Behinderung / Teilhabe

Kulturschlüssel Saar

Wir machen Kultur möglich. Gemeinsam. Für jedermann.

Das Saarland ist voller Kultur – doch nicht alle können diese Angebote nutzen. Vielen können aus den verschiedensten Gründen alleine nicht zu Veranstaltungen gehen. Menschen mit Behinderungen, Senioren, Migranten – viele haben keine Möglichkeit, raus zu kommen. Hier hilft der Kulturschlüssel Saar. Das Konzept des Kulturschlüssels Saar basiert auf drei Säulen: Auf der einen Seite gibt es die Kulturgenießer, die nicht alleine zu einer Veranstaltung gehen können. Für sie vermittelt das Projekt einen ehrenamtlichen Begleiter – das sind die Kulturbegleiter. Durch ihre Hilfe nehmen viele Menschen erstmals oder nach langer Zeit wieder am kulturellen Leben teil. Dann gibt es die Kulturspender – also die Veranstalter. Der Kulturschlüssel Saar spricht diese an, ob sie bereit sind, Freikarten für das Projekt zu spenden. Danach werden die Begegnungen organisiert, die im gesamten Saarland stattfinden.

WOHN:SINN

Plattform für inklusives Wohnen

Ein Großteil der Erwachsenen mit Behinderung wohnt auch noch in fortgeschrittenem Alter in der eigenen Herkunftsfamilie oder gegen den eigenen Wunsch in einer stationären Einrichtung. Gleichzeitig gibt es an vielen Orten bereits erfolgreiche inklusive Wohnmodelle, in denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammenleben. Diese Lücke will WOHN:SINN schließen! Sie wollen jedem Menschen das Leben in einer inklusiven Wohnform ermöglichen. Dazu haben sie die Plattform www.wohnsinn.org ins Leben gerufen und gründen gerade ein bundesweites Bündnis für inklusives Wohnen, um dem Problem mit Vernetzung, Beratung, Forschung sowie Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit zu entgegnen.

Autismus-Forschungs-Kooperation (AFK)

Forschung für Autisten durch Autisten

Die Autismus-Forschungs-Kooperation (AFK) ist ein ehrenamtlicher, bundesweit einzigartiger Zusammenschluss von autistischen Menschen und Wissenschaftlern, die gemeinsam erforschen, was Autisten als relevante Forschung empfinden. Menschen mit Autismus entscheiden im Rahmen der AFK selbst, welche Themen für sie als Betroffene relevante Themen sind und welche Fragestellungen für eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen wichtig sind. Alle Beteiligten sind aktiv in die Planung, Durchführung, Auswertung und Präsentation der Forschungsprojekte involviert. Die gewonnenen Erkenntnisse werden zum einen auf Fachtagungen präsentiert. Zum anderen werden daraus niedrigschwellige, aber inhaltlich hochwertige Informationsmaterialien für z.B. Ärzte und Therapeuten erstellt. Dadurch und darüber hinaus trägt die AFK durch ihre Aufklärungsarbeit in der Gesellschaft zu Wissen und Akzeptanz für autistische Denk- und Wahrnehmungsbesonderheiten bei und fördert das Verständnis für Neurodiversität.

LunA – Leipzig und Autismus e.V.

Richtig! Autistisch!

Der Verein verbindet Selbstvertreter*innen aus dem autistischen Spektrum, deren Angehörige und beruflich verbundene Fachleute. Durch Selbsterfahrung motiviert, ist die Verbesserung der Lebensqualität und Selbstbefähigung autistischer Menschen handlungsweisend. LunA e.V. entwickelt Bildungsangebote, Fachsymposien wie den Leipziger Autismustag, verschiedene Gruppenangebote und Workshop-Reihen. Eine Grundlage ist dabei die niederschwellige Bereitstellung von Kommunikationsmitteln für sprechende und nicht lautsprachlich kommunizierende Menschen sowie bedarfsgerechtes Material und Hilfsmittel zur barrierefreien Interaktion. Als anerkannte Teilhabeberatungsstelle (EUTB) umfasst die Peer-Unterstützung impulsgebende Anleitung und Aufklärung für selbstbestimmte Handlungswege. Der Verein gibt all denen, die individuelle Wege anstreben, Inspiration und Zuversicht. Wechselseitige Achtsamkeit, Respekt und Verantwortung gegenüber der eigenen und der Persönlichkeit anderer gestalten das Miteinander.

ALS-mobil e.V.

FÜR BETROFFENE VON BETROFFENEN

Der ALS-mobil e.V. wurde 2008 durch 3 Betroffene der Krankheit ALS* und deren Unterstützer gegründet. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen umfassenden Service speziell für ALS-Betroffene, deren Angehörige, Pflegekräfte und Therapiebegleiter anzubieten. Das beinhaltet Information und Beratung, gegenseitige Hilfe und gemeinsame Unternehmungen. Der ALS-mobil e.V. informiert, berät und unterstützt Betroffene bei Ansprüchen gegenüber den Sozialversicherungsträgern, in Fragen der Mobilität und bei der Neugestaltung persönlicher Lebenskonzepte. Diese Beratung erfolgt unter dem Motto "Von Betroffenen für Betroffene". Der ALS-mobil e.V. ist inzwischen mit fast 100 Mitgliedern einer der größten und der älteste Betroffenenverein in Deutschland. Er ist Initiator und Gründungsmitglied des Verbundes ALS Deutschland, in dem sich (fast) alle deutschen ALS-Vereine verbunden haben, um den Betroffenen eine gemeinsame Stimme zu geben.
*ALS ‒ Amyotrophe Lateralsklerose

Junge Aktive im BVL

Gemeinsam sind wir stark!

Die Jungen Aktiven im Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) sind eine Selbsthilfegruppe für 15- bis 35-Jährige, die sich unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark!“ in den letzten vier Jahren zusammen gefunden haben. In dieser Gruppe können Betroffene sich vernetzen, beraten lassen und finden Unterstützung. In Deutschland sind circa 3-8% der Bevölkerung von Legasthenie und 3-7% von Dyskalkulie betroffen, dennoch ist das Thema weitestgehend unbekannt. Obwohl die Mitglieder aus ganz Deutschland stammen, verbinden sie doch ähnliche Erfahrungen. Vorurteile begleiten sie ein Leben lang. Dies wollen sie nicht hinnehmen und sich gegenseitig stärken, um mit den Schwierigkeiten und Hürden, die es im Schul-, Ausbildungs-, Studiums-, Berufsalltag gibt, zu bewältigen. Hauptarbeit der Projektgruppe ist die Selbsthilfearbeit, die zum jetzigen Status eine starke Öffentlichkeitsarbeit erfordert.

Malteser Hilfsdienst e.V.

Weil Nähe zählt

Mit unserem Projekt Initiative gegen einsames Leben (I.G.E.L.) möchten wir verschiedene Angebote schaffen, um der Einsamkeit von Menschen wirkungsvoll zu begegnen. Aufgrund der großen Altersbandbreite der betroffenen Zielgruppe – es handelt sich um alle einsamen Menschen – haben wir uns entschieden, diese in einzelne Untergruppen zu unterteilen. Die erforderlichen Rahmenbedingungen sind je nach Altersgruppe unterschiedlich. So ist beispielsweise bei älteren Menschen eine Eins-zu-Eins-Betreuung sinnvoll. Dagegen kann in einer Gruppe einsamer jungen Mütter ein moderiertes Gruppentreffen dabei helfen die Einsamkeit aufbrechen, in welcher die Mütter sich gegenseitig motivieren und unterstützen und die Gruppensitzungen durch einen erfahrenen Moderator gesteuert werden.
Aktuelle Studien konnten nachweisen, dass Einsamkeit schädlicher ist, wie täglich 15 Zigaretten zu rauchen. Dabei ist ab 75 fast jeder 5 Mensch einsam und somit den gesundheitlichen Folgen ausgesetzt.

Netzwerk Inklusion Hanau und Main-Kinzig-Kreis

Wir wollen Vielfalt in einer Gesellschaft die niemanden ausschließt.

Das Netzwerk Inklusion Hanau und Main-Kinzig-Kreis will Vielfalt in einer Gesellschaft, die niemanden ausschließt. Menschen mit Beeinträchtigung oder Behinderung sollen in der Gesellschaft nicht aufgrund ihrer Beeinträchtigung benachteiligt, sondern in allen Bereichen als vollwertige Bürger anerkannt werden. Das Netzwerk wird aufgebaut, um Menschen mit Beeinträchtigung oder Behinderung bei der uneingeschränkten Teilhabe in der Gesellschaft zu unterstützen. Inklusion soll in der Region vorangebracht werden, indem das Netzwerk Inklusionsinteressierte vernetzt und Ihnen eine Plattform zum Austausch und für Informationen zur Verfügung stellt. Gemeinsam kann man mehr erreichen und die Zukunft gestalten. Ängste und Unwissenheit sollen genommen, Schulen, Behörden, Vereine informiert und motiviert werden. Nach dem Motto: Es ist normal, verschieden zu sein. Inklusion geht alle an – überall!

Ludothek Köln (Ludokoeln)

„Kommunikation statt Isolation“; „Gemeinsam gegen einsam“

LUDOKOELN (Ludothek Köln) ist ein Pilotprojekt des Vereins IASG e.V. in Köln, der Spielkultur fördert. Ziel von LUDOKOELN ist es, eine Sammlung von mehr als 20 verschiedenen Indoor und Outdoor Geschicklichkeits- und Sportspielen (Table Shuffleboard, Novuss, Boccia, Jakkolo, Carrom, Table Bowling, Mölkky, Table Curling und andere) und mehr als 700 Gesellschaftsspielen aufzubauen und diese in einem festen Raum, der barrierefrei ist, bereit zu stellen. Dort können diese ausgeliehen und vor Ort gemeinsam 6 Mal pro Woche gespielt werden (barrierefreie Spieletreffs). Durch LUDOKOELN wird die regelmäßige Nutzung barrierefreier Angebote (barrierefreier Gebäudezugang, gemeinsame Beteiligung an allen Spielen) sichergestellt. Das Projekt ist damit ein wichtiger Bestandteil des Kölner Lebens auf dem Weg zur Inklusion, indem Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt Präzisionssport betreiben und ihre Freizeit gemeinsam und aktiv unter dem Motto „Kommunikation statt Isolation" gestalten.

„Ich will da rauf!“

Klettern für Menschen mit und ohne Behinderung

Der „Ich will da rauf!“ e.V. (IWDR) ist ein gemeinnütziger Verein, der Menschen über den Klettersport zusammenbringt. Seit 2008 organisiert er regelmäßige betreute Klettergruppen: Menschen mit und ohne Behinderung erleben gemeinsam die Freude am Klettern. „Ich will da rauf!“ steht für Inklusion durch ein gemeinsames Hobby – Klettern. Für die Teilnehmenden spielt es keine Rolle mehr, ob jemand eine Behinderung hat oder nicht, denn alle klettern ganz selbstverständlich mit. Dank des inklusiven Freizeitangebots haben die Teilnehmenden mit Behinderung eine tolle Möglichkeit erhalten, am gesellschaftlichen Leben in München teilzunehmen. Als Inklusionsbotschafter will IWDR zeigen: Inklusion kann gelingen und jeder kann mitmachen. Klettern ist ein ganzheitlicher Sport und trainiert sowohl den Körper als auch den Geist. Klettern fördert die Beweglichkeit, Ausdauer, Koordination, Gleichgewicht und stärkt die Muskulatur – und ist somit ein idealer Sport für alle.

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