Migration / Zusammenleben

Neue Wege – Miteinander e.V.

Wertschätzung von Vielfalt ist ohne Angst verschieden zu sein (Adorno)

„Neue Wege - Miteinander e.V.“ hat sich auf Initiative von Frau Gudrun Woitke 1999 gegründet und ist eine gemeinnützige Organisation, die soziokulturelle Projekte durchführt. Der Verein ist ein fester Bestandteil des lokalen Netzwerks, was sich im Bereich der Jugendarbeit und der Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund engagiert. Wir machen im Rahmen des Projektes ATELIER VIELFALT Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene mit empathisch-dialogisch ausgerichteten Elementen, um die Selbstverwirklichung junger Menschen positiv zu begleiten und ihre eigene Identität zu stärken. Dazu gehören künstlerische Elemente, aber auch andere Formen des aktiven Einbringens der TeilnehmerInnen. Ein großes Anliegen ist für uns, potenzielle Schnittstelle zwischen Generationen und Kulturen zu sein und die Anerkennung anderer Kulturen und verschiedener Herkunft zu fördern. „Keiner ist besser, nur anders – JEDER hat Stärken“. In Merseburg (Sachsen-Anhalt) wird so eine regionale Lücke geschlossen

Kultur- und Familienzentrum "Mosaika"

Migranten für Bischofswerda

Das Kinder- und Familienzentrum in Bischofswerda Süd soll mit der Unterstützung hochqualifizierter Künstler und Pädagogen, die Meisten von ihnen mit Migrationshintergrund, weiter ausgebaut werden. Das Zentrum bietet kulturell vielfältige und bedarfsorientierte Angebote um Gesellschaft zu schaffen und weiterzuentwickeln. Dabei wird vor allem darauf Wert gelegt, dass die Angebote sowohl für Einheimische als auch für Migranten reizvoll sind und dadurch von ganz Bischofswerda und Umgebung wahrgenommen werden. Die Angebote oder „Mosaiksteine“ des Zentrums sind unter anderem: das Kinder-Musiktheater, der Ü40-Klub, der offene Teenstreff, Robotertechnik, russische klassische Malerei, ästhetische Früherziehung, orientalischer Tanz für Frauen und vieles mehr. Durch sie wird eine Alternative zum Konsum digitaler Medien geschaffen und der Zusammenhalt der Bürger gestärkt. Zudem bietet sich den Migranten-Kursleitern so eine Möglichkeit etwas für ihre neue Heimat zu tun.

Townbee

Bee the change

Townbee leistet durch gemeinsames Imkern von Studenten und Geflüchteten einen Beitrag zur Integration in die Gesellschaft und macht gleichzeitig auf das anhaltende Bienensterben aufmerksam. In einem jährlichen Imkerzyklus werden Bienenkästen aufgestellt, wöchentlich geimkert, die Honigwaben geerntet und der Honig abgefüllt. Im Winter wird der Honig an Partnerunternehmen übergeben, die die Grundstücke für die Bienenhaltung zur Verfügung stellen und durch den Erwerb des Honigs das Projekt finanzieren. Ganzjährig finden zudem Koch- und Spieleabende statt. Das Ziel ist eine gute Vernetzung der Geflüchteten, das Schließen von Freundschaften und das Trainieren der Deutschkenntnisse. Imkern eignet sich dafür gut, da viele Geflüchtete aus Syrien bereits imkern können und so ein voneinander Lernen möglich wird. Zudem ist Honig ein für Unternehmen interessantes Kundengeschenk. Durch dieses Konzept schafft Townbee ein Netzwerk, das Geflüchtete und Studierende sowie Unternehmen zusammenbringt.

Singasylum e.V.

Wir sind bunt

Der Singasylum e. V. ist ein Verein, der Migrant_innen bei der Integration in unsere Gesellschaft unterstützt. Singasylum entstand im Sommer 2015, deutschlandweit als eines der ersten Chorprojekte, gewissermaßen als Gegenpol zu den Pegidademonstrationen, dem Fremdenhass und der immer mehr zunehmenden rechten Gewalt. Wöchentlich treffen sich Migrant_innen und Deutsche zum gemeinsamen Singen von Liedern aus aller Welt und zu Gesprächen und gemeinsamen Freizeitaktivitäten. Patenschaften sowie Freundschaften entstehen und werden nachhaltig gepflegt. Es ist ein bekannter internationaler Chor entstanden, der pro Monat mindestens einmal bei diversen Veranstaltungen auftritt. Der Verein organisiert Workshops, politische Bildungsprojekte sowie kulturelle Höhepunkte und bereichert damit das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion.

R3SOLUTE

Resect. Relate. Resolve.

Konflikte in und außerhalb von Gemeinschaftsunterkünften resultieren unter anderem aus mangelnden Ressourcen, psychischem Trauma, kulturellen und sprachlichen Missverständnissen, Perspektivlosigkeit und Asylneid, so dass Streit oft eskaliert. R3SOLUTE bildet Geflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften und deren Nachbar*innen als ehrenamtliche Peer-Mediatoren aus. Geflüchtete und Nachbarn lernen miteinander in einem Vertrauensraum über schwierige Themen zu sprechen, selbstverantwortlich ihre Konflikte zu schlichten und nachhaltig beizulegen. Dieses Ziel erreicht R3SOLUTE durch interaktive, Rollenspiel-orientierte Workshops in den Bereichen Storytelling, Konfliktkompetenzen und Mediation. Zudem wird ein Bewusstsein für psychische Traumata gefördert, da Traumata oftmals eine der Hauptursachen für Konflikte sind.
Die Workshops werden in einfacher deutscher Sprache durchgeführt und bei Bedarf in die benötigten Sprachen von einem ausgebildeten geflüchteten Co-Trainer übersetzt.

Kontaktstelle Wohnen

Selbstbestimmtes Wohnen für Geflüchtete

Wer nach Deutschland flieht, muss oft viele Monate in Erstaufnahmelagern und Gemeinschaftsunterkünften verbringen. Der eigene Wohnraum wird somit zum Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben und guten Ankommen. Der Projektverbund "Kontaktstelle Wohnen" unterstützt seit 2016 geflüchtete Menschen bei der Wohnraumsuche in Leipzig. Seit 2017 ist das Projekt auch im Landkreis aktiv. Seit Herbst 2018 können Geflüchtete innerhalb des Projekts "Wohn- und Nachbarschaftsberatung" auch nach dem Umzug aus der Gemeinschaftsunterkunft in die eigenen vier Wände bei Bedarf Unterstützung bei Fragen rund um Wohnung und Nachbarschaft erhalten. Seit Frühjahr 2016 konnten bereits 1150 Personen in eigenen Wohnraum ziehen (Stand 2/2020) und allein im Jahr 2019 über 1500 Menschen in den wöchentlich an drei Standorten stattfindenden Sprechstunden beraten werden. Der Projektverbund vermittelt außerdem ehrenamtliche Umzugslotsen, wirbt bei Vermietungen für Toleranz und setzt sich gegen Diskriminierung ein.

MOSAIK

MOSAIK - Miteinander Offen Sein Austausch Im Kreis

Der im Mai 2015 gegründete und gemeinnützig anerkannte Förderverein „Ehra-Lessien, ein Dorf – ein Team e.V.“ bietet generationsübergreifende Angebote im Dorf-Treffpunkt MOSAIK an. Wenige Monate nach Gründung des Vereins erreichte die Gemeinde Ehra-Lessien im September 2015 die Flüchtlingswelle. Für die Mitglieder des Vereins war es keine Frage, sich in dieser Zeit ehrenamtlich um Flüchtlinge zu kümmern. Heute gibt es noch immer eine Wohnanlage mit ca. 200 Flüchtlingsfamilien. Viele Flüchtlinge sind im Ort integriert und der Verein will sich auch weiterhin um Flüchtlingsintegration kümmern. Der Verein wird in der Gemeinde auf Grund der Vergangenheit nicht als Dorfverein wahrgenommen, sondern vorrangig als Flüchtlingshilfeverein. Es entstanden zunehmend Hemmschwellen, sowohl bei der Dorfbevölkerung als auch bei potentiellen Ehrenamtlichen. Ziel ist es, dass sich das Bild wandelt, so dass MOSAIK zum Dorftreff für alle Bürger in der Gemeinde mit weiteren Engagierten wird.

Migrants and Minorities Network e.V.

Netzwerk-Struktur zum Empowerment von jungen Menschen mit Migrations- oder bildungsfernem Hintergrund: Durch Peer Coaching und Gestaltungsräume sollen benachteiligten Jugendlichen Zugänge zu Bildung- und Förderprogramme geschaffen werden, um Bildungsmobilität in Deutschland zu ermöglichen.

Parkour Creation e.V.

Wir überwinden Hindernisse

Mauern werden zu Wegen, Hindernisse zu Möglichkeiten.
Der gemeinnützige Parkour Creation e.V. nutzt seit 2014 den Parkour-Sport, um mit sozialen und integrativen Projekten Menschen zu verbinden und nachhaltig auf das Körper- und Selbstbewusstsein zu wirken. 2017 wurde dazu die Parkour-Halle ‘DIE HALLE’ in Hamburg eröffnet und um diesen Begegnungs- und Möglichkeitsraum ein vielfältiges Programm aus Kursen, Schulsport, Veranstaltungen und Projekten entwickelt. Seit 2016 sind wir Stützpunktverein für Integration durch Sport, Preisträger des Deutschen Integrationspreises und der Sterne des Sports 2019.
Getreu des Mottos “DIE HALLE FÜR ALLE” ist ein niedrigschwelliger Zugang zentral, damit möglichst viele Menschen an allen 25 Projekten teilhaben können - unabhängig von Alter, Religion, Geschlecht, oder Herkunft. Zu diesem Zweck gibt es seit Vereinsgründung in 2014 eine Vielzahl sozialer, integrativer und kultureller Sportprojekte in und um DIE HALLE, sowie einen vereinseigenen Sozialfond.

Interkultureller Treffpunkt KOMM

...damit Verstehen wachsen kann

Integration bedeutet viel Geduld, Zeit und Verständnis. Mithilfe von niedrigschwelligen und offenen Beratungs- und Bildungsangeboten sowie sozialpädagogischer Beratung und Begleitung leistet das KOMM einzigartige Präventionsarbeit im Nürnberger Land, hilft Menschen mit Migrationshintergrund, die anderswo keine Unterstützung (mehr) erfahren und gibt ihnen Halt und die Möglichkeit, sich trotz schwieriger Umstände langfristig sozial zu integrieren. Die KlientInnen werden darin unterstützt, ihre eigenen Stärken zu entwickeln, selbstbewusster und selbständig ihr Leben zu leben.
Die Angebote des KOMM gliedern sich in drei Schwerpunkte:
1. Allgemeine Bildungs- und Beratungsangebote
2. Frauenförderung
3. Offene Kinder- und Jugendsozialarbeit

Seiten