Jugendliche

BAMBUSWALD hoch 10

Der deutsche Verein Schule fürs Leben möchte zusammen mit dem kolumbianischen Verein „Escuela para la Vida“ rund um die Stadt Cali, Kolumbien dieses zweite große Bildungsprojekt beginnen. Es sollen fünf Lehrwerkstätten für 120 mittellose Lehrlinge rund um den heimischen Bambus initiiert und getragen werden. Dafür wird 100 Hektar Bambuswald aufgeforstet, der als Lernort und Produktionsmaterial dient. Traditioneller Bestandteil dieser heimischen Waldform sind Permagärten zur Produktion von Nahrungsmitteln und Heilpflanzen (zirka 5% der Waldfläche). Eine der Lehrwerkstätten produziert ein innovatives Baumaterial aus Bambus (Vierkanthölzer, pressholzartig), das auch zum Hausbau in Eigenbauweise genutzt werden kann und als nachwachsender Holzersatz die Abholzung von Tropenwald zu verhindern hilft. BAMBUSWALDhoch10 ist als Bildungs- und Umweltunternehmen - als Social Business - geplant, das sich nach wenigen Jahren selbst tragen und nachhaltig die Lehrwerkstätten sowie neue Aufforstungen finanzieren soll.

Jedem einen Abschluss

Jedes Jahr verlassen rund 500 Hamburger Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Sie haben weder eine Chance auf dem Arbeitsmarkt noch auf einen Berufseinstieg. Die sozialen Folgen sind für die Gesellschaft über Generationen hinweg spürbar. Rutschen diese 500 Jugendlichen nach der Schule in die Arbeitslosigkeit und perspektivisch in die Langzeitarbeitslosigkeit ab, kostet das die Stadt Hamburg jährlich pro Arbeitslosen 18.000 EUR, d.h. insgesamt 9 Millionen EUR pro Jahr. Um diesem gesellschaftlichen und finanziellen Problem entgegenzuwirken, begleitet „Jedem einen Abschluss“ (JEA!) Risikoschüler für nur 1.000 EUR pro Jahr durch intensive und persönliche Betreuung zum Hauptschulabschluss. Die Schüler werden von ehrenamtlichen Studenten über zwei Jahre hinweg in Form von fachlicher Nachhilfe, Sprachförderung, Kleingruppen-Coaching und Einzelfallhilfe gefördert. Die JEA!-Coaches sammeln dabei wertvolle Praxiserfahrungen und engagieren sich gleichzeitig sozial. Unmittelbar profitieren bei JEA! Schüler und Studenten gleichermaßen.

Boa Nnipa

Bei unserem ersten Projekt EBAN geben wir mehrtägige sexualpädagogische Fortbildungen für ghanaische Freiwillige. Im Rahmen dieser Workshops entwickeln wir gemeinsam ein Unterrichtskonzept und passende Arbeitsmaterialien für die Arbeit in den Schulklassen. Mit diesem Konzept und dem erworbenen Wissen werden die Freiwilligen, jeweils in Zweierteams, an Schulen gehen und dort in den Klassenstufen 5 bis 9 Sexualkunde unterrichten. Wir begleiten die Freiwilligen während ihrer ersten Unterrichtsstunden und bieten ihnen während der gesamten Zeit einen Anlaufpunkt an. In wöchentlichen Evaluationsrunden analysieren wir außerdem Erfolge, Fragen und Probleme, um so aufgetretene Herausforderungen und Unsicherheiten bestmöglich zu lösen. Das Boa Nnipa-Team kümmert sich neben den Fortbildungen auch um die Koordination, schafft den Kontakt zwischen Schulen und Freiwilligen und stellt die organisatorischen Mittel sowie alle benötigten Arbeitsmaterialien zur Verfügung.

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