Behinderung / Teilhabe

Stiftung Cassiopeia

Wohnen - Selbstbestimmt!

Jeder behinderte Mensch hat laut UN-Behindertenrechtskonvention ein Recht auf eine selbst bestimmte Lebensführung. Die Cassiopeia Stiftung setzt sich für dieses Recht ein. Vor 10 Jahren gründete sie ein Wohnprojekt nach dem Leitbild „So will ich leben: eigenverantwortlich, selbst bestimmt, teilhabend, individuell, abgesichert - aber nicht allein“. Hierzu wurde ein bedürfnisgerechtes Apartmenthaus mit Gemeinschaftsräumen errichtet, in dem 12 junge Erwachsene mit Handicap in einer Hausgemeinschaft leben, wie und mit wem sie möchten. Sie wählen selbst ihren Unterstützungs- und Pflegedienst nach ihrem Bedarf aus – der entscheidende Unterschied zu bisher bestehenden Wohnangeboten für Menschen mit Handicap! Die ausschließlich ehrenamtlich arbeitende Stiftung begleitet das Wohnprojet und steht regionalen Initiativen beratend und ermutigend zur Seite. Ein zweites Wohnprojekt der Cassiopeia Stiftung ist in Gründung, ein weiterer Schritt zur Sicherung der Nachhaltigkeit der Stiftungsidee.

CDKL5 Alliance - Internationales Familientreffen

Zusammen. Leben mit CDKL5

Der Verein „CDKL5 Deutschland e.V.“ unterstützt Kinder, die unter dem seltenen Gendefekt CDKL5 leiden, und ihre Familien. Ein besonders wichtiges Ziel ist die Vernetzung von Patienten und der Austausch über Therapieansätze oder Hilfsangebote.Da nämlich CDKL5 ist äußerst seltener Gendefekt ist, stehen viele Betroffene oft alleine da. Alle zwei Jahre findet deshalb eine internationale Familienkonferenz in Europa statt. Im Jahr 2021 wird der Verein CDKL5 Deutschland e.V. diese Veranstaltung in Konstanz am Bodensee ausrichten. Erwartet werden Kinder und ihre Familien aus aller Welt, Fachärzte und Wissenschaftler. Den Kindern soll ein tolles Programm geboten und allen Beteiligten ein unvergessliches Wochenende bereitet werden. Dazu bedarf es entsprechender Pflegekräfte, Barrierefreiheit und vieles mehr, denn CDKL5-Patienten brauchen sehr viel Zuwendung. Alles in allem stellt die Organisation dieses Treffens eine große Herausforderung dar!

Projekt hochhinaus

Beweg Dich mit Handicap - Da geht mehr als du denkst!

Viele Kinder, Jugendliche, dazugehörige Eltern oder Erwachsene mit Behinderung haben Hemmungen an regulären Sportangeboten teilzunehmen. Gründe sind schlechte Erfahrungen, mangelnde zusätzliche Übungsleitungen, fehlende Kompetenz der Trainer/innen. Oder aber die ausbleibende Förderung und Forderung der individuellen Fähigkeiten und ein zu hoher Leistungsdruck in Breitensportgruppen. Genau hier setzen wir an und machen möglich, dass auch Kinder und Erwachsene mit Behinderung die Chance haben am Sport teilzunehmen und mittels des Kletterns Erfolge und Glücksmomente zu erfahren. Mit unserem Projekt zeigen wir Menschen mit Behinderung was sie in der Lage sind zu leisten. Wir zeigen ihnen, was sie können, obwohl sie dachten, dass es nicht möglich ist und wie sie über sich hinauswachsen können. Bei uns sind alle willkommen, ganz egal, ob auf den Rollstuhl angewiesen, am Rollator gehend, mit einer geistigen, einer körperlichen oder mit einer mentalen Beeinträchtigung.

FASD Deutschland e.V.

Schwanger?-Kein Alkohol!

