Behinderung / Teilhabe

BLAUHERZ.

Style without borders

BLAUHERZ. ist ein junges Modelabel aus Baden-Württemberg. Der Anspruch von BLAUHERZ. ist, durch Kleidung niemanden auszugrenzen. Deswegen entwickelt das Startup sowohl Mode für Menschen mit Handicap, als auch Kleidung und Accessoires für Menschen ohne Einschränkungen. Die Textilien werden dabei in der eigenen Werkstatt von Menschen mit besonderen Vermittlungshemmnissen hergestellt. Durch diesen mutigen Ansatz und das Engagement eines bunt gemixten Teams, bestehend aus Studierenden und Angestellten einer staatlich anerkannten Inklusionsstätte, entsteht ein einzigartiges Unternehmen.

Sternentraum 2000 e.V.

HEUTE mit ganzem Herzen Gutes tun - ein Wunsch wird wahr

„HEUTE mit ganzem Herzen Gutes tun – ein Wunsch wird wahr“ – unter diesem Motto engagiert sich Sternentraum 2000 e.V. und erfüllt Herzenswünsche von besonderen jungen Menschen. Das sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die durch ihre Krankheit, Behinderung oder Beeinträchtigung nicht zu 100% am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Außerdem veranstaltet der Verein Events für die Familien dieser besonderen Menschen. Dabei soll die ganze Familie und vor allem auch die Geschwister eine wertvolle Auszeit vom Alltag erleben können. Um die Gesellschaft für das Thema Inklusion sowie moralische Werte wie Respekt, Toleranz und Wertschätzung zu sensibilisieren, sucht der Verein die Zusammenarbeit für gemeinsame Projekte mit ortsansässigen Unternehmen, Schulen und anderen sozialen Organisationen. Auf diese Weise werden Begegnungen von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen ermöglicht. Wirkungsgebiet des Vereins ist der Rems-Murr-Kreis und die angrenzenden 8 Landkreise.

Familienherberge Lebensweg

Alles außer Alltag

Die Familienherberge Lebensweg in Illingen-Schützingen ist ein Kurzzeit-Zuhause für behinderte und schwerkranke Kinder, die dort eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung erhalten, sowie für deren Familien. Hier können diejenigen, die sich alltäglich um ihre erkrankten Angehörigen kümmern, eine Auszeit vom Alltag nehmen. Das Konzept ist einmalig in Süddeutschland. Die kranken und behinderten Gäste werden während des Aufenthalts in ihrer Eigenständigkeit, Persönlichkeit und Mobilität gefördert. Den Familienangehörigen wird mit Rat und Tat in jeder Hinsicht, von Gesprächen mit Pädagogen bis hin zu Ausflugstipps, zur Seite gestanden. Die Aufnahme der Kinder und ihrer Familien ist überregional möglich. Allein in Baden-Württemberg gibt es etwa 10.000 betroffene Familien.

Kulturschlüssel Saar

Wir machen Kultur möglich. Gemeinsam. Für jedermann.

Das Saarland ist voller Kultur – doch nicht alle können diese Angebote nutzen. Vielen können aus den verschiedensten Gründen alleine nicht zu Veranstaltungen gehen. Menschen mit Behinderungen, Senioren, Migranten – viele haben keine Möglichkeit, raus zu kommen. Hier hilft der Kulturschlüssel Saar. Das Konzept des Kulturschlüssels Saar basiert auf drei Säulen: Auf der einen Seite gibt es die Kulturgenießer, die nicht alleine zu einer Veranstaltung gehen können. Für sie vermittelt das Projekt einen ehrenamtlichen Begleiter – das sind die Kulturbegleiter. Durch ihre Hilfe nehmen viele Menschen erstmals oder nach langer Zeit wieder am kulturellen Leben teil. Dann gibt es die Kulturspender – also die Veranstalter. Der Kulturschlüssel Saar spricht diese an, ob sie bereit sind, Freikarten für das Projekt zu spenden. Danach werden die Begegnungen organisiert, die im ganzen Saarland stattfinden.

WOHN:SINN

Plattform für inklusives Wohnen

Ein Großteil der Erwachsenen mit Behinderung wohnt auch noch in fortgeschrittenem Alter in der eigenen Herkunftsfamilie oder gegen den eigenen Wunsch in einer stationären Einrichtung. Gleichzeitig gibt es an vielen Orten bereits erfolgreiche inklusive Wohnmodelle, in denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammenleben. Diese Lücke will WOHN:SINN schließen! Sie wollen jedem Menschen das Leben in einer inklusiven Wohnform ermöglichen. Dazu haben sie die Plattform www.wohnsinn.org ins Leben gerufen und gründen gerade ein bundesweites Bündnis für inklusives Wohnen, um dem Problem mit Vernetzung, Beratung, Forschung sowie Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit zu entgegnen.

