Behinderung / Teilhabe

Netzwerk Inklusion Hanau und Main-Kinzig-Kreis

Wir wollen Vielfalt in einer Gesellschaft die niemanden ausschließt.

Das Netzwerk Inklusion Hanau und Main-Kinzig-Kreis will Vielfalt in einer Gesellschaft, die niemanden ausschließt. Menschen mit Beeinträchtigung oder Behinderung sollen in der Gesellschaft nicht aufgrund ihrer Beeinträchtigung benachteiligt, sondern in allen Bereichen als vollwertige Bürger anerkannt werden. Das Netzwerk wird aufgebaut, um Menschen mit Beeinträchtigung oder Behinderung bei der uneingeschränkten Teilhabe in der Gesellschaft zu unterstützen. Inklusion soll in der Region vorangebracht werden, indem das Netzwerk Inklusionsinteressierte vernetzt und Ihnen eine Plattform zum Austausch und für Informationen zur Verfügung stellt. Gemeinsam kann man mehr erreichen und die Zukunft gestalten. Ängste und Unwissenheit sollen genommen, Schulen, Behörden, Vereine informiert und motiviert werden. Nach dem Motto: Es ist normal, verschieden zu sein. Inklusion geht alle an – überall!

Ludothek Köln (Ludokoeln)

„Kommunikation statt Isolation“; „Gemeinsam gegen einsam“

LUDOKOELN (Ludothek Köln) ist ein Pilotprojekt des Vereins IASG e.V. in Köln, der Spielkultur fördert. Ziel von LUDOKOELN ist es, eine Sammlung von mehr als 20 verschiedenen Indoor und Outdoor Geschicklichkeits- und Sportspielen (Table Shuffleboard, Novuss, Boccia, Jakkolo, Carrom, Table Bowling, Mölkky, Table Curling und andere) und mehr als 700 Gesellschaftsspielen aufzubauen und diese in einem festen Raum, der barrierefrei ist, bereit zu stellen. Dort können diese ausgeliehen und vor Ort gemeinsam 6 Mal pro Woche gespielt werden (barrierefreie Spieletreffs). Durch LUDOKOELN wird die regelmäßige Nutzung barrierefreier Angebote (barrierefreier Gebäudezugang, gemeinsame Beteiligung an allen Spielen) sichergestellt. Das Projekt ist damit ein wichtiger Bestandteil des Kölner Lebens auf dem Weg zur Inklusion, indem Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt Präzisionssport betreiben und ihre Freizeit gemeinsam und aktiv unter dem Motto „Kommunikation statt Isolation" gestalten.

„Ich will da rauf!“

Klettern für Menschen mit und ohne Behinderung

Der „Ich will da rauf!“ e.V. (IWDR) ist ein gemeinnütziger Verein, der Menschen über den Klettersport zusammenbringt. Seit 2008 organisiert er regelmäßige betreute Klettergruppen: Menschen mit und ohne Behinderung erleben gemeinsam die Freude am Klettern. „Ich will da rauf!“ steht für Inklusion durch ein gemeinsames Hobby – Klettern. Für die Teilnehmenden spielt es keine Rolle mehr, ob jemand eine Behinderung hat oder nicht, denn alle klettern ganz selbstverständlich mit. Dank des inklusiven Freizeitangebots haben die Teilnehmenden mit Behinderung eine tolle Möglichkeit erhalten, am gesellschaftlichen Leben in München teilzunehmen. Als Inklusionsbotschafter will IWDR zeigen: Inklusion kann gelingen und jeder kann mitmachen. Klettern ist ein ganzheitlicher Sport und trainiert sowohl den Körper als auch den Geist. Klettern fördert die Beweglichkeit, Ausdauer, Koordination, Gleichgewicht und stärkt die Muskulatur – und ist somit ein idealer Sport für alle.

Integratives Mutter-Kind-Haus

Wir sind für dich da!

Seit fast fünf Jahren unterstützt der gemeinnützige Mutter-Kind-Haus e.V. benachteiligte Kinder und Mütter, vorwiegend aus dem ländlichen Raum Rottal-Inn und Umgebung. Es ist dem Verein ein großes Anliegen, diese aufzufangen, eine sichere Zukunftsperspektive zu geben und sie nachhaltig in die Gesellschaft zu integrieren. Der Verein unterstützt eine Mutter-Kind-Haus Wohngruppe in Arnstorf, in der fünf junge Frauen wohnen, da sie mit der alleinigen Erziehung ihrer Kinder aus psychischen und/oder sozialen Gründen überfordert sind. Weiterhin leitet der Vein eine Außenwohnstätte in Arnstorf für drei Mütter mit Kindern. Der Bedarf an betreutem Wohnraum für Mütter mit geistiger Behinderung steigt stetig. Aus diesem Grund strebt der Verein an, eine Wohngruppe zu etablieren, die den Anforderungen dieser Mütter gerecht wird. Ferner soll ein inklusives Café eröffnet werden, welches jungen Frauen mit und ohne Benachteiligungen einen Berufseinstieg ermöglicht.

Das Geld hängt an den Bäumen

lokal, sozial, nachhaltig

Mit einer gärtnermeisterlich betreuten Gruppe von Menschen mit Handicap wird im Projekt Obst aus privaten Gärten und von Streuobstwiesen geerntet, das sonst ungenutzt bliebe. Daraus wird in einer Slow-Food-Mosterei exquisiter Direktsaft ohne Zusatzstoffe gepresst und im persönlichen Vertrieb im Großraum Hamburg verkauft. Alle Erlöse bleiben zu 100% in der gemeinnützigen GmbH und finanzieren dadurch die Arbeitsplätze der Mitarbeiter. So werden vergessene biologische Ressourcen genutzt, um gesellschaftliche Randgruppen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren und ein ökologisch wertvolles Produkt herzustellen. Das Projekt veranstaltet Social Days, bei denen Unternehmen und Ehrenamtliche das Team bei der Ernte unterstützen. So wird der Austausch zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen gefördert und ein schönes Erlebnis für die Partner des Social Days geboten. In diesem Jahr wurden eigene Streuobstwiesen angelegt, um nachhaltig Obst für die Säfte zu sichern.

befupark-hilfe-prignitz

Wir helfen dort, wo Hilfe gebraucht wird.

Die "befupark-hilfe-prignitz" hilft Menschen, die in Not geraten oder von Behinderung betroffen sind. Weiterhin hilft sie Behinderteneinrichtungen, Vereinen, Sporteinrichtungen, Kitas, Schulen, Menschen mit Parkinson (eigene Selbsthilfegruppe), Kindern und Jugendlichen, Frauen, Senioren und ausländischen Mitbürgern. Es wird Unterstützung bei Antragstellungen und Fundraising angeboten, die Suche von potenziellen Spendern, Stiftungen und Förderungen durch Staat und Kommunen wird durchgeführt. Die Initiative hilft weiter bei Blockaden zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen und ausländischen Mitbürgern mit Sport, Spiel und Spaß an der Sache, beispielsweise mit einem jährlichen Integrationssportfest. Die "befupark-hilfe-prignitz" ist in der Prignitz durch ihre Webseite bekannt und erhält laufend weitere Hilferufe.

Natur inklusiv

Begegnen ohne Barrieren: Miteinander engagiert

Viele Menschen wünschen sich eine intakte Natur. Das Bedürfnis, Natur zu genießen und sich durch freiwilliges Engagement am Naturschutz zu beteiligen, ist völlig unabhängig von individuellen Voraussetzungen. Doch für Menschen mit Behinderungen gibt es auch in der Natur noch viel zu viele Barrieren und viel zu wenige Möglichkeiten, um Gleichgesinnten auf Augenhöhe zu begegnen. „Natur inklusiv“ ändert etwas daran, denn hier schließen sich viele Akteure aus dem Naturschutz- und dem Sozialbereich zusammen. Ein Bündnis auf Bundesebene unterstützt dabei regionale Allianzen: In neuen Netzwerken finden Verantwortliche aus Naturschutz und Sozialwesen eine gemeinsame Basis für langfristige Kooperationen vor Ort. So entstehen vielfältige inklusive Aktionen, die das vorurteils- und barrierefreie Miteinander befördern. Engagement ohne Barrieren zeigt konkret, was gemeinsam erreichbar ist. Das „Natur-inklusiv“-Webportal und die -Kampagne verbreiten vorbildliche, nachahmenswerte Beispiele bundesweit.

