Gesundheit / Krankheit

Verrückt? Na und! Hochtaunuskreis

Verrückt? Na und! – Hochtaunuskreis bricht das Schweigen zum Thema seelische Gesundheit. Das Präventionsprojekt lädt junge Menschen im Alter von 14-25 Jahren zu einem offenen Austausch über die großen und kleinen Fragen zur seelischen Gesundheit ein. Es wird für Schüler, Freiwilligendienste, Konfirmanden und Auszubildende angeboten. Ein Team aus einem fachlichen Experten (Psychologe, Pädagoge) und einem persönlichen Experten (betroffener Mensch, der seelische Krisen bewältigt hat) führt Projekttage zum Thema durch. Am Ende outet sich der persönliche Experte zu seiner seelischen Erkrankung. Im Gespräch mit ihm erhält das komplexe Konstrukt seelische Gesundheit dann ein Gesicht. Es ist zum Greifen nah und dabei ganz normal. Verrückt? Na und! – Hochtaunuskreis ist ein einfaches, lebensnahes und wirksames Programm – entwickelt von Irrsinnig Menschlich e.V. Das Projekt steht für Prävention, Gesundheitsförderung und Antistigmatisierung. Projektziel ist es, junge Seelen zu stärken.

projekt:tanz e.V.

... und dann hab' ich einfach getanzt!

Tanz ist Begegnung - Begegnung mit sich selbst und anderen. Für die Tänzerinnen und Tänzer von projekt:tanz e.V. ist Tanzen auch eine Begegnung mit ihrer Krankheit, Morbus Parkinson. Das Tanzen stellt hier eine nichtmedikamentöse Begleittherapie dar, die nicht nur die Mobilität erhalten und verbessern soll, sondern durch das gemeinsame künstlerische Erlebnis auch eine Verbindung untereinander schafft und Lebensfreude vermittelt. Das Unterrichtskonzept von projekt:tanz verbindet Elemente aus Ballett, zeitgenössischem Tanz, Stepp- und Standardtanz, wobei die Kombination von Bewegung und Musik im Vordergrund steht. Zahlreiche durchgeführte Studien belegen einen positiven Nutzen von Sport und körperlicher Aktivität auf die Symptomatik von Morbus Parkinson. Das bedeutet, der Patient kann neben der medikamentösen Behandlung eigenverantwortlich handeln, sich mobilisieren und gegen die Krankheit angehen. Somit übernimmt er eine aktive Rolle in der Therapie.

Initiative für Gesundes Leistungsklima e.V.

Das ABC für persönliche Veränderung – mit Leichtigkeit und Spaß

Die Initiative für Gesundes Leistungsklima (IFGL e.V.) organisiert bundesweit Andere Burnout Cafés (kurz ABC). Die ABCs bieten Prävention und Nachsorge und damit eine spürbare Entlastung für Gestresste und Ausgebrannte auf ihrem Weg aus einer Lebenskrise. „Bei Euch bekomme ich konkrete Hilfe für meinen Alltag, die ich weder in der Reha noch beim Psychologen erhalten habe“, kommentierte ein Betroffener. Bereits über 67 themenzentrierte Selbsthilfeabende wurden in Neuss, Köln und München organisiert. Das neuartige Konzept steigert die Widerstandskraft der bisher über 960 Besucher seit 2013. Sie können Veränderungen im Leben wieder zulassen und diese eigenverantwortlich gestalten. Filmabende, Gesprächskreise oder Info-Abende über alternative Herangehensweisen runden das Angebot ab. Hinter der Idee steht IFGL e.V., die Aufklärungsarbeit in Öffentlichkeit und Unternehmen anstrebt, um psychische Erkrankungen zu enttabuisieren, damit Menschen langfristig gesund leben und arbeiten können.

Trostteddy und seine Freunde

„Ein Lächeln auf jedem Kindergesicht“ – das ist unser Ziel.

Trostteddy e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der es sich im Februar 2011 zum Ziel gesetzt hat, notleidenden Kindern durch selbstgestrickte Trostteddys ein Lächeln aufs Gesicht zaubern zu können, diese zu trösten und den Helfern damit zu ermöglichen, die Kinder in Ruhe behandeln zu können. Im Laufe der Jahre änderte sich der Vereinszweck etwas. Es kamen noch Aktionen für Flüchtlinge, Obdachlose und demenzkranke Menschen hinzu. Neugeborene erhalten jetzt einen „Glücksteddy“ für den Start ins Leben und die Erstklässler für den Start ins Schulleben. Den Obdachlosen spendet der Verein selbstgestrickte Mützen, Schals, Socken und Handschuhe. Die Flüchtlinge erhalten noch zusätzlich Trostteddys für die Kinder und Babykleidung. Die Demenzkranken erfreuen sich an großen Teddys, die ihnen den Gedanken an die Kindheit zurückgeben. Ebenfalls unterstützen wir in den Senioren- und Pflegeheimen die dortigen Ergotherapeuten mit selbstgehäkelten Bällen zur Gymnastik und zum Spiel.

Deutsche Morbus Perthes Initiative

Wenn Kinder hinken, stolpert das Leben

Die Deutsche Morbus Perthes Initiative begleitet Kinder und Eltern, die von der häufigsten orthopädischen Kinderkrankheit Morbus Perthes betroffen sind. Sie ist die einzige deutsche Initiative für diese Krankheit, die jedes 1250. Kind bekommt. Von der Krankheit betroffen sind Kinder im Alter von 2 bis 15 Jahren. Die Behandlung dauert bis zu fünf Jahre und belastet die ganze Familie extrem. Jedes Jahr kommen circa 2.900 Neuerkrankungen hinzu. Bei der Krankheit zerstört sich die Hüftgelenkskugel des Oberschenkelknochens, manchmal auch beide, gleichzeitig oder nacheinander. Die meisten Ärzte in der Grundversorgung kennen diese Krankheit nicht. Deshalb finden immer noch sehr viele Fehlbehandlungen mit verherenden Folgen für die Kinder statt. Die Deutsche Morbus Perthes Initiative setzt sich dafür ein, dass alle betroffenen Kinder eine optimale medizinische Behandlung erhalten und zwar bei auf diese Krankheit spezialisierten Ärzten.

Borderline-Netzwerk

Von Betroffenen - für Betroffene

Borderline-Netzwerk e.V. ist ein Selbsthilfeverein von Lebenskünstlern, die aufgrund von (Bindungs-)Traumatisierungen in der Kindheit und Jugend zu diesen werden mussten. Der Verein bietet eine Austauschplattform im Rahmen eines Online-Forums inkl. integriertem Chat an. Im Fokus steht, sich gegenseitig auf den individuellen & kreativen Lebenswegen zu unterstützen, sowie Krisen durch das entstehende Gemeinschaftsgefühl überwinden zu können (Slogan: „Du kannst es nicht alleine schaffen, doch nur du alleine kannst es schaffen”). Es werden Informationen zur Thematik bereitgestellt, eine Vernetzungsfunktion sowohl zwischen einzelnen Projekten übernommen, als auch zwischen Betroffenen, Angehörigen und Experten. Wir bemühen uns aktiv um eine Verbesserung der Versorgungssituation (therapeutische/psychiatrische) für Betroffene. Des Weiteren sind Workshops im Rahmen von Präventionsangeboten, Informationsvorträge für professionell Beteiligte und eine Erweiterung der regionalen Angebote geplant.

Soziales Mentoring für Integration

Psychosoziale Versorgung von Flüchtlingen u. Migranten

Gegenwärtig engagieren sich in Deutschland viele tausend ehrenamtlich Helfende, um Geflüchteten einen guten Start in unserem Land zu ermöglichen. Ungefähr die Hälfte der Ankommenden ist mit psychischen Problemen oder Traumata belastet. Das stellt die Helfenden vor große Herausforderungen. Ohne passgenaue Versorgung werden psychische Probleme weiter verstärkt, weil Bewältigungsversuche fehlschlagen. Die Arbeit der Helfenden ist gleichzeitig soziales Mentoring und Integrationsarbeit (somenti). Allerdings geraten sie als Laien während der interkulturellen Kontakte nicht selten an die Grenzen der eigenen Belastbarkeit. Tritt Erschöpfung ein, droht das Engagement abzubrechen. Verwaltungen oder Behörden können hier nicht einspringen, eher besteht die Gefahr, dass die Welle der Hilfsbereitschaft abebbt. Das somenti-Projekt will die Widerstandskraft der Helfenden für die kulturelle Herausforderung stärken und sie durch den Aufbau einer psychosozialen Koordinationsstelle unterstützen.

Lost Voices Stiftung

"Wir geben den Betroffenen wieder eine Stimme"

Lea liegt mit einem schweren Infekt im Bett. Die massive Erschöpfung und die Schmerzen werden immer schlimmer. Ausruhen bringt keine Erholung. Sie muss von ihren Eltern versorgt werden. Besuche strengen sie zu sehr an. Soziale Isolierung macht sich breit. Nach einer zweijährigen Ärzteodyssee die Diagnose: Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS). So wie Lea geht es ca. 300.000 Menschen in Deutschland. Es sind vor allem junge Menschen, die durch einen Infekt aus dem Leben gerissen werden. 25% von ihnen sind pflegebedürftig. ME/CFS ist eine bisher unheilbare chronische Multisystemerkrankung, die alle Dimensionen sprengt. Sie stellt einen blinden Fleck des deutschen Gesundheitssystems dar. Es existiert hierzulande keine medizinische, soziale und pflegerische Versorgung für Menschen mit ME/CFS. Für diese verlorenen Stimmen setzt sich die Lost Voices Stiftung ein, um sie ins Blickfeld des Gesundheitssystems zu rücken und Lösungen für die unerhörte Situation zu finden.

PSU-Akut e.V.

Den Helfern helfen

Ärzte und Pflegekräfte in der Akutmedizin sind täglich mit den Grenzen menschlicher Existenz konfrontiert. Ausnahmesituationen werden zur dauerhaften Belastung, ohne dass die Helfenden bisher adäquat unterstützt werden. Dies hat negative Konsequenzen für alle: Es leiden Patientensicherheit sowie Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Helfer.
Der gemeinnützige Verein PSU-Akut e.V. handelt unter dem Motto "Den Helfern helfen" und plant, in den nächsten drei Jahren eine kollegiale, nachhaltige, psychosoziale Unterstützung in einem stetig wachsenden Netzwerk zu etablieren, die anerkannter Teil des klinischen Alltags in der Akutmedizin ist. Dabei entsteht ein PSU-Akut-Netzwerk zwischen Kliniken, Praxen, Notarztstandorten und anderen Organisationen. PSU-Akut will ein komplettes Angebot von Beratung, Ausbildung, Schulung und Begleitung bei der Etablierung des Peersystems an Klinken bieten können und als Referenzstelle für psychosoziale Unterstützung in der Akutmedizin wahrgenommen werden.

Helden für Herzen e.V.

Verein zur Unterstützung schwerkranker Kinder und Jugendlicher

„Wir bringen Kinderaugen zum Strahlen!“ ist das erklärte Ziel des gemeinnützigen Vereins Helden für Herzen e.V.
In der Rolle und im Kostüm von Superhelden, Film-, Märchen- oder Comicfiguren schaffen die Mitglieder magische Momente für Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Krankheiten, schweren Behinderungen oder sozialen Benachteiligungen. Ein kleiner Beitrag mit großer Wirkung: Für einen Tag die alltäglichen Sorgen und Belastungen hinter sich zu lassen, weckt bei Kindern und Angehörigen Mut und Kraft für die Tage und Monate danach. Neben den Besuchen in Institutionen sorgen die Superhelden auf Benefiz- oder Informationsveranstaltungen für die nötige Aufmerksamkeit, rühren die Spendentrommel kräftig an und bauen Hemmschwellen gegenüber schwierigen Themen wie Tod oder Trauer ab. Der Einsatz der Ehrenamtlichen ist kostenfrei.

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