Familie

Familienherberge Lebensweg

Alles außer Alltag

Die Familienherberge Lebensweg in Illingen-Schützingen ist ein Kurzzeit-Zuhause für behinderte und schwerkranke Kinder, die dort eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung erhalten, sowie für deren Familien. Hier können diejenigen, die sich alltäglich um ihre erkrankten Angehörigen kümmern, eine Auszeit vom Alltag nehmen. Das Konzept ist einmalig in Süddeutschland. Die kranken und behinderten Gäste werden während des Aufenthalts in ihrer Eigenständigkeit, Persönlichkeit und Mobilität gefördert. Den Familienangehörigen wird mit Rat und Tat in jeder Hinsicht, von Gesprächen mit Pädagogen bis hin zu Ausflugstipps, zur Seite gestanden. Die Aufnahme der Kinder und ihrer Familien ist überregional möglich. Allein in Baden-Württemberg gibt es etwa 10.000 betroffene Familien.

Family Playdates

Für ein echtes Miteinander

Das Projekt bringt Familien mit und ohne Fluchtgeschichte zu Spieltreffen und kulturellen Aktivitäten zusammen, damit sie einander ihre Welten auf Augenhöhe näher bringen können. Wo Begegnungen stattfinden, kann aus Menschen mit verschiedenen Hintergründen eine für alle bereichernde Gemeinschaft wachsen.

ELTERN-AG Pat*innenprogramm

Von Eltern für Eltern

ELTERN-AG als empowermentbasiertes Präventionsprogramm umfasst 20 von speziell ausgebildeten Trainer*innen moderierte Treffen für Mütter und Väter in besonders belastenden Lebenslagen. Im Anschluss an das reguläre Kursangebot startet die Selbsthilfephase, in der die Eltern die Treffen selbstorganisiert weiterführen können. Um die nachhaltige Wirkung dieser Elterntreffen zu erhöhen, werden Teilnehmende der Elterngruppen zu ehrenamtlichen ELTERN-AG Pat*innen geschult. Durch ein spezielles Schulungskonzept lernen sie, die Nachtreffen strukturiert und themenfokussiert zu gestalten und so mehr Familien dauerhaft und wirksam zu erreichen. Auch die während der ELTERN-AGs gebildeten Eltern-Communities, die sich zum Wohl ihrer Kinder zusammenschließen, werden ausgebaut und gestärkt. Sie bilden auf diese Weise tragfähige Selbsthilfenetzwerke.

Handgemachtes für Sternenkinder und Frühchen e.V.

Der Verein näht, strickt, häkelt und bastelt für Sternenkinder (vor/während/nach der Geburt verstorbene Kinder) und Frühchen. Die Sachen werden kostenlos an Krankenhäuser, Bestatter, Hebammen, Sternenkinderfotografen und auch an betroffene Eltern abgegeben. Die Sternenkinder werden mit allem versorgt, was sie für eine würdevolle Bestattung brauchen, wie z. B. Einschlagdecken, Mützchen oder richtige Kleidung bei reiferen Babies. Die Eltern erhalten Erinnerungsstücke, die Helfer fertigen immer zwei, damit eines beim Kind verbleibt und das Andere bei den Eltern. Zusätzlich werden gebastelte Trauerkarten, Kerzen, Perlenengel, Schlüsselanhänger und vieles mehr gefertigt, um die Betroffenen ein wenig zu trösten nach ihrem Verlust und um eine bleibende Erinnerung zu schaffen. Für Frühchen fertigt der Verein Kleidung bestehend aus Wickelshirt, Hose, Schühchen, Mütze, Strampelsack und Fäustlingen ab Größe 32, da die Industrie so etwas nicht herstellt, sowie Zubehör wie Decken und Dufttücher.

Känguru – hilft und begleitet

Das Baby ist da - Känguru hilft und begleitet

Das Projekt Känguru – hilft und begleitet unterstützt Eltern und Kinder in den ersten 24 Monaten nach der Geburt. Es ist ein niedrigschwelliges Angebot für Eltern mit unzureichender sozialer Anbindung. Ziel ist es, Familien alltagspraktisch zu entlasten, damit sie ihre neue Lebenssituation erfüllt und mit Freude erleben und sich eine positive Familiendynamik entwickeln kann. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter gehen zu der Familie nach Hause, sie betreuen einmal wöchentlich für drei bis vier Stunden das Baby oder die Geschwisterkinder, begleiten die Eltern zum Arzt oder hören auch einfach mal nur zu. Die professionelle Beratung der Eltern übernimmt eine Systemische Beraterin. Das gesamte Angebot ist für die Familien kostenfrei. Träger des Projekts Känguru sind das Diakonische Werk Berlin Brandenburg Schlesische Oberlausitz e.V. und die Koepjohann’sche Stiftung Berlin.

Förderverein PEGASUS-Bremen e.V.

Jungen Menschen Flügel verleihen

Das Projekt PEGASUS der Bremer Krebsgesellschaft e.V. und der Förderverein PEGASUS-Bremen e.V. unterstützen gemeinsam Kinder und Jugendliche, deren Lebenssituation sich durch die Krebsdiagnose der Eltern oder Geschwister dramatisch verändert hat. Hier sind altersgerechte Informationen über die Krebserkrankung für die Kinder und Jugendlichen genauso wichtig wie die Erarbeitung von Strategien, um in der Situation zu bestehen. Die Verbindung mit anderen Kindern und Jugendlichen in einer vergleichbaren Situation und das Herauslösen aus der Isolierung, die eine Krebserkrankung häufig verursacht, kann eine große Hilfe sein. Das Projekt PEGASUS bietet den Kindern und Jugendlichen konkrete Hilfe in therapeutisch begleiteten Gruppen oder Einzelgesprächen an. Der Förderverein unterstützt das Projekt Pegasus mit Finanzen und dem Angebot von Aktionen (z.B. Klettern, Segeln, Laufen, Orchesterbesuche) um Raum für sorgenfreie Momente und die weitere Vernetzung der Kinder und Jugendlichen zu schaffen.

VIDU

Selbsthilfe für Verwitwete

Früh verwitwet zu sein, ist kein Einzelschicksal. Laut Aussagen des statistischen Bundesamtes leben derzeit mehr als 600.000 unter 60jährige verwitwete Frauen und Männer in Deutschland, die ihren Partner durch Krankheit, Unfall oder Suizid verloren haben. Mit dem Verlust zerplatzen Lebensträume und Zukunftsplanungen. Zur ungewollten Einsamkeit kommen existentielle Ängste, dazu psychische und finanzielle Notlagen. Zusätzlich zur eigenen Trauer fangen Eltern den Schmerz der häufig noch minderjährigen Kinder auf. VIDU agiert ehrenamtlich und bundesweit über ein Netzwerk regionaler Selbsthilfegruppen und Trauerbegleiter. Auf der VIDU-Homepage können Betroffene sich austauschen, erhalten Aktionshinweise und weiterführende Informationen zum Thema. Der Name VIDU leitet sich vom lateinischen Wort für Witwe (vidua)/ Witwer (vidui) ab. Man kann aber auch "wie du" heraushören, was die Arbeit auf den Punkt bringt: "Wie du – waren wir beim Verlust unseres Partners auf die Hilfe anderer angewiesen".

COACH@SCHOOL

"Im Koffer zur Familie"

Jüngste Studien zeigen, dass jeder fünfte Viertklässler nicht richtig lesen kann. Deshalb haben wir ein Programm entwickelt, das die Lesekompetenz der Kinder stärkt und Eltern, Lehrer und Schulbehörde nachhaltig einbindet. Unseren mehrsprachigen „Hamburger Bücherkoffer“ ‒ angefüllt mit Büchern, die interkulturelle Inhalte vermitteln ‒ stellen wir Grundschulen mit hohem Anteil an mehrsprachigen Schülern zur Verfügung. Jede Woche rollt der Bücherkoffer mit einem Kind nach Hause. Damit erreichen wir alle Familien eines Jahrgangs, honorieren Mehrsprachigkeit und motivieren so zum gemeinsamen Lesen und Vorlesen. Für die Eltern bieten wir einen Workshop zu Lesemethoden mit einer Schauspielerin an. Mit dem Programm FLY (Family Literacy) der Schulbehörde haben wir für die Lehrer eine Fortbildung in den Bereichen Mehrsprachigkeit und Interkulturalität gestaltet. Zusätzlich wurden Unterrichtsmaterialien zu den zwei mehrsprachigen Büchern, die in der Klasse verwendet werden, entwickelt.

Artgerecht-Projekt

Für Eltern, die es wissen wollen

Warum „artgerecht”? Alle reden von artgerecht gehaltenen Hühnern. Keiner spricht von artgerecht aufwachsenden Menschenkindern. Es ist an der Zeit, das zu ändern! Das Artgerecht-Projekt bietet Kurse, Internetinhalte und Vorträge, die basierend auf Recherchen erläutern, was artgerecht für Menschenbabys ist, gesammeltes Wissen und Erfahrungen darüber, wie sich artgerechtes Leben im Internetzeitalter auch in der Stadt verwirklichen lässt, Vernetzung von Projekten mit Eltern, die sich für artgerechtes Leben interessieren, sowie Aus- und Weiterbildung von Multiplikatoren, um einen artgerechten Start ins Leben zu ermöglichen. Ziel des Projekts ist eine Generation des Infant Mental Health – seelische Gesundheit in der frühen Kindheit. Eine Generation, die weniger kaufen und mehr erfahren will – Nachhaltigkeit ist eine wichtige Größe in der Wirksamkeit des Projekts. Ziel ist es daher auch, den Müllberg zu reduzieren, der die moderne Kindheit derzeit begleitet – völlig unnötigerweise.

Integratives Mutter-Kind-Haus

Wir sind für dich da!

Seit fast fünf Jahren unterstützt der gemeinnützige Mutter-Kind-Haus e.V. benachteiligte Kinder und Mütter, vorwiegend aus dem ländlichen Raum Rottal-Inn und Umgebung. Es ist dem Verein ein großes Anliegen, diese aufzufangen, eine sichere Zukunftsperspektive zu geben und sie nachhaltig in die Gesellschaft zu integrieren. Der Verein unterstützt eine Mutter-Kind-Haus Wohngruppe in Arnstorf, in der fünf junge Frauen wohnen, da sie mit der alleinigen Erziehung ihrer Kinder aus psychischen und/oder sozialen Gründen überfordert sind. Weiterhin leitet der Vein eine Außenwohnstätte in Arnstorf für drei Mütter mit Kindern. Der Bedarf an betreutem Wohnraum für Mütter mit geistiger Behinderung steigt stetig. Aus diesem Grund strebt der Verein an, eine Wohngruppe zu etablieren, die den Anforderungen dieser Mütter gerecht wird. Ferner soll ein inklusives Café eröffnet werden, welches jungen Frauen mit und ohne Benachteiligungen einen Berufseinstieg ermöglicht.

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