Meer bewegen e.V.

Der Verein für barrierefreies Inklusionssegeln in Deutschland

Meer bewegen e.V. ist der Verein für barrierefreies Inklusionssegeln in Deutschland. Durch die Realisierung einer umfassenden Barrierefreiheit auf dem Wasser, die teilweise auf eigenen technischen Entwicklungen beruht, erhalten alle Teilnehmer Zugang zu einem aktiven Segelerlebnis mit maximaler Freiheit an Bord. Bei der Herausforderung, ein Boot zu steuern, erfahren die Segler ein völlig neues, intensives Körpergefühl. Die Erlebniswelt Wasser ist dabei inspirierend, stärkend und bereichernd zugleich. Durch das gemeinsame Segeln von Menschen mit und ohne Behinderung lebt der Verein täglich Inklusion. Der Segelsport eignet sich dafür ideal, denn hier hat zu jeder Zeit der Teamgedanke Vorrang. Alleinig der Wind bestimmt das Tempo – dadurch treten individuelle Behinderungen in den Hintergrund und die Segler bauen auf begrenztem Raum eine besondere Verbindung zueinander auf. Meer bewegen e.V. öffnet jedem Menschen diese Erfahrung, unabhängig von seiner individuellen Behinderung.

discovering hands

Verbesserte Brustkrebsfrüherkennung durch blinde Frauen

discovering hands® setzt den überlegenen Tastsinn blinder und sehbehinderter Frauen zur Verbesserung der Tastdiagnostik im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung ein. In einer 9-monatigen theoretischen und praktischen Fortbildung werden sie in qualifizierten Berufsförderungswerken zu Medizinischen Tastuntersucherinnen (MTU) ausgebildet, vor einem Fachgremium geprüft und in gynäkologischen Kliniken oder Praxen angestellt. Dieses innovative, standardisierte und qualitätsgesicherte Konzept schafft nicht nur zusätzliche Sicherheit für die Erkennung von Brustveränderungen, sondern ermöglicht Frauen mit Sehbehinderung, selbstbestimmt und sinnstiftend ihre besonderen Stärken zum Wohle der Gemeinschaft, im besten Fall lebensrettend, einzusetzen. Das discovering hands MTU-Forum e.V. will Medizinischen Tastuntersucherinnen durch Beratungs- und Betreuungsleistungen, Fortbildung und Ausgabe von Stipendien ein optimales Arbeitsumfeld ermöglichen; die operative Basis hierzu wird im Projekt erarbeitet.

Tabalingo

Sport ohne Leistungsdruck

TABALiNGO Sport & Kultur integrativ ist eine gemeinnützige Organisation in Stolberg in der StädteRegion Aachen, die seit 2010 ihren mittlerweile über 300 Teilnehmern integrativ-inklusive sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten bietet: Fußball und Ballspaß, Kreatives Tanzen und Paartanz, Theater und Schwarzlichttanztheater, Yoga, Tai Chi und Stockkampfkunst, Pump (Hanteltraining), Voltigieren, Bouldern und Graffiti sowie Ferien- und Wochenendfreizeitprojekte. Das Motto ist "Sport ohne Leistungsdruck".
Tabalingo bringt Menschen, für die das bisher aus verschiedenen Gründen nicht möglich war, in kulturelle Aktivitäten und den Sport: Tabalingo ermöglicht gerade Menschen aus sozial schwierigem Umfeld Teilhabe und eröffnet damit die Inklusion für Menschen mit Behinderung und schafft Begenung für die, die Vielfalt mögen und sich auf die Individualität der Anderen einlassen. Diese Verknüpfung hat einen enormen Zulauf an Menschen gebracht, der weiter anhält.

Seiten