In Deutschland sind mindestens 715.000 Menschen durch Alkohol in der Schwangerschaft ihr Leben lang beeinträchtigt. Diese Schädigungen können den Körper, den Geist und die Psyche betreffen und sind absolut vermeidbar. Daher setzt sich FASD Deutschland e.V. ehrenamtlich für die Prävention der Fetalen Alkohol Spektrum Störung (FASD), aber auch für die Menschen mit FASD ein. Ziel ist, die Prävalenzrate langfristig zu senken. Neben der Präventionsarbeit ist die Aktivierung der Vereinsmitglieder zur ehrenamtlichen Mitarbeit (z.B. Arbeitsgruppen) fester Bestandteil des Konzepts. Verschiedene Veranstaltungen (z.B. Fachforum) machen es möglich, ebenso Fachleute als Mitglieder und Multiplikatoren zu gewinnen. Seit mehr als 20 Jahren hat der Verein bundesweit eine Vorreiterrolle in der Hilfe und Selbsthilfe für Bezugspersonen und Menschen mit FASD und in der Lobbyarbeit für die Betroffenen als Patientenvertretung.

Sportquartett für Inklusion

Sport macht Spaß!

Der Sporttreff Karower Dachse e.V. will aus der Situation rund um das Corona-Virus etwas Positives mitnehmen. Er will mit dem Projekt "Sport macht Spaß!" die Inklusion und Teilhabe am Sport vorantreiben, sodass Sport für Alle zugänglich ist und auch Menschen mit Beeinträchtigungen offen steht. Der Verein bietet auf seiner Homepage gebärdete Sportvideos zum Mitmachen an. Parallel dazu wurde zusammen mit dem Sportclub Lebenshilfe Berlin e.V. und Special Olympics Berlin/Brandenburg ein Sportplakat entworfen, mit dem Menschen mit Beeinträchtigung eigenständig Sport treiben können. Hauptaugenmerk liegt jedoch auf dem Sportquartett für Inklusion. Die Koordination der Entwicklung übernimmt eine Inklusionslotsin. Diese knüpft die Kontakte zu Wohngruppen und Werkstätten. Vor Ort leiten Trainer Sportgruppen mithilfe des Quartetts an und werden von Sportassistenten unterstützt. Ziel ist es, Bewohner auszubilden, die nach Ende des Projekts mit dieser Hilfestellung weiter Kleingruppen anbieten.

HörMal Audiodeskription gUG

Hörerlebnisse und Begegnungen schaffen

HörMal Audiodeskription fördert mit dem inklusiven Service Audiodeskription die Barrierefreiheit bei öffentlichen Großveranstaltungen. Kultur- und Sportveranstaltungen sind für Menschen mit einer Behinderung meist nur eingeschränkt erlebbar. Live-Hörbeschreibungen (Audiodeskription) können vor allem Menschen mit einer Sehbehinderung Teilhabe erleichtern. Bei einer Audiodeskription beschreiben geschulte Reporter alle Geschehnisse detailliert und machen sie damit auditiv erlebbar. Über ein Audioguide-System können diese Beschreibungen live vor Ort empfangen werden. HörMal bringt Menschen mit und ohne Behinderung auf Veranstaltungen zusammen und bietet neben der kompletten – auch technischen – Umsetzung von Audiodeskription ein Rundum-Paket für Veranstalter (Beratung, barrierefreies Ticketing, Begleitservice). Wichtig ist bei allem der stetige Kontakt zu sehbehinderten und blinden Menschen. Mit ihnen gemeinsam werden Ideen und Konzepte für neue Veranstaltungen erarbeitet und umgesetzt.

Tierisch engagiert

Bauernhoftiere bewegen Menschen

Der 2019 gegründete Verein „Bauernhoftiere bewegen Menschen e.V.“ möchte möglichst vielen Klienten - vor allem Kindern mit Handicap und Senioren – tiergestützte Förderung zu erschwinglichen Konditionen ermöglichen. Jung und Alt kommen einzeln oder in kleinen Gruppen auf den Bauernhof und pflegen unter professioneller Anleitung Kuh und Co. oder sind in der Natur aktiv. Da alle Menschen Tiere mögen, sind sie hier mit vollem Herzen und maximalem körperlichem Einsatz dabei. Die Hühner, Schafe, Esel, Schweine und Kühe arbeiten ausschließlich als Co-Therapeuten: Sie sind dafür ausgebildet und trainiert. Das Besondere: Die Menschen werden nicht beschäftigt, sondern tun etwas für die Tiere und damit gleichzeitig auch für sich. Nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung lassen auf dem Biohof ebenfalls live erleben: aus selbst gesammelten Eiern Pfannkuchen backen, mit gekämmter Wolle spinnen und Vieles mehr. Diese sinnlichen & sinnvollen Tätigkeiten bewegen die Klienten buchstäblich und emotional.

Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen e.V.

Wir sehen weiter!

Der BSVW ist eine Selbsthilfeorganisation für sehbehinderte und blinde Menschen sowie für Menschen, die von einer Augenkrankheit mit Sehverlust betroffen sind. Von der ersten Info über Alltagshilfen bis zur Weichenstellung für die Zukunft: der BSVW bietet Information, Beratung und Hilfestellung. Der BSVW wurde 1921 gegründet und musste sich immer den veränderten Bedingungen in der Gesellschaft anpassen. Die aktuelle allgemeine Entwicklung des freiwilligen Engagements hin zu projektbezogener Arbeit stellt eine Herausforderung für eine Selbsthilfeorganisation dar. Es wird immer schwieriger, für die Ortsgruppen Vorstandsmitglieder zu finden, die bereit sind, längerfristig Verantwortung zu übernehmen und die damit verbundenen Verwaltungstätigkeiten zu erledigen. Die Zielgruppe hat sich mit der Aufnahme von Menschen mit einer Sehbehinderung und mit Augenpatienten verändert. Alle drei Bereiche müssen aktiv neu gestaltet werden, um die Zukunft dieser Selbsthilfe zu sichern.

Café B21

Begegnung genießen

Das Café B21 von Atrio Leonberg ist ein Ort der Begegnung in Leonberg-Eltingen. Hier ist jeder Mensch willkommen, egal ob mit oder ohne Behinderung, Jung oder Alt, von Nah oder Fern. Die Idee ist ein Zusammenleben in Vielfalt und ein lebendiges Miteinander. Ein inklusives Team aus Menschen mit und ohne Behinderung, Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen verwöhnt die Gäste hier gemäß dem Motto "Begegnung genießen" mit fair gehandelten Kaffeespezialitäten, frisch gebackenen Waffeln, Kuchen und kleinen Speisen. Außerdem finden vielerlei Veranstaltungen statt, die von Ehrenamtlichen oder gemeinsam mit Kooperationspartnern durchgeführt werden, beispielsweise Kinoabende, die inklusive Open-Stage-Veranstaltung "Wer kann der darf", Strickcafé, Spielecafé, Familiencafé und Schachnachmittag.

Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V.

Jedes Kind hat ein Recht auf eine Familie!

Gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention hat jedes Kind ein Recht auf Familie. Dies gilt auch für Kinder mit Behinderungen und chronischen Krankheiten oder Kinder, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können. Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. hilft und berät, wenn es um die Vermittlung von Kindern mit Behinderungen in geeignete Pflegefamilien geht. Dafür stehen zwei hauptamtliche Mitarbeiterinnen in der Geschäftsstelle des Vereins sowie insgesamt 27 Ehrenamtliche den Anfragenden zur Seite. Ziel ist die Vermittlung der Kinder in ein ihren Bedürfnissen gerechtes Familienumfeld. Neben der Vermittlungsarbeit ist die Selbsthilfe-Beratung der Pflegefamilien durch ehrenamtliche Berater*innen fester Teil des Konzepts. Es gibt Hilfestellungen in Fragen zur Jugend- und Sozialhilfe, zu verschiedenen Formen der Behinderung sowie zu Vormundschaft und Pflegschaft. Der BbP e.V. ist in seiner Art bundesweit einzigartig und leistet seit mehr als drei Jahrzehnten Pionierarbeit.

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