Autismus-Forschungs-Kooperation (AFK)

Forschung für Autisten durch Autisten

Die Autismus-Forschungs-Kooperation (AFK) ist ein ehrenamtlicher, bundesweit einzigartiger Zusammenschluss von autistischen Menschen und Wissenschaftlern, die gemeinsam erforschen, was Autisten als relevante Forschung empfinden. Menschen mit Autismus entscheiden im Rahmen der AFK selbst, welche Themen für sie als Betroffene relevante Themen sind und welche Fragestellungen für eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen wichtig sind. Alle Beteiligten sind aktiv in die Planung, Durchführung, Auswertung und Präsentation der Forschungsprojekte involviert. Die gewonnenen Erkenntnisse werden zum einen auf Fachtagungen präsentiert. Zum anderen werden daraus niedrigschwellige, aber inhaltlich hochwertige Informationsmaterialien für z.B. Ärzte und Therapeuten erstellt. Dadurch und darüber hinaus trägt die AFK durch ihre Aufklärungsarbeit in der Gesellschaft zu Wissen und Akzeptanz für autistische Denk- und Wahrnehmungsbesonderheiten bei und fördert das Verständnis für Neurodiversität.

LunA – Leipzig und Autismus e.V.

Richtig! Autistisch!

Der Verein verbindet Selbstvertreter*innen aus dem autistischen Spektrum, deren Angehörige und beruflich verbundene Fachleute. Durch Selbsterfahrung motiviert, ist die Verbesserung der Lebensqualität und Selbstbefähigung autistischer Menschen handlungsweisend. LunA e.V. entwickelt Bildungsangebote, Fachsymposien wie den Leipziger Autismustag, verschiedene Gruppenangebote und Workshop-Reihen. Eine Grundlage ist dabei die niederschwellige Bereitstellung von Kommunikationsmitteln für sprechende und nicht lautsprachlich kommunizierende Menschen sowie bedarfsgerechtes Material und Hilfsmittel zur barrierefreien Interaktion. Als anerkannte Teilhabeberatungsstelle (EUTB) umfasst die Peer-Unterstützung impulsgebende Anleitung und Aufklärung für selbstbestimmte Handlungswege. Der Verein gibt all denen, die individuelle Wege anstreben, Inspiration und Zuversicht. Wechselseitige Achtsamkeit, Respekt und Verantwortung gegenüber der eigenen und der Persönlichkeit anderer gestalten das Miteinander.

ALS-mobil e.V.

FÜR BETROFFENE VON BETROFFENEN

Der ALS-mobil e.V. wurde 2008 durch 3 Betroffene der Krankheit ALS* und deren Unterstützer gegründet. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen umfassenden Service speziell für ALS-Betroffene, deren Angehörige, Pflegekräfte und Therapiebegleiter anzubieten. Das beinhaltet Information und Beratung, gegenseitige Hilfe und gemeinsame Unternehmungen. Der ALS-mobil e.V. informiert, berät und unterstützt Betroffene bei Ansprüchen gegenüber den Sozialversicherungsträgern, in Fragen der Mobilität und bei der Neugestaltung persönlicher Lebenskonzepte. Diese Beratung erfolgt unter dem Motto "Von Betroffenen für Betroffene". Der ALS-mobil e.V. ist inzwischen mit fast 100 Mitgliedern einer der größten und der älteste Betroffenenverein in Deutschland. Er ist Initiator und Gründungsmitglied des Verbundes ALS Deutschland, in dem sich (fast) alle deutschen ALS-Vereine verbunden haben, um den Betroffenen eine gemeinsame Stimme zu geben.
*ALS ‒ Amyotrophe Lateralsklerose

Junge Aktive im BVL

Gemeinsam sind wir stark!

Die Jungen Aktiven im Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) sind eine Selbsthilfegruppe für 15- bis 35-Jährige, die sich unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark!“ in den letzten vier Jahren zusammen gefunden haben. In dieser Gruppe können Betroffene sich vernetzen, beraten lassen und finden Unterstützung. In Deutschland sind circa 3-8% der Bevölkerung von Legasthenie und 3-7% von Dyskalkulie betroffen, dennoch ist das Thema weitestgehend unbekannt. Obwohl die Mitglieder aus ganz Deutschland stammen, verbinden sie doch ähnliche Erfahrungen. Vorurteile begleiten sie ein Leben lang. Dies wollen sie nicht hinnehmen und sich gegenseitig stärken, um mit den Schwierigkeiten und Hürden, die es im Schul-, Ausbildungs-, Studiums-, Berufsalltag gibt, zu bewältigen. Hauptarbeit der Projektgruppe ist die Selbsthilfearbeit, die zum jetzigen Status eine starke Öffentlichkeitsarbeit erfordert.

Malteser Hilfsdienst e.V.

Weil Nähe zählt

Mit unserem Projekt Initiative gegen einsames Leben (I.G.E.L.) möchten wir verschiedene Angebote schaffen, um der Einsamkeit von Menschen wirkungsvoll zu begegnen. Aufgrund der großen Altersbandbreite der betroffenen Zielgruppe – es handelt sich um alle einsamen Menschen – haben wir uns entschieden, diese in einzelne Untergruppen zu unterteilen. Die erforderlichen Rahmenbedingungen sind je nach Altersgruppe unterschiedlich. So ist beispielsweise bei älteren Menschen eine Eins-zu-Eins-Betreuung sinnvoll. Dagegen kann in einer Gruppe einsamer jungen Mütter ein moderiertes Gruppentreffen dabei helfen die Einsamkeit aufbrechen, in welcher die Mütter sich gegenseitig motivieren und unterstützen und die Gruppensitzungen durch einen erfahrenen Moderator gesteuert werden.
Aktuelle Studien konnten nachweisen, dass Einsamkeit schädlicher ist, wie täglich 15 Zigaretten zu rauchen. Dabei ist ab 75 fast jeder 5 Mensch einsam und somit den gesundheitlichen Folgen ausgesetzt.

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