Beschäftigung / Arbeit

JOBLINGE gAG Hanse

Gemeinsam gegen Jugendarbeitslosigkeit

Die Initiative JOBLINGE verfolgt das Ziel, einen nachhaltigen Beitrag gegen Jugendarbeitslosigkeit zu leisten. JOBLINGE bündelt die Kompetenzen aus Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft, um sozial benachteiligte junge Erwachsene auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Die Mitarbeiter der JOBLINGE gAG Hanse haben sich hinsichtlich eines speziellen Projektbausteins der Initiative, dem Kultur- und Sportprogamm, für das startsocial-Beratungsstipendium beworben. Dieses konnte vor der Beratungsphase aus unterschiedlichen Gründen nicht als fester Programmbestandteil etabliert werden, obwohl es deutlich zum übergeordneten Ziel der Initiative beiträgt. Mit der Unterstützung der Coaches konnte festgestellt werden, dass es an interner Strukturierung und Prozessoptimierung, geeigneten Partnern aus dem Kultur- und Sportbereich, passgenauen Akquise- und Werbematerialien sowie letztlich der Sicherstellung einer fortlaufenden Finanzierung fehlt.

SIR & HIRE

Call Them Newcomers

SIR & HIRE sind zwei Initiativen mit einem gemeinsamen Ziel: Sie bauen eine Brücke zwischen motivierten Newcomern (=Geflüchteten) und verantwortungsbereiten Unternehmen. Durch die vielen öffentlichen und privaten am Integrationsprozess beteiligten Institutionen ist die Situation für Newcomer sehr unübersichtlich. Die Brücke ist daher sehr wichtig. SIR & HIRE möchten sie zugänglich machen für andere Initiativen und somit Wettbewerber zu Kooperationspartnern machen und die Stärken jedes Einzelnen nutzen. Dafür sind die finanziellen Rahmenbedingungen als Ausgangspunkt für Gespräche definiert. Die Kooperation ermöglicht, eine größere Zahl von Newcomern schneller zu integrieren. Die Brücke steht derzeit auf drei Pfeilern: Definierte, offene Prozesse, eine IT-Plattform, die alle Angebote bündelt und effizientes Matching von Angebot und Nachfrage bietet, und ein Mentoren-Programm, in dem die Unternehmen vorbereitet und die Newcomer auch nach der Vermittlung begleitet werden.

Rückenwind im Job – Mentoring für Frauen

Rückenwind im Job

Rückenwind im Job ist ein Mentoring-Projekt für arbeitssuchende Frauen mit besonderem Vermittlungsbedarf: Alleinerziehende Frauen mit niedrigem Ausbildungsniveau und/oder mangelnden Deutschkenntnissen, aber auch Frauen, die aufgrund ihres biographischen Hintergrunds mutlos geworden sind. Ihnen werden ehrenamtliche Mentorinnen zur Seite gestellt, die selbst fest im Beruf stehen. Aufgrund der besonders schwierigen Lebenslagen der Mentees umfasst die Vorbereitung der Mentorinnen für ihre Aufgabe eine spezielle Schulung. Sie werden während des einjährigen Prozesses zusätzlich durch die Projektkoordinatorin begleitet, um adäquat und bedarfsgerecht handeln und beraten zu können. Ziel ist vor allem die Ermutigung und Stärkung der Mentees als Voraussetzung für ihre Integration in den Arbeitsmarkt und damit die Verwirklichung sozialer Teilhabe von Frauen, die dies aus eigener Kraft so nicht erreichen können. Dies geschieht in einem Prozess des gemeinsamen Lernens im Tandem auf Augenhöhe.

TrauDichPlus

Ahmet ist stolz! Er hat einen Ausbildungsplatz erhalten! Dorthin geführt hat ihn die Maßnahme „TrauDich“, die sein Profil erfasste und auf ein passendes Berufsfeld lenkte. Integro e.V., bei dem „TrauDich“ angesiedelt ist, half in 2015 auf diese Weise 90 und in 2016 bereits 60 Flüchtlingen, in den deutschen Arbeitsmarkt zu kommen. Dies gelingt durch Kooperation mit den JobGate-Messen der bildungsagentur GmbH, die 75% der so trainierten Flüchtlinge in Praktikum und Ausbildung bringt - zusätzlich unterstützt durch Individualakquise. Ein Stamm ehrenamtlicher Ausbildungslotsen aus Firmen („TrauDichPlus“) begleitet diese jungen Menschen bis zum Ende des 1. Ausbildungsjahres, um einen Abbruch zu verhindern. Dieses erfolgreiche Paket „TrauDichPlus“ wird in München bis zu 400 Jugendliche jährlich betreuen und in anderen bayerischen Städten erprobt werden. Mit größeren Firmen, Flüchtlings-Berufsschulen, Arbeitsagenturen, Heimen plant Integro eine deutschlandweite Umsetzung im Franchisesystem.

Kunst mit Durchblick

Kunst ist verrückt. Was ist normal?

Der Durchblick e.V. ist eine 1990 gegründete Psychiatriebetroffeneninitiative. Er ist aus einer informellen Gruppe hervorgegangen, die sich in der DDR im privaten Rahmen traf und gegenseitig bei der Bewältigung von psychischen Krisen unterstützte. Die künstlerische Arbeit ist eine der Wurzeln des Vereins und auch heute ein wichtiger Teil seiner Identität. In den Kreativgruppen der künstlerischen Werkstätten treffen sich Kunstinteressierte und Künstler. Sie stehen allen offen und helfen, ein anderes Bild von Psychiatrie zu vermitteln. Statt Vorurteilen und Ängsten werden Akzeptanz und Respekt gefördert. Es gibt keine Teilnahmepflicht oder andere Teilnahmebedingungen. Die Werkstätten werden in der Regel von ehrenamtlichen und meist psychiatrieerfahrenen Mitarbeitern aufrechterhalten. Zu den künstlerischen Werkstätten gehören Atelier-, Siebdruck-, Keramik-, Steinmetz- und Radierwerkstätte.

*nea Neustart

„Und? War das Vorstellungsgespräch erfolgreich?“ Bernd S., 56 Jahre, Ingenieur, lässt die anderen nur kurz zappeln: „Ja!“ Nach der 364. Bewerbung, in Eigeninitiative verschickt, nicht getrieben durch Druck vom Amt. Aber: „Ohne Euch hätte ich nicht durchgehalten!“ Er meint das Projekt „*nea Neustart“ und den seit 2006 gemeinnützig wirkenden Verein *nea e.V., dessen rund 160 Mitglieder ein „Handicap“ haben: Sie sind hochqualifizierte Fachkräfte und Akademiker – trotzdem arbeitssuchend oder in prekärer Erwerbslage. *nea e.V. bietet ihnen ehrenamtlich ein Selbsthilfenetzwerk, in dem sie sich gegenseitig Mut machen, weiterbilden und unterstützen, denn Arbeitslosigkeit und Prekariat sind keine selbstverursachten Einzelphänomene, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem. Die Folgen sind u.a. Verlust beruflicher Kontakte, Verarmung, Depression, Isolation und auch ein großer volkswirtschaftlicher Schaden. Hier setzt *nea e.V. an, enttabuisiert, klärt auf, bietet und fordert Veränderungen.

engage – participate – act

engage – participate – act

enpact e.V. wurde 2013 gegründet, um den Austausch und die Beziehungen zwischen Jungunternehmern aus den Start-up-Szenen Europas und der MENA-Region zu stärken. Seitdem wird das vom Auswärtigen Amt geförderte Mentoring-Programm „engage – participate – act“ für vielversprechende Jungunternehmer erfolgreich umgesetzt. Pro Jahr erhalten 60 Start-ups aus sieben Ländern ca. 3.500 Stunden Pro-bono-Leistungen durch erfahrene Unternehmer. Bislang konnten so schon 2.000 Jobs geschaffen werden. Im Fokus des Programms stehen der horizontale Wissenstransfer und die Förderung interkulturellen Verständnisses zwischen den Jungunternehmern. Neben dem Austausch und der Diskussion unternehmerischer Werte wird auch gesellschaftliches Engagement vermittelt. Dadurch entsteht ein brückenbauendes Netzwerk verantwortlicher Führungskräfte, die zum einen ein Beispiel gelebter Völkerverständigung zwischen Orient und Okzident sind und zum anderen innovative Lösungen für dringend benötigte Arbeitsplätze bieten.

Fluchthelfer

Straftäter, die im Gefängnis eine Haftstrafe verbüßen, haben während dieser Zeit oft keinen Zugang zu Arbeit oder einer Ausbildung. Die Rückfallquoten nach einer Entlassung steigen dadurch nachweislich. Die ohnehin geringen Chancen auf eine Arbeit und damit einen Neuanfang sinken. Hier setzt das Projekt "Fluchthelfer" der Enactus Mannheim in Kooperation mit der JVA Bruchsal an: In der hauseigenen Fahrradwerkstatt bauen Inhaftierte aus kaputten oder schrottreifen Drahteseln neue, individuelle Räder, die "Fluchthelfer Bikes". Verkauft werden die zertifizierten Räder über eigene Verkaufsaktionen und lokale Fahrradhändler. Die Gewinne fließen in das sich selbst tragende Projekt, das somit nicht auf Spenden angewiesen ist. Die Inhaftierten erlernen in der Werkstatt nicht nur neue handwerkliche Kompetenzen, sie erhalten auch Anerkennung außerhalb der Strafvollzugsanstalt und werden auf einen möglichen Einstieg in den Berufsalltag vorbereitet.

Afiyet olsun!

Multikulturelles Schulessen mit sozialem Mehrwert - Guten Appetit!

‚Afiyet olsun!’ versucht Frauen mit Migrationshintergrund den beruflichen Einstieg zu ermöglichen, in dem wir multikulturelles Bioschulessen in Kooperation mit Schulen, Kitas und Biobauern anbieten und somit zu einer Auseinandersetzung mit Vielfalt beitragen. Die beiden Förderziele unsere Projektes sind die Arbeitsintegration von Migratinnnen sowie die Förderung einer qualitativ und kulinarisch hochwertigen Essenskultur in Bildungseinrichtungen. Hierbei wollen wir das Augenmerk auf die kulturellen und persönlichen Ressourcen der zukünftigen Mitarbeiterinnen richten, die wir im Rahmen der Projekttätigkeit langfristig einstellen möchten.

Erlebnis. Beruf. Abenteuer.

Inklusion und biologische Vielfalt

Projektentwicklung von "Wir machen den Wald begreifbar" zu "Erlebnis. Beruf. Abenteuer."
Der CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen) Pfalz verknüpft in seinem Projekt "Wir machen den Wald begreifbar" die Themen Inklusion, biologische Vielfalt und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wir haben dieses Projekt gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern aus den Bereichen Behindertenhilfe, Jugendarbeit, Kommune, Naturschutz, Wissenschaft weiterentwickelt zu Erlebnis. Beruf. Abenteuer. Ziel: Jugendliche aus Förderschulen und prekären Familienverhältnissen werden fit gemacht für den 1. Arbeitsmarkt durch Verbesserung ihrer Schlüsselqualifikationen. In den dafür entwickelten handlungsorientierten Modulen geht es vor allem um den Erwerb von Sozialkompetenz, Motivation, Arbeitsplanung, Durchhaltevermögen. Innerhalb von 12-18 Monaten durchläuft eine Gruppe 3 Programme von jeweils 3 Tagen. Dazu gehören auch Bewerbertraining und das Kennenlernen von "grünen" Berufen.

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