Armut / soziale Gerechtigkeit

TECHO Deutschland

Gemeinsam für eine Welt ohne Armut

TECHO Deutschland unterstützt die lateinamerikanische NGO TECHO bei der Bekämpfung von extremer Armut. Neben der finanziellen Unterstützung von Projekten in Lateinamerika durch die Organisation von Events und Spendenkampagnen, versteht sich TECHO Deutschland vor allem als Projektionsfläche für gelebtes soziales Engagement. Jungen motivierten Menschen in Deutschland soll hier die Möglichkeit geboten werden, sich durch kreatives Engagement positiv in die Gesellschaft einzubringen. Dabei wird besonderer Wert darauf gelegt, dass sich TECHO Freiwillige persönlich und professionell weiterentwickeln. Zum Erreichen dieser Ziele arbeitet der Verein sowohl auf regionaler Ebene als auch in überregional organisierten Bereichen. Die Regionalkomitees sind dabei Teil einer Graswurzelbewegung, welche den Verein auf lokaler Ebene bekannter machen, während die Bereiche an einer fortwährenden Professionalisierung und kontinuierlichem Wachstum arbeiten.

Haiti - Studenten bauen Kindern eine Zukunft

Wasser ist das Wichtigste, was wir Menschen brauchen - Bildung ist das Wichtigste, was eine Gesellschaft braucht. In Haiti ist selbst das Wichtigste nicht selbstverständlich. Dies betrifft besonders die Kinder. Das Projekt Beaumont – Studenten bauen Kindern in Haiti eine Zukunft der Hochschulgruppe Engineers Without Borders – Karlsruhe Institute of Technology will Kindern in Haiti einen Lebens- und Lernraum schaffen, der ihnen nicht nur Schutz bietet und ihre Grundversorgung sichert, sondern ihnen nachhaltig die Möglichkeit gibt, sich und damit auch ihr Land Haiti eigenständig weiterzuentwickeln. In mehreren Bauphasen schaffen die Studenten ein Schul- und Waisenhausgelände in der Gebirgsstadt Beaumont. Dafür bauen sie erdbebensichere Gebäude zum Leben, Lernen und Arbeiten. Zudem stellen sie die technische Infrastruktur hierfür neu her: Sie installieren eine Photovoltaikanlage zur Stromversorgung, eine zuverlässige Trinkwasserversorgung sowie hygienische Sanitäreinrichtungen.

Betna – Hotline gg. häusliche Gewalt in Ägypten

Häusliche Gewalt in Ägypten zur Sprache bringen!

Der gemeinnützige Betna e.V. setzt sich für Frauen und ihre Kinder in Ägypten ein, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind und/oder in ungewollten Abhängigkeitsverhältnissen stehen. Gemeinsam mit diesen Frauen und Kindern wird eine Perspektive für Zuflucht, Vertrauen, Geborgenheit und Schutz geschaffen. Das drückt sich auch im ägyptischen Namen des Vereins aus; „Betna“ bedeutet „unser Haus“. Der erste Schritt ist die Einrichtung einer Notfallhotline für Hilfesuchende: Sie wird den Betroffenen als Anlaufstelle dienen, indem Möglichkeiten und Perspektiven aufgezeigt werden und Kontakte zu Ärzt*innen, Anwält*innen, Psycholog*innen etc. hergestellt werden. So wird Hilfe zur Selbsthilfe gegeben. Um diese Hilfestellung zu ermöglichen, besteht eine Zusammenarbeit mit der ägyptischen Frauenrechtsorganisation ADEW (The Association for the Development and Enhancement of Women). ADEW betreibt in der Nähe von Kairo das einzige wirklich genutzte Frauenhaus Ägyptens.

idego

Realizing ideas together

„Das Wissen von außen ist der Schlüssel zum Erfolg. Ich glaube zutiefst daran, dass Entrepreneurship unsere Probleme lösen kann.” – Henri, Unternehmer aus Ruanda. Das Ziel ist es, durch die Förderung von Unternehmertum in Entwicklungsländern den Menschen ein selbst bestimmtes Leben zu ermöglichen, indem sie die Probleme ihres Landes eigenständig lösen können. idego ist ein internationaler Accelerator, der afrikanische Unternehmer beim Wachstum und der Entwicklung ihrer Unternehmen unterstützt und dabei von der digitalen Transformation profitieren lässt. idego unterstützt dieses Jahr 50 Unternehmer, indem diese mit Experten weltweit über eine Onlineplattform namens idegoafrica.org verbunden werden, um Wissenslücken effektiv zu schließen. Die Unterstützung findet danach von ein bis sechs Monaten vor Ort statt. Regional konzentriert sich die Organisation auf Ruanda – ein Land mit positiver wirtschaftlicher Entwicklung und ebenso gutem Ausblick.

Sozialtaler

Einfach spenden - Sozialtaler!

Der Sozialtaler bietet eine sichere Form des Spendens. Viele Menschen spenden gerne, wollen aber nicht, dass ihre Spende für Alkohol- oder Zigarettenkonsum genutzt wird. Der Sozialtaler bietet die Möglichkeit zu spenden, verbunden mit der Sicherheit, dass von der Spende keine Suchtmittel gekauft werden können. Der Sozialtaler ist ein Wertstück, mit dem der Besitzer des Talers in dem Laden, in dem der Taler erstanden ist, alles einkaufen kann mit Ausnahme von Alkohol und Zigaretten. Angesprochen werden sollen die Spender, die Vorbehalte hinsichtlich der Verwendung ihrer Spende haben, und natürlich diejenigen, die mit dem Sozialtaler in die Lage versetzt werden, sich notwendige Dinge des täglichen Bedarfs kaufen zu können (z.B. Obdachlose). Der Sozialtaler ist eine Ergänzung zum üblicherweise gespendeten Kleingeld – kein Ersatz.

Pallotti-Mobil

Bedürftige helfen Bedürftigen

Pallotti-Mobil entstand unter dem Titel "Bedürftige helfen Bedürftigen" 1998 als Teil eines Netzwerkes der Katholischen Kirche Nord-Neukölln mit Sitz in St. Christophorus. Die Katholische Kirche Nord-Neukölln versteht sich als Kirche im sozialen Brennpunkt. Unabhängig von Kirchenzugehörigkeit arbeiten Menschen ehren- und hauptamtlich in Projekten und Initiativen zusammen. Der Mensch steht im Mittelpunkt. So führt Pallotti-Mobil mit praktischen Hilfen wie Umzugs- und Renovierungshilfe, Reparaturhilfe und dem sozialen Catering zwei Personengruppen zusammen. Sozial gefährdete Menschen werden mit einer geregelten Tagesstruktur emotional stabilisiert und aufgefangen: "Ich kann etwas, werde gebraucht und helfe anderen." Auch Kranken, alten und/oder verarmten Menschen, Frauen aus häuslicher Gewalt und Frauenhausprojekten wird geholfen: "Ich bin nicht allein und man kümmert sich um mich."

Wohin damit?

Mit Sachen einfach Freude machen

In unseren Kellern und Speichern lagern viele nützliche und wertige Gegenstände, die wir nicht mehr brauchen. Viele dieser Gegenstände können aber an anderer Stelle gut gebraucht werden und sinnvoll zum Einsatz kommen. Wohindamit.org ist eine kostenlose non-profit Internet-Plattform zur Vermittlung von Sachspenden zwischen Sachspendern und sozialen Einrichtungen. Mit wenigen Klicks können sich soziale Einrichtungen auf der Plattform ein Profil erstellen und sich vorstellen. Bisher gibt es knapp 400 Einrichtungen auf der Plattform. Potenzielle Sachspender erhalten dadurch schnell einen Überblick über geeignete soziale Einrichtungen in der Nähe, die Sachspenden entgegen nehmen.
Sachspender finden schnell und einfach einen sozial tätigen Abnehmer für ihre Gegenstände und soziale Einrichtungen bekommen mehr Sachspenden, weil sie leichter im Internet gefunden werden. Hinzu kommt der ökologische Aspekt, dass durch die Wiederverwendung weniger neue Gegenstände produziert werden müssen.

Pan y Arte e.V.

KULTUR darf kein Luxus sein! Brot und Kunst für Nicaragua

Über 40% der Menschen in Nicaragua leben in Armut. Pan y Arte e.V. (Brot und Kunst) setzt sich seit mehr als 20 Jahren für die Schwächsten unter ihnen ein: die Kinder. Mit Musik, Literatur und Kunst schafft der Verein Chancengleichheit und eröffnet Perspektiven durch Bildung. In seinen vier Projekten erreicht er jede Woche mehr als 1.500 Kinder und Jugendliche. Entwicklungszusammenarbeit bedeutet weit mehr als wirtschaftliche Unterstützung. Mit Partnern vor Ort trägt der Verein dazu bei, Armut zu reduzieren und somit eine zentrale Ursache von Flucht und Migration zu verringern. Aktuelle Herausforderungen liegen in den Förderstrukturen und somit in der finanziellen Absicherung der vier Projekte in Nicaragua. Zur Zukunftssicherung wurde im vergangenen Jahr eine Fundraising-Kampagne zum 20. Geburtstag durchgeführt. Die erprobten Neurungen sollen weiter genutzt werden, um noch mehr Menschen für die kulturelle Bildungsarbeit zu begeistern und zum Spenden und Mitmachen zu bewegen.

Enactus Mannheim e.V.

Mit sozialem Entrepreneurship die Welt im Kleinen verbessern!

Enactus Mannheim als Non-Profit-Studentenorganisation gründet eigenverantwortlich sozialunternehmerische Startups, um einen Mehrwert in der Gesellschaft zu schaffen. Alle Projekte bauen auf ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit auf und befähigen sozial benachteiligte Menschen zur Selbsthilfe, Integration und besserer Lebensqualität. Das Ziel ist es, mit Social Entrepreneurship die Welt im Kleinen zu verbessern. Das Projekt EnFoodUs befasst sich z.B. mit der gesellschaftlichen Herausforderung der Flüchtlingszuwanderung. Es wird ein Konzept entwickelt, bei dem Flüchtlinge zusammen mit Gastronomen frische, gesunde Mahlzeiten kochfertig vorbereiten und in Kooperation mit Kindergärten verkaufen. Dadurch kommen sie in beidseitigen Kontakt mit der Gesellschaft, gehen einer sinnvollen Arbeit nach und fördern eine gesundheitsbewusste Ernährung der Kinder. Das StartUp trägt sich finanziell selbst und finanziert Deutschkurse für eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge.

mitKids Bremerhaven

Ehrenamtliche Patenschaften für Kinder aus belasteten Familien

Kinder wachsen mit ungleichen Startbedingungen auf. Viele Kinder in Bremerhaven leben in belasteten familiären Situationen, leiden unter Armut, fehlenden Bezugspersonen und einem fehlenden sozialen Netzwerk. Seit 2013 wirken die mitKids Aktivpatenschaften in Bremerhaven ungünstigen Startbedingungen entgegen, indem sie Kindern ab 2 Jahren aus belasteten Familien ehrenamtliche Paten beiseite stellen. In wöchentlichen Treffen in 1:1-Betreuung stehen die Kinder für ein paar Stunden im Mittelpunkt und erhalten die Extraportion Zuwendung, die sie so gut gebrauchen können. Sie machen neue Erfahrungen und gewinnen Selbstvertrauen. Als verlässliche Bezugspersonen neben der Familie fördern Paten die seelische Gesundheit und unterstützen die Entwicklung von Sozialkompetenzen. Sie begleiten ihr Patenkind oft über mehrere Jahre. Darüber hinaus erweitern sie das soziale Netzwerk des Patenkindes und seiner Familie. So trägt das Projekt in der Hafenstadt zur Herstellung sozialer Gerechtigkeit bei.

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