich kann etwas, werde gebraucht und helfe anderen." Auch Kranken, alten und/oder verarmten Menschen, Frauen aus häuslicher Gewalt und Frauenhausprojekten wird geholfen: "Ich bin nicht allein und man kümmert sich um mich."

Wohin damit?

Mit Sachen einfach Freude machen

In unseren Kellern und Speichern lagern viele nützliche und wertige Gegenstände, die wir nicht mehr brauchen. Viele dieser Gegenstände können aber an anderer Stelle gut gebraucht werden und sinnvoll zum Einsatz kommen. Wohindamit.org ist eine kostenlose non-profit Internet-Plattform zur Vermittlung von Sachspenden zwischen Sachspendern und sozialen Einrichtungen. Mit wenigen Klicks können sich soziale Einrichtungen auf der Plattform ein Profil erstellen und sich vorstellen. Bisher gibt es knapp 400 Einrichtungen auf der Plattform. Potenzielle Sachspender erhalten dadurch schnell einen Überblick über geeignete soziale Einrichtungen in der Nähe, die Sachspenden entgegen nehmen.
Sachspender finden schnell und einfach einen sozial tätigen Abnehmer für ihre Gegenstände und soziale Einrichtungen bekommen mehr Sachspenden, weil sie leichter im Internet gefunden werden. Hinzu kommt der ökologische Aspekt, dass durch die Wiederverwendung weniger neue Gegenstände produziert werden müssen.

Pan y Arte e.V.

KULTUR darf kein Luxus sein! Brot und Kunst für Nicaragua

Über 40% der Menschen in Nicaragua leben in Armut. Pan y Arte e.V. (Brot und Kunst) setzt sich seit mehr als 20 Jahren für die Schwächsten unter ihnen ein: die Kinder. Mit Musik, Literatur und Kunst schafft der Verein Chancengleichheit und eröffnet Perspektiven durch Bildung. In seinen vier Projekten erreicht er jede Woche mehr als 1.500 Kinder und Jugendliche. Entwicklungszusammenarbeit bedeutet weit mehr als wirtschaftliche Unterstützung. Mit Partnern vor Ort trägt der Verein dazu bei, Armut zu reduzieren und somit eine zentrale Ursache von Flucht und Migration zu verringern. Aktuelle Herausforderungen liegen in den Förderstrukturen und somit in der finanziellen Absicherung der vier Projekte in Nicaragua. Zur Zukunftssicherung wurde im vergangenen Jahr eine Fundraising-Kampagne zum 20. Geburtstag durchgeführt. Die erprobten Neurungen sollen weiter genutzt werden, um noch mehr Menschen für die kulturelle Bildungsarbeit zu begeistern und zum Spenden und Mitmachen zu bewegen.

Enactus Mannheim e.V.

Mit sozialem Entrepreneurship die Welt im Kleinen verbessern!

Enactus Mannheim als Non-Profit-Studentenorganisation gründet eigenverantwortlich sozialunternehmerische Startups, um einen Mehrwert in der Gesellschaft zu schaffen. Alle Projekte bauen auf ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit auf und befähigen sozial benachteiligte Menschen zur Selbsthilfe, Integration und besserer Lebensqualität. Das Ziel ist es, mit Social Entrepreneurship die Welt im Kleinen zu verbessern. Das Projekt EnFoodUs befasst sich z.B. mit der gesellschaftlichen Herausforderung der Flüchtlingszuwanderung. Es wird ein Konzept entwickelt, bei dem Flüchtlinge zusammen mit Gastronomen frische, gesunde Mahlzeiten kochfertig vorbereiten und in Kooperation mit Kindergärten verkaufen. Dadurch kommen sie in beidseitigen Kontakt mit der Gesellschaft, gehen einer sinnvollen Arbeit nach und fördern eine gesundheitsbewusste Ernährung der Kinder. Das StartUp trägt sich finanziell selbst und finanziert Deutschkurse für eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge.

mitKids Bremerhaven

Ehrenamtliche Patenschaften für Kinder aus belasteten Familien

Kinder wachsen mit ungleichen Startbedingungen auf. Viele Kinder in Bremerhaven leben in belasteten familiären Situationen, leiden unter Armut, fehlenden Bezugspersonen und einem fehlenden sozialen Netzwerk. Seit 2013 wirken die mitKids Aktivpatenschaften in Bremerhaven ungünstigen Startbedingungen entgegen, indem sie Kindern ab 2 Jahren aus belasteten Familien ehrenamtliche Paten beiseite stellen. In wöchentlichen Treffen in 1:1-Betreuung stehen die Kinder für ein paar Stunden im Mittelpunkt und erhalten die Extraportion Zuwendung, die sie so gut gebrauchen können. Sie machen neue Erfahrungen und gewinnen Selbstvertrauen. Als verlässliche Bezugspersonen neben der Familie fördern Paten die seelische Gesundheit und unterstützen die Entwicklung von Sozialkompetenzen. Sie begleiten ihr Patenkind oft über mehrere Jahre. Darüber hinaus erweitern sie das soziale Netzwerk des Patenkindes und seiner Familie. So trägt das Projekt in der Hafenstadt zur Herstellung sozialer Gerechtigkeit bei.

Kulturliste Düsseldorf e.V.

Kultur für alle zugänglich machen

Idee und Ziel der Kulturliste Düsseldorf: Kultur für Jeden! Die Kulturliste will Menschen mit geringem Einkommen die kostenfreie Teilhabe am kulturellen Leben ermöglichen. Dazu werden an angemeldete Gäste Kartenkontingente vergeben, die von Kulturpartnern zur Verfügung gestellt werden. Zusammen mit ihren Partnern öffnet die Kulturliste die Türen zu den zahlreichen Kunst- und Kulturveranstaltungen der Stadt und ermöglicht ein breitgefächertes Angebot. Die Kulturpartner unterstützen das Engagement, Kultur für Jeden zugänglich zu machen, und übernehmen soziale Verantwortung. Es ist eine klassische Win-Win-Situation entstanden, von der alle Beteiligten profitieren: Veranstalter füllen leere Plätze, Künstler spielen vor besetzten Sälen, die Gäste der Kulturliste kommen in den Genuss von Kunst und Kultur und nehmen am sozialen Leben teil. Außerdem erreicht die Kulturliste mit ihrem Engagement auch Menschen, die an Kultur bisher wenig interessiert waren, und schafft so eine neue Zielgruppe.

Jugendreisen für alle

Jugendfreizeiten und Workshops für die Region

Ferienfahrten und kostenlose Freizeitprojekte sind für Kinder aus sozial schwachen Familien oft die einzige Möglichkeit, einmal Abstand zu bekommen. Das betrifft zum einen häusliche Probleme wie Gewalt und Suchterkrankung der Eltern, aber auch die mangelnden Bildungsmöglichkeiten bzw. die fehlende Unterstützung aus dem persönlichen Umfeld. Hier geht es aber nicht nur um die klassischen ALGII Empfänger, die Initiative richtet sich auch an die vielen alleinerziehenden Mütter und Väter, die teilweise nur über einen Teilzeitjob verfügen und aus eigenen Mitteln Freizeiten oder moderne Bildungsangebote für ihre Kinder nicht bestreiten können. Jugendreisen54 hat sich zur Aufgabe gemacht, allen Kindern die gleiche Chance auf Freizeit und Bildung in einem angemessenen Rahmen zu ermöglichen. Die Finanzierung der angebotenen Freizeiten und Bildungsangebote für Kinder aus sozial schwachen Familien bestreitet die Initiative ausschließlich über Spenden.

Kulturparkett Rhein-Neckar e.V.

Kultur darf kein Luxus sein!

Kulturparkett Rhein-Neckar ist eine Initiative aus Mannheim, die sich für die gleichberechtigte Teilhabe von Bürgern einsetzt, die über ein geringes oder gar kein Einkommen verfügen und deshalb vom kulturellen Leben der Stadt ausgeschlossen bleiben. Kultur sollte zur Grundversorgung gehören, deshalb darf nicht der Geldbeutel über die Teilhabe am kulturellen Leben entscheiden! Das Kulturparkett will dazu beitragen, den nötigen Ausgleich herzustellen. Der gemeinnützige Verein gibt seit 2013 den Kulturpass aus, der Inhaber berechtigt, kostenlos Karten für Theater, Konzerte, Lesungen und vieles mehr zu erhalten. Der Verein wird von den Städten Mannheim und Heidelberg finanziell und organisatorisch unterstützt und erhält Kartenspenden von über 40 Partnern aus der gesamten Rhein-Neckar Region. Der Laden des Vereins in der Mannheimer Innenstadt bietet eine Anlaufstelle für Beratung und verschiedene Formate zum gemeinsamen Kulturerleben.

Verein zur Förderung von Jugendlichen e.V.

Perspektiven und Vielfalt

Der Verein zur Förderung von Jugendlichen e.V. ist seit 1997 in der Jungen- und Männerarbeit aktiv. Auf gesellschaftlicher und individueller Ebene setzt sich der Verein im Rahmen seiner drei Projekte “Café Strich-Punkt“, “info4escorts“ und “Antihelden*“ für einen offenen Umgang mit Geschlechtern, Sexualitäten, Prostitution und sexualisierter Gewalt ein. Das startsocial-Projekt des Vereins umfasst die wesentlichen Herausforderungen der Tagesarbeit, nämlich die Finanzen und Finanzplanung, die Ausweitung der Aktivitäten über ehrenamtliche Helfer und Erhöhung der Anzahl der Vereinsmitglieder sowie einer punktuellen Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit. Die Finanzen sind von gewichtiger Bedeutung, insbesondere weil die intensive Präventionsarbeit bei Antihelden* sehr personalkostenintensiv ist und das Projekt auf den Erhalt von öffentlichen Förderungen angewiesen ist. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln kann der Verein nur einen kleinen Teil der Bedarfe abdecken.

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