Jugendliche

Verein zur Förderung von Jugendlichen e.V.

Perspektiven und Vielfalt

Der Verein zur Förderung von Jugendlichen e.V. ist seit 1997 in der Jungen- und Männerarbeit aktiv. Auf gesellschaftlicher und individueller Ebene setzt sich der Verein im Rahmen seiner drei Projekte “Café Strich-Punkt“, “info4escorts“ und “Antihelden*“ für einen offenen Umgang mit Geschlechtern, Sexualitäten, Prostitution und sexualisierter Gewalt ein. Das startsocial-Projekt des Vereins umfasst die wesentlichen Herausforderungen der Tagesarbeit, nämlich die Finanzen und Finanzplanung, die Ausweitung der Aktivitäten über ehrenamtliche Helfer und Erhöhung der Anzahl der Vereinsmitglieder sowie einer punktuellen Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit. Die Finanzen sind von gewichtiger Bedeutung, insbesondere weil die intensive Präventionsarbeit bei Antihelden* sehr personalkostenintensiv ist und das Projekt auf den Erhalt von öffentlichen Förderungen angewiesen ist. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln kann der Verein nur einen kleinen Teil der Bedarfe abdecken.

Drogen – falsch abgebogen

Die Suchtprävention mit Betroffenen von GhJ

Das Einstiegsalter beim Drogenkonsum sinkt stetig. Ein Viertel aller Deutschen (ca. 20 Mio.) hat Erfahrungen mit illegalen Drogen (laut Drogen- und Suchtbericht 2015 der Bundesregierung). Also, Zeit zu handeln! Der Suchtpräventionsunterricht „Drogen-falsch abgebogen“ von "Gefangene helfen Jugendlