Gesundheit / Krankheit

Crystal Selbsthilfe Bautzen

„Crystal Selbsthilfe Bautzen“ ist ein offener Treffpunkt von ehemaligen Crystal-Konsumenten und findet regelmäßig als eine Art loser Stammtisch beim Billard oder Bowlen statt. Innerhalb dieses ungezwungenen Kontextes werden persönliche Probleme mit Suchtdruck und der Bewältigung des Alltags erörtert und reflektiert. Zusätzlich zum offenen Treffpunkt stehen alle Mitglieder in einer geschlossen Facebook-Gruppe miteinander in Kontakt. Ziel ist es, den jungen Erwachsenen den Rahmen eines suchtmittelfreien Umfeldes zu bieten. Die Betroffenen sollen die Möglichkeit haben, Rat und Hilfe auf Augenhöhe zu bekommen, die es ihnen perspektivisch ermöglichen dauerhaft abstinent zu werden und wieder ein "normales" Leben zu führen können.

Humanitäre Hilfe für Uganda – Verl e.V.

„Humanitäre Hilfe für Uganda – Verl e.V.“ möchte die medizinische Versorgung der Bevölkerung Ugandas verbessern. In Uganda werden schwerverletzte Menschen häufig unter heftigsten Schmerzen auf Ladeflächen von Pick-Ups transportiert oder sie versterben direkt an der Unfallstelle, da keine medizinische Hilfe erreichbar ist. Deshalb ist der Aufbau eines flächendeckenden Rettungsdienstes in Uganda das große Ziel von „Humanitäre Hilfe für Uganda“. Der Verein hat 2011 den ersten Standort in Uganda mit zwei Rettungsfahrzeugen an einem Krankenhaus aufgebaut. Mittlerweile unterstützt der Verein fünf Krankenhäuser und 18 Gesundheitsstationen mit verschiedenen Projekten. Dabei wird mit der ugandischen Regierung und anderen Organisationen in Uganda zusammengearbeitet, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten.

Fruchtalarm

Du musst kein Obst sein, um zu helfen!

Das Kinderkrebsprojekt „Fruchtalarm“ ist im Jahr 2010 aus der Betroffenheit einer Bielefelder Familie entstanden und finanziert sich rein über Spenden. Seitdem rollt die mobile Kindercocktailbar einmal wöchentlich über die Flure von zehn Kinderkrebsstationen in Deutschland. Beim „Fruchtalarm“ werden aus verschiedenen Säften und Nektaren, Sirupsorten und Eiswürfeln bunte und geschmacksintensive Fruchtcocktails kreiert. Die leckeren Drinks mixen die jungen Patienten direkt am Krankenbett nach den eigenen Wünschen. „Fruchtalarm“ fördert so die Aktivität, Selbstbestimmung und Lebensfreude und bietet in einem fremdbestimmten Klinikalltag eine Abwechslung für die erkrankten Kinder und Jugendlichen. Durch die Chemotherapie, die die Patienten passiv über sich ergehen lassen müssen, ist die so wichtige Flüssigkeitsaufnahme oft erschwert. „Fruchtalarm“ hilft, die notwendige Kraft für weitere Behandlungen zurückzugewinnen und bringt Freude und Abwechslung in den Klinikalltag.

Münchner Aktionswerkstatt Gesundheit

Stadtteil als gesunder Lebensort unabhängig von soziale Ungleichheit

Die „Münchner Aktionswerkstatt Gesundheit“ – kurz „MAG's & More“ – möchte ein gesundes Lebensumfeld gestalten. In diesem Umfeld sollen gesunde Ernährung, Gesundheit an Schulen und Kitas, allgemeine Gesundheitsversorgung, Bewegungsanreize im öffentlichen Raum, nutzbare Grünflächen und gute Nachbarschaften zusammenwirken. Dazu aktiviert der Verein vor allem diejenigen, die in den Wohngebieten leben und arbeiten. Der Verein arbeitet diesbezüglich mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und älteren Menschen. Einbezogen werden auch Vereine, Multiplikatoren in sozialen, bildungs- und gesundheitsbezogenen Einrichtungen, die Stadtverwaltung und die lokale Politik. Zum Angebot des Vereins gehören Projektfinanzierungen und -durchführungen, Öffentlichkeitsaktionen, Veranstaltungsorganisationen, Moderationen und Schulungen, aber auch Motivationsarbeit und die Unterstützung von bürgerschaftlich Aktiven.

Zahnmobil

Hilfe mit Biss

Die Idee des Ehepaars Mannherz, ihre Professionalität zum Wohle mittelloser Menschen einzusetzen, hat zur Entwicklung einer mobilen Zahnarztpraxis geführt. Das Ziel von „Zahnmobil“ ist die zahnmedizinische Versorgung mittelloser Menschen, die sich am Rande der Gesellschaft befinden und den Weg zum Zahnarzt scheuen. Die Unterstützungsbereitschaft von Zahnärzten, Dentalfirmen, Spendern, Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern ermöglichte die Realisierung des Projekts. Seit dem ersten Einsatz im April 2012 konnte durch das „Zahnmobil“ über 1.200 Menschen geholfen werden.

Uni hilft

In Deutschland erkranken jährlich circa 12.000 Menschen an einer bösartigen Erkrankung des Knochenmarks, wie zum Beispiel Leukämie. Für diese Menschen ist eine Stammzellspende oft die letzte Chance auf Rettung. Auch für die Therapie von angeborenen Immundefekten wird heutzutage eine Stammzellspende verwendet. „Uni hilft“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Menschen zu helfen. Das rein studentische Projekt der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. führt seit 2007 regelmäßige Typisierungsaktionen in Deutschland durch. Dabei geht es um Aufklärung und um die Gewinnung von neuen potentiellen Spendern für das Stammzellspenderegister. Ziel ist, dass neben der Sensibilisierung für das Thema der Organspende auch für die Stammzellspende in Zukunft ein stärkeres Bewusstsein in der Bevölkerung geweckt wird.

Plietsche KinderKüche

„Plietsche KinderKüche“ schafft ein Bewusstsein für gesunde Ernährung bei Schülerinnen und Schülern, da viele von ihnen unter den Folgen von Mangel- und Fehlernährung leiden. Kinder, Jugendliche und Eltern werden von „Plietsche KinderKüche“ dabei unterstützt, sich mit ihrer eigenen Ernährungssituation auseinander zu setzen und förderliche Maßnahmen in den Alltag zu integrieren. Neben dem Spaß am gemeinsamen Kochen und Essen geht es um das Erlernen handwerklicher Grundlagen der Nahrungszubereitung, verstärkte Lese- und Sprachförderung in Kleingruppen und um die langfristige Verfestigung des Wissens und dessen Transfer in den Alltag. Derzeit kochen acht Ehrenamtliche an vier Schulen mit 80 Kindern rund 1.500 gesunde Mahlzeiten pro Schuljahr. Sie machen Ausflüge zu Biobauernhöfen, Kräutergärten und veranstalten Kochevents mit Infoveranstaltungen für Eltern. So entdecken die Schüler mit „Plietsche KinderKüche“ die Welt der gesunden Ernährung.

FoodFighters

Projekt-Globaler-Wegwerf-Wahnsinn

Die Initiative „FoodFighters“ setzt sich aktiv für den verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln ein. In diesem Rahmen leistet die Initiative Aufklärungsarbeit zum Thema Lebensmittelverschwendung und nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln. „FoodFighters“ organisiert hierfür Veranstaltungen, Konferenzen und Aktionen für ein breites Publikum. So werden beispielsweise Kochkurse an Schulen und spezielle Schulungen für Multiplikatoren durchgeführt. „FoodFighters“ arbeitet gleichzeitig am Aufbau eines fachspezifischen, internationalen Netzwerkes aus Einzelpersonen, Organisationen, Unternehmen sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen, die den verantwortlichen Umgang mit Lebensmitteln verfolgen.

Projektwoche für diabet. Kinder & Jugendliche

Diabetes Typ 1 ist die häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern. Der Umgang mit der Krankheit setzt Akzeptanz, Eigenverantwortung und Selbstbewusstsein der Betroffenen voraus. Ihr Alltag ist geprägt durch eine aufwändige Therapie mit bis zu 4.000 Blutzuckerkontrollen jährlich. Gleichzeitig erfahren die Kinder aus ihrer Umgebung sehr wenig Unterstützung. Seit 23 Jahren führen engagierte Eltern in den Sommerferien eine siebentägige "Projektwoche für diabetische Kinder und Jugendliche" durch. Die medizinische Betreuung wird durch einen Tagesplan bei ärztlichen Besprechungen mit dem Diabetes-Team der Universität Leipzig sichergestellt. Die umfassende Betreuung übernehmen Eltern, die dafür ihren Jahresurlaub nehmen. In der kurzen Zeit gelingt es, dass die Kinder selbstständiger, stärker und motivierter werden. Einige Kinder nehmen nun selbst als Betreuer teil. Sie sind damit auch Berater, da sie sich besser in das Gefühlsleben der Kleinen hineinversetzen können.

EinDollarBrille

Hilfe für 150 Mio. Menschen

„EinDollarBrille e.V.“ hilft Menschen in einkommensschwachen Ländern, die bislang mit einer Fehlsichtigkeit leben mussten. Die weltweit rund 150 Millionen betroffenen Menschen leben häufig von weniger als einem US-Dollar am Tag und können sich daher keine Brille leisten. Die „EinDollarBrille“ kann von Menschen vor Ort nach einem Biegetraining hergestellt und an Landsleute verkauft werden. Die Materialkosten für eine Brille liegen bei rund einem US-Dollar, der Verkaufspreis bei bis zu drei Tageslöhnen. Bisher ist das Projekt in acht Ländern verbreitet. Die Expansion in weitere Länder wird durch Spenden finanziert. Aus dem Verkaufspreis der Brillen werden die Gehälter im Land bezahlt und Material für neue Brillen nachgekauft. Der Verein ermöglicht so eine kontinuierliche, finanziell unabhängige augenoptische Grundversorgung der Bevölkerung in Entwicklungsländern.

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