Gesundheit / Krankheit

Medizinische Flüchtlingshilfe Düsseldorf

Die Medizinische Flüchtlingshilfe Düsseldorf ist eine Initiative von Medizinstudierenden, die sich zum Ziel gesetzt hat, die medizinische Versorgung der Geflüchteten zu verbessern und gleichzeitig Medizinstudierenden der HHU wesentliche Kompetenzen des ärztlichen Handelns zu vermitteln. Um dies zu erreichen, wurden folgende Hauptprojekte formuliert: Arztbesuche von Geflüchteten werden von Medizinstudierenden und Dolmetschenden begleitet, um bürokratische Hindernisse und Sprachbarrieren zu überwinden. Außerdem werden bilinguale Anamnesebögen in zahlreichen Sprachen erstellt und so das ärztliche Erstgespräch vereinfacht und beschleunigt. Aufklärungskampagnen sollen den Gesundheitszustand von Geflüchteten in Düsseldorf verbessern. Veranstaltungen wie Vorträge auf dem Campus, die auf die Flucht und Gesundheitsproblematik aufmerksam machen, und eine aktive Beteiligung in der Lehre geben Medizinstudierenden die Möglichkeit, wichtige Kompetenzen im Umgang mit Geflüchteten zu erwerben.

Selbsthilfe & Beratungsstelle

Gemeinsam auf dem Weg

Seit 2011 engagiert sich die Selbsthilfe & Beratungsstelle in Düsseldorf und bundesweit für Borderline-Betroffene und deren Angehörige. Von 2014 bis einschließlich 2018 wurden mehr als 4.000 Klienten beraten und betreut. Neben dem Angebot von Selbsthilfegruppen werden Betroffene auch bei der Therapieplatzsuche sowie dem Aufbau eines Helfernetzes unterstützt. Beratungen werden per E-Mail, Telefon, Chat oder persönlich vor Ort angeboten. Um die oftmals hilflosen Angehörigen zu unterstützen, werden ihnen gleiche Beratungsmöglichkeiten geboten. Für Fachpersonal aus dem Sozial- und Gesundheitssektor werden Schulungen durchgeführt und es gibt Unterrichtseinheiten für Berufsschulen im Bezug auf Entstehung, Auswirkung und Behandlung der Borderline-Störung. Die Selbsthilfe & Beratungsstelle setzt sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Arbeitskreisen und Gremien ein und möchte die Gesellschaft für psychische Erkrankungen sensibilisieren.

Aufklärung gegen Tabak e.V.

Tabak ist die größte Ursache für vermeidbare Krankheiten und frühzeitigen Tod in Deutschland. Aufklärung gegen Tabak startete 2012 auf Initiative eines Medizinstudenten in Gießen. Heute klären über 2.500 Medizinstudierende von 39 Universitäten in den D-A-CH-Ländern pro Jahr ehrenamtlich 25.300 SchülerInnen der fünften bis achten Klassen wirksam über die Vorteile des Nichtrauchens auf, bilden jährlich 15.000 KrankenpflegeschülerInnen und hunderte angehende Ärzte in der fundierten Entwöhnung am Patienten aus und betreiben die größten Tabakpräventions- und Entwöhnungsstudien weltweit. 78 Medizinfakultäten in 18 weiteren Ländern wurden von der deutschen Initiative als Education Against Tobacco in die Aktivität eingebunden. Das Netzwerk hat zwei wissenschaftlich fundierte Apps mit über 650.000 Nutzern für die Schulprävention entwickelt, die auch in Wartezimmern von Kliniken eingesetzt werden. Approbierte Mitglieder treten als Ärzteverband Tabakprävention mit der Politik in den Dialog.

Vis-a-vis

Gemeindediakonie-christlicher Dienst an Kranken und Gesunden

Vis-a-vis ist ein ökumenisches Projekt zur Begleitung und Unterstützung von kranken Menschen und ihren Angehörigen. Das Rückgrat des Projekts bilden speziell ausgebildete Pflegefachkräfte, die ehrenamtlich im Auftrag von Kirchengemeinden tätig sind. Die Vis-a-vis-Fachkräfte besuchen kranke Menschen, nehmen sowohl körperliche als auch spirituelle Nöte wahr und beraten in krankheitsspezifischen Fragestellungen oder über Angebote des Gesundheitswesens. Vor Ort entsteht ein Netzwerk mit Helfern aus der Kirchengemeinde und anderen Hilfeanbietern. Mit diesem Ansatz werden bestehende Angebote vernetzt und neue Ehrenamtliche zum Mitmachen motiviert. So werden pflegebedürftige Menschen wieder näher an ihre Umgebung herangerückt und Angehörige erhalten wertvolle Unterstützung.
In Deutschland ist Vis-a-vis vor neun Jahren entstanden - inspiriert von der internationalen Arbeit der Faith Community Nurses. Seit dieser Zeit haben sich an zehn Standorten in Deutschland Projekte etabliert.

Sorgen-Tagebuch e.V.

Sorgen-Tagebuch – das Tagebuch, das antwortet!

Viele Menschen sehen sich heutzutage mit Sorgen, Ängsten oder Problemen konfrontiert, über die sie sich nicht trauen mit Freunden, Familie oder Fachleuten zu sprechen oder sie haben niemanden, mit dem Sie über Ihre Gedanken sprechen könnten. Wenn sich die Probleme nicht alleine lösen lassen, begeben sich die Betroffenen oft im Internet auf die Suche nach Hilfe. Das Sorgen-Tagebuch bietet dort die Möglichkeit seine Gedanken aufzuschreiben und in einen geschützten und anonymen Rahmen in einen ersten unverbindlichen Dialog zu treten. Dazu stellt der Verein eine kostenlose Plattform bereit, auf der sich die Hilfesuchenden ein eigenes Tagebuch anlegen und führen können. Das besondere ist dabei, dass unser ehrenamtliches Team die Einträge aus Sicht des Tagebuchs beantwortet und den Menschen dadurch Mut machen und neue Blickwinkel aufzeigen will. Das Sorgen-Tagebuch ist eine erste Anlaufstelle, die bewirken möchte, dass Betroffene sich trauen Hilfe in Ihrem Umfeld in Anspruch zu nehmen.

(P)Sei Pate

(P)Sei Pate richtet sich an Menschen mit psychischer Belastung als Folge von traumatischen Erlebnissen. Professionelle Psychotherapeuten sind mit dem aktuellen Bedarf überlastet und viele Menschen erhalten nicht die Betreuung, die sie benötigen. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Masterstudierende der Psychologie und Diplompsychologen, die zwar helfen möchten, allerdings aufgrund mangelnder Ausbildung keine Therapie anbieten dürfen. Oftmals bedarf es jedoch keiner professionellen Therapie, sondern nur einer einfachen Begleitung. (P)Sei Pate hat dieses Potenzial erkannt und vermittelt Patenschaften zwischen belasteten Geflüchteten und Studierenden der Psychologie. Sie unternehmen gemeinsam belohnende Aktivitäten, die den Belasteten aus der sozialen Isolation holen und wieder ein Teil der Gesellschaft werden lassen. Dabei stehen die aktive Einbindung in Sportvereine, lokale Kulturangebote und die Teilnahme an Veranstaltungen des öffentlichen Lebens an erster Stelle.

Lebensdurst-Ich e.V.

Wir wollen, dass ihr lebensdurstig bleibt!

Lebensdurst-Ich e.V. ist ein gemeinnütziger Verein von jungen Erwachsenen für junge Erwachsene mit lebensbedrohlichen Erkrankungen. Die Idee zur Vereinsgründung entstand im Jahr 2011, als unsere Kommilitonin Tanja an schwarzem Hautkrebs erkrankte und verstarb. Unser Ziel ist es, die Betroffenen durch diese schwere Lebensphase zu begleiten und ihnen zu helfen, ihren Lebensdurst nicht zu verlieren, indem wir gemeinsam Zeit verbringen und schöne Momente erleben. Konkret umfasst unser Leistungsangebot Besuche in der Klinik und Zuhause sowie die Erfüllung von Herzenswünschen. Dies können Reisen, finanzielle Unterstützungen oder individuelle letzte Wünsche sein. Wichtig ist uns zudem der Austausch unter akut und ehemalig Betroffenen. Bei unserem jährlich stattfindenden, einwöchigen Lebensdurst-Ich-Segeltörn auf der Ostsee bieten wir den Betroffenen eine besondere Form des Austauschs. Teilhabe ermöglichen und den Lebensdurst so lange wie möglich aufrecht erhalten ‒ dafür engagieren wir uns.

Förderverein PEGASUS-Bremen e.V.

Jungen Menschen Flügel verleihen

Das Projekt PEGASUS der Bremer Krebsgesellschaft e.V. und der Förderverein PEGASUS-Bremen e.V. unterstützen gemeinsam Kinder und Jugendliche, deren Lebenssituation sich durch die Krebsdiagnose der Eltern oder Geschwister dramatisch verändert hat. Hier sind altersgerechte Informationen über die Krebserkrankung für die Kinder und Jugendlichen genauso wichtig wie die Erarbeitung von Strategien, um in der Situation zu bestehen. Die Verbindung mit anderen Kindern und Jugendlichen in einer vergleichbaren Situation und das Herauslösen aus der Isolierung, die eine Krebserkrankung häufig verursacht, kann eine große Hilfe sein. Das Projekt PEGASUS bietet den Kindern und Jugendlichen konkrete Hilfe in therapeutisch begleiteten Gruppen oder Einzelgesprächen an. Der Förderverein unterstützt das Projekt Pegasus mit Finanzen und dem Angebot von Aktionen (z.B. Klettern, Segeln, Laufen, Orchesterbesuche) um Raum für sorgenfreie Momente und die weitere Vernetzung der Kinder und Jugendlichen zu schaffen.

OSKAR-Sorgentelefon

Wir sind ansprechbar – immer.

Das OSKAR-Sorgentelefon für lebensverkürzend erkrankte Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, für deren Angehörige, für Fachkräfte und für Menschen, die in Trauer sind, ist eine weltweit einzigartige kostenlose und anonyme Telefonhotline. Bei OSKAR stehen 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr qualifizierte TelefonberaterInnen mit ihrem Einfühlungsvermögen und ihrem Fachwissen allen AnruferInnen zur Seite. Sie hören zu, spenden Trost, informieren und vermitteln hilfreiche Adressen weiter. Dieses niedrigschwellige Angebot erweist sich als ganz besonders wichtig, denn noch immer wird das Wort Kinderhospiz mit der „Finalphase“ eines unheilbar kranken Kindes verbunden. Deshalb schaffen viele betroffene Familien den Schritt zur Anfrage in einem Kinderhospiz nicht, weil sie meinen, damit die Hoffnung auf das „Leben“ ihres Kindes aufzugeben. OSKAR ist eine Brücke, die einen leicht zugänglichen Erstkontakt schafft.

PatientenBegleiter

Wege gemeinsam gehen

Begegnung auf Augenhöhe, das ist es, was neue Dialysepatienten am meisten brauchen. PatientenBegleiter sind selbst chronisch nierenkranke Menschen und Angehörige. Sie unterstützen ihre Mitpatienten ehrenamtlich in Krisenzeiten und bei Fragen zum Sozialrecht. Die Ehrenamtlichen kommen aus ganz Deutschland und werden zunächst an drei Wochenenden zentral in Mainz und Hannover ausgebildet. Danach stehen sie regional ehrenamtlich als Ansprechpartner für Prädialysepatienten, Dialysepatienten, Nierentransplantierte und deren Familien zur Verfügung. Meistens beim sogenannten Bettenlauf: Dabei gehen die PatientenBegleiter während der Dialysezeit (jeder Patient kommt dreimal pro Woche für etwa 4 bis 6 h zur Dialyse) durch die Behandlungsräume und fragen die Mitpatienten, ob diese gerade Unterstützung benötigen. Bisher wurden gut 100 chronisch Nierenkranke im Rahmen des Projektes ausgebildet und qualifiziert. Mit der digitalen Akademie können jetzt mehr PatientenBegleiter qualifiziert werden.

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