Behinderung / Teilhabe

Inklusion Muss Laut Sein

Inklusion Muss Laut Sein

Inklusion Muss Laut Sein ist ein Projekt mit Herz und Leidenschaft. In Deutschland leben mehr als 10 Millionen Menschen mit einer anerkannten Behinderung. Wo sind sie? Noch viel zu selten sind sie im öffentlichen Leben sichtbar. Inklusion Muss Laut sein kümmert sich daher um Barrierefreiheit im Alltag, vor allem bei Kulturveranstaltungen wie Konzerten, Festivals, Theater- oder Kinobesuchen. Die Initiative steht sowohl informierend (mit Website und Social Media) als auch helfend (mit einem Begleitpersonen-Netzwerk) sowie beratend (für Veranstalter, Einrichtungen, Festivals) und schulend zur Seite (mit Simulations-Equipment). Sie tritt ehrenamtlich für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein und versucht, Barrieren in den Köpfen abzubauen. Im Vordergrund steht nicht Mitleid, sondern Spaß an einer Welt, an der alle gleichberechtigt teilhaben. Kreative Aktionen und Inklusionstage wecken das Bewusstsein und bleiben im Gedächtnis. Denn: Nur wer laut ist, wird auch gehört!

Preddöhl International e.V.

Für viele Kinder ist es ein Traum, unbeschwerte Tage auf einem Bauernhof zu verbringen: Schafe zu streicheln, mit Katzen zu spielen, auf einem Pferderücken zu sitzen, am Lagerfeuer zu grillen und im Baumhaus die Welt von oben zu betrachten. Für viele Kinder mit Behinderung bleibt dieser Traum jedoch fast unerfüllbar. Preddöhl International e.V. möchte, dass dies auf seinem Hof anders ist. In den letzten Jahren hat der Verein in dem kleinen Dorf Preddöhl in der Prignitz mit viel Ehrenamt ein barrierefreies Bauernhofquartier mit Seminar- und Gästehaus geschaffen. Auf dem Hof leben Pferde, Esel, Schlittenhunde, Schafe und viele Kleintiere. Sie laden zum Beobachten, Streicheln und zu Abenteuern ein. Für die persönlichkeitsstärkende, inklusive Arbeit des Vereins spielen die Tiere eine große Rolle: Ob abenteuerliche Schlittenhundewanderungen (auch im Rollstuhl) oder Pferde-Zeit, Kinder mit und ohne Behinderung lernen mit den Tieren Selbstvertrauen und ein anderes Miteinander kennen.

downsyndromberlin e.V.

Der gemeinnützige Verein "downsyndromberlin e.V." wurde im Sommer 2015 gegründet und engagiert sich für mehr Lebensqualität von Menschen mit Down-Syndrom. Nahezu alle aktiven Mitglieder sind Eltern eines oder zweier Kinder mit dem Down-Syndrom. Die Familien werden im Alltag mit vielen Vorurteilen konfrontiert, die Menschen mit Down-Syndrom auf dem Weg in ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben „behindern“. Diesen Vorurteilen und Ängsten möchte der Verein begegnen mit Beratung, Aufklärung, Fortbildung und vielerlei Kontakten. Als Ansprechpartner, Mutmacher und Ratgeber für Familien, die ebenfalls ein Chromosom mehr zuhause haben, bieten die Vereinsmitglieder auch Informationen und Fortbildungen für Professionelle (Mediziner, Therapeuten, Erzieher, Lehrer etc.) an. Darüberhinaus organisieren sie kleine und große öffentlichkeitswirksame Aktionen, damit die Menschen in Berlin und Brandenburg ein realistisches Bild von Menschen, die mit dem Down-Syndrom leben, erhalten.

Sternschnuppen für behinderte Kinder e.V.

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen .

Der Verein „Sternschnuppen für behinderte Kinder e.V.“ wurde 2007 gegründet. Ziel des Vereins ist es, behinderten Kindern, ihren gesunden Geschwistern und Eltern mit besonderen Momenten eine gemeinsame Auszeit zu schenken. Die nicht behinderten Geschwister, auch Schattenkinder genannt, erhalten durch Krankheit und Behinderungen ihrer Geschwister oft weniger Aufmerksamkeit und subjektiv gesehen auch weniger Liebe. Neben den besonderen Momenten für die ganze Familie will der Verein gesunden Geschwistern, die oft unter der Erkrankung ihrer Geschwister leiden, von Psychologen unterstützte Auszeiten bieten.

Leben|s|LEITER

Wege in ein farbenfrohes Leben

Das Projekt Leben|s|LEITER richtet sich an Menschen mit einer psychischen Erkrankung, die sich kurz- oder mittelfristige Beratung und Begleitung in ihrem Lebensalltag wünschen. Das Projekt wird von ehrenamtlich engagierten Personen koordiniert und begleitet, die zum Teil hauptberuflich innerhalb der psychosozialen Versorgungslandschaft tätig sind. Aus dieser praktischen Tätigkeit hat sich die Erkenntnis ergeben, dass viele Menschen mit psychischen Erkrankungen eine sehr praxisnahe und gleichzeitig niederschwellige Unterstützung wünschen. Diese Art der Unterstützung muss nicht immer durch einen „Profi“ erfolgen. Vielmehr äußern Betroffene den Wunsch, mit jemanden über ihre Schwierigkeiten reden zu können, der diese wirklich aus eigener Erfahrung nachvollziehen kann. Eine Person, die aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen praxisnahe Tipps zum Umgang mit Krankheitssymptomen geben kann – ein Leben|s|LEITER.

Leben im Quartier – Wohnen für Generationen

Kooperation statt Konkurrenz

Das Projekt will Menschen mit Unterstützungsbedarf ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben ermöglichen, sie beim Erhalt ihrer sozialen Kontakte vor Ort unterstützen und ihre Lebensqualität stärken. Für dieses Ziel arbeiten der Nachbarschaftsverein piano e.V., die städtische Wohnungsbaugesellschaft GWG, fünf gemeinnützige Pflegedienste sowie die Stadt Kassel eng zusammen. Im Fokus steht neben der Anpassung von Wohnraum, der auch pflegebedürftigen und behinderten Menschen den Verbleib im vertrauten Quartier ermöglicht, vor allem die nachhaltige Verbesserung der sozialen Infrastruktur, die Stärkung der Nachbarschaften und der Aufbau von Bewohnernetzwerken. Stadtteiltreffs werden dabei zu Zentren des sozialen Lebens und Gemeinwesens. In ihnen unterstützen die Kooperationspartner die Bewohner darin, ihr Wohnumfeld attraktiver zu machen sowie die Stadtteil- und Quartiersidentifikation mit eigenen Angeboten zu stärken.

Basketball im Rollstuhl

Vom Reha- zum Trendsport

„Basketball im Rollstuhl“ hat sich zum Ziel gesetzt, dieser Sportart in der Region München und Umgebung einen Namen zu machen. Der dahinterstehende Verein Rollstuhlbasketball München e.V. schafft eine Plattform für die spektakuläre und faszinierende Sportart auf vier Rädern für alle interessierten Menschen – egal ob behindert oder nicht, weiblich oder männlich, jung oder alt, aktiv oder als Fan. Mit diesem Grundsatz möchte der Verein die sportliche Förderung von Interessierten an dem Sport, bis hin zur Qualifikation einzelner Sportler für Auswahlteams sowie die Entwicklung der gesamten ersten Mannschaft für höhere Ligen auf Amateurbasis verwirklichen.

Regenbogen-Bieger

Kurzzeitpflege mit Spaß in St. Peter Ording

Das Projekt „Regenbogen-Bieger“ unterstützt Familien, die nahe Angehörige und insbesondere Kinder mit Beatmung zu Hause pflegen. Dadurch sollen die Familien ihre persönlichen Ressourcen wieder stärken können. Den betroffenen Familien wird hierfür die Möglichkeit geboten, die Umgebung in Sankt Peter-Ording zu genießen und sich vor Ort zu erholen. Das Projekt stellt vier barrierefreie Appartements und vier Einzelzimmer für Kurzzeitpflege-Gäste zur Verfügung. Es gibt mehrere Unterstützungsmöglichkeiten wie Grund- und Behandlungspflege, pädagogische Betreuung am Vor- und Nachmittag oder die Begleitung bei familiären Unternehmungen. Das pädagogische Angebot beinhaltet die Einbindung ins gesellschaftliche Leben. Dadurch können die Kurzzeitpflege-Gäste ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten entsprechend gefördert werden und Spaß am rollstuhlgerechten Strand oder den zahlreichen Freizeitangeboten erleben.

Special Olympics Hamburg

„Special Olympics Hamburg“ verbindet Menschen mit und ohne geistige Behinderung durch Sport. Begegnungen, Kommunikation und gegenseitiges Verständnis sind die Schlüssel, um Menschen zusammenzubringen. „Special Olympics Hamburg“ wurde 2005 gegründet und hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Die Initiative ist erster Partner im Sport für Menschen mit geistiger Behinderung. Durch ein ganzjähriges Sporttraining in Kooperation mit Vereinen, Schulen und Einrichtungen und die Durchführung von Wettbewerben schafft sie für Sportler Möglichkeiten zur gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Mit dem bereits mehrfach durchgeführten „Special Olympics“- Sportfest wurde die größte Veranstaltung dieser Art auf Bundesebene etabliert. Durch weitere Veranstaltungen und wachsende Teilnehmerzahlen werden jährlich mehr als 10.000 Menschen erreicht – Athleten, Familien, Sportpartner, Freiwillige und Unternehmen.

SAM

… damit aus Krisen keine Katastrophen werden

Das Leben mit schwerbehinderten und schwerkranken Kindern stellt betroffene Eltern oft vor existentielle Grenzsituationen, für die es bisher keine offizielle Krisenintervention bzw. Notrufnummer gibt. Eine plötzliche Erkrankung des Kindes oder des pflegenden Elternteils kann zu einer unlösbaren Herausforderung werden, da behinderte Kinder aufgrund gesellschaftlicher Ängste und Vorbehalte nicht unproblematisch und schon gar nicht spontan anderweitig untergebracht werden können, um die Eltern kurzfristig zu entlasten. Deshalb soll mit SAM eine Krisenhotline (24/7/365) mit qualifiziert geschulten Ehrenamtlichen aufgebaut werden. Damit aus Krisen keine Katastrophen werden, soll SAM Soforthilfe bieten. Die Brisanz des zugrundeliegenden Problems zeigt sich in zahlreichen Anfragen von Eltern und Interessensbekundungen von Kommunen, Institutionen und Organisationen über den ursprünglich geplanten Versorgungsradius hinaus.

Seiten