Migration / Zusammenleben

Neue Wege – Miteinander e.V.

Wertschätzung von Vielfalt ist ohne Angst verschieden zu sein (Adorno)

Der Verein Neue Wege – Miteinander hat die Zielstellung, Demokratie, Anerkennung und Respekt zu fördern und zu festigen und setzt sich für Chancengleichheit und gegen Rassismus und Antisemitismus ein. Der Verein schafft im Rahmen des Projektes ATELIER VIELFALT Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene mit empathisch-dialogisch ausgerichteten Elementen, um die Selbstverwirklichung junger Menschen stärkend zu begleiten und ihre eigene Identität zu stärken. Dazu gehören künstlerische Elemente, aber auch andere Formen des aktiven Einbringens der TeilnehmerInnen. Ein großes Anliegen ist, die potenzielle Schnittstelle zwischen Generationen und Kulturen zu sein und die Anerkennung anderer Kulturen und verschiedener Herkunft zu fördern. „Keiner ist besser, nur anders – JEDER hat Stärken“. Der Verein setzt sich dafür ein, den Dialog der deutschen und ausländischen Jugendlichen zu fördern und die Erkenntnis zu ermöglichen, dass nur das „Wir“ uns weiterbringt.

Kultur- und Familienzentrum "Mosaika"

Migranten für Bischofswerda

In Bischofswerda-Süd soll mit Unterstützung von hochqualifizierten Künstlern und Pädagogen (zum größten Teil mit Migrationshintergrund) das Kinder- und Familienzentrum weiterentwickelt werden. Das Zentrum bietet vielseitige und bedarfsorientierte kulturelle und gesellschaftliche Angebote für Migranten und Einheimische, die auf die ganze Stadt ausstrahlen. An der Arbeit sind auch Flüchtlinge aus Hoyerswerda beteiligt. Sie nehmen an Aufführungen von Sommer- und Neujahrsmärchen nicht nur als Zuschauer, sondern als Mitwirkende teil. „Mosaiksteine“ des Zentrums – Kinder-Musiktheater, Russische klassische Malerei, Flugzeugbau, ästhetische Früherziehung, Diskussionsklub, klassischer und moderner Tanz für Kinder, orientalischer Tanz für Frauen, offener Jugendtreff und Frauenklub – stärken den Zusammenhalt der Bürger, stellen eine Alternative zum Medienkonsum dar und bieten den Migranten-Kursleitern eine Möglichkeit, etwas für ihre neue Heimat zu tun und sich weiter zu professionalisieren.

Townbee

Bee the change

Townbee geht mit seinem Projekt zwei unterschiedliche Probleme an, verbindet diese und versucht so, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und die Welt ein kleines bisschen besser zu machen: das anhaltende Bienensterben, welches eine große ökologische Bedrohung darstellt, auf der einen Seite und die aktuelle Flüchtlingssituation und die anhaltende Integrationsproblematik auf der anderen Seite. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Firmen werden auf deren Grundstücken in München Bienenstöcke aufgebaut. Die Bienenvölker werden dann von Flüchtlingen unter der Anleitung von Studierenden und professionellen Imkern betreut. Als letzter Schritt wird zusammen geerntet und der selbstgemachte Honig individuell im Namen der Partnerfirmen etikettiert und an diese verkauft. Durch dieses System schafft man ein Netzwerk, das Geflüchtete und Einheimische zusammenbringt.

Singasylum e.V.

Wir sind bunt

Singasylum e. V. ist ein Projekt, das Geflüchtete bei der Integration in unsere Gesellschaft unterstützt. Es entstand im Sommer 2015 gewissermaßen als Gegenpol zu den Pegidademonstrationen, dem Fremdenhass und der immer mehr zunehmenden rechten Gewalt. Jeden Montag trafen sich Geflüchtete und Deutsche, zunächst zum gemeinsamen Singen von Liedern aus aller Welt und bald schon zu Gesprächen und gemeinsamen Freizeitaktivitäten. Patenschaften sowie Freundschaften entstanden und werden gepflegt. Inzwischen ist ein bekannter internationaler Chor entstanden, der pro Monat mindestens einen Auftritt bei sozialen Veranstaltungen absolviert. Der Verein organisiert Workshops, gemeinsame Erlebnisse sowie kulturelle Höhepunkte und bereichert damit das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion.

R3SOLUTE

Resect. Relate. Resolve.

Schwierigkeiten miteinander in Frieden zu leben, welche durch Konflikte in und außerhalb von Gemeinschaftsunterkünften entstehen, resultieren unter anderem aus einem nicht vorhandenen Konfliktmanagementsystems, sodass Streit gezwungenermaßen oft eskaliert. R3SOLUTE bildet Geflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften und Nachbarn als Peer-Mediatoren aus. Geflüchtete und Nachbarn lernen selbstverantwortlich ihre Konflikte zu schlichten. Dieses Ziel erreichen wir durch interaktive Workshops in den Bereichen: Storytelling, Konfliktkompetenzen und Mediation, sowie die an das Programm anschließende Etablierung eines Netzwerkes und Mentoring von Peer-Mediatoren. Wir wollen zudem durch unser M3NTAWARE-Programm, dass sich wie ein roter Faden durch unsere Workshops zieht, das Bewusstsein für psychologisches Trauma fördern und schulen, da Trauma oftmals ein Hauptgrund für Konflikte ist. Dazu gehört die Förderung eines Bewusstseins für die Rolle von Trauma bei zwischenmenschlichen Interaktionen.

Kontaktstelle Wohnen

Selbstbestimmtes Wohnen für Geflüchtete

Wer nach Deutschland flieht, muss oft viele Monate in Erstaufnahmelagern und Gemeinschaftsunterkünften verbringen. Der eigene Wohnraum wird somit zum Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben und guten Ankommen. Der Projektverbund "Kontaktstelle Wohnen" unterstützt seit 2016 geflüchtete Menschen bei der Wohnraumsuche in Leipzig. Seit 2017 ist das Projekt auch im Landkreis aktiv. Seit Herbst 2018 können Geflüchtete innerhalb des Projekts "Wohn- und Nachbarschaftsberatung" auch nach dem Umzug aus der Gemeinschaftsunterkunft in die eigenen vier Wände bei Bedarf Unterstützung bei Fragen rund um Wohnung und Nachbarschaft erhalten. Seit Frühjahr 2016 konnten bereits 962 Personen in eigenen Wohnraum ziehen (Stand 6/2019) und allein im Jahr 2018 über 1500 Menschen in den wöchentlich an drei Standorten stattfindenden Sprechstunden beraten werden. Der Projektverbund vermittelt außerdem ehrenamtliche Umzugslotsen, wirbt bei Vermietungen für Toleranz und setzt sich gegen Diskriminierung ein.

MOSAIK

MOSAIK - Miteinander Offen Sein Austausch Im Kreis

In der 1700 zählenden Doppelgemeinde leben 220 Flüchtlinge in einer Wohnanlage und 23 Flüchtlinge dezentral. Die Projekte Klöntreff, Café Kinderwagen, Kultur- und Literaturkreis, Kochtreff, Fahrradwerkstatt, Bauchtanzgruppe sowie Bienenprojekt laufen gut. Auch gemeinsame Feste helfen da. Ziel des Vereins ist es, durch persönliche Ansprache die Kontaktängste der heimischen Bevölkerung abzubauen. Durch vielfältige Angebote und Berichterstattung in sozialen Medien sowie der lokalen Presse werden breite Schichten der Bevölkerung angesprochen. Die aktiven Mitglieder im Förderverein werden qualifiziert auf rechtes Gedankengut zu reagieren. Unterstützung gibt es von der Freiwilligen Akademie Niedersachsen und dem Landkreis Gifhorn, hier Stabsstelle Integration. Der ehrenamtliche Einsatz ist langfristig ausgelegt. Gegen Rechtsextremismus zu agieren ist ein tägliches Unterfangen. Angebote und Gespräche können zu einer langfristig friedlichen und multikulturellen Dorfgemeinschaft beitragen.

Migrants and Minorities Network e.V.

Netzwerk-Struktur zum Empowerment von jungen Menschen mit Migrations- oder bildungsfernem Hintergrund: Durch Peer Coaching und Gestaltungsräume sollen benachteiligten Jugendlichen Zugänge zu Bildung- und Förderprogramme geschaffen werden, um Bildungsmobilität in Deutschland zu ermöglichen.

Parkour Creation e.V.

Wir überwinden Hindernisse

Der Parkour Creation e.V. hat nicht nur 2017 die Parkourhalle DIE HALLE eröffnet. Um diesen Begegnungs- und Möglichkeitsraum haben wir seit Gründung in 2014 ein vielfältiges Projektprogramm aufgebaut, mit dem wir immer getreu unseres Mottos "DIE HALLE für Alle" wirken wollen. So sind wir mit unseren Integrationsprojekten Stützpunktverein für Integration durch Sport und Preisträger des Deutschen Integrationspreises, aber auch Upcycling-, Inklusions- und Communityprojekte sind ein Teil unseres Schaffens. Neben unserer internationalen Trainingsveranstaltung "Gravity Sucks", sind wir seit 2018 mit unseren Projekten vom Oberhafen in die Welt gezogen. Nach mehrfachen Projekten im Irak zur friedens- und entwicklungspolitischen Arbeit mit den dortigen ethnischen Gruppen, ist auch ein Projekt mit dem Hamburger Städtepartner Leon in Nicaragua geplant. Zusammen mit startsocial wollen wir unsere Arbeitsorganisation verbessern, um unser Wirken messbar weiter zu skalieren.

Interkultureller Treffpunkt KOMM

...damit Verstehen wachsen kann

Das KOMM ist eine interkulturelle Begegnungsstätte mitten im Herzen der Kleinstadt Hersbruck im Nürnberger Land. Um Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund zu unterstützen, damit sie in unserer Gesellschaft ankommen und ihr Leben eigenständig gestalten können, finden im KOMM niedrigschwellige und offene Freizeit- und Bildungsangebote statt. Für Gruppen, die temporär keinen Zugang zum Spracherwerb haben (z.B. Berufstätige/Schichtarbeiter, Frauen mit Babys, etc.) wurden speziell zugeschnittene Kurse entwickelt. Für Schulkinder, die den Schulalltag oft allein bewältigen müssen, gibt es ein ganzheitliches Bildungsangebot. Der Treffpunkt setzt dort an, wo (noch) Lücken im System bestehen, und möchte diese durch unbürokratische, nachhaltige und langfristig angelegte Hilfen schließen. Denn: Integration bedeutet viel Geduld, Zeit und Verständnis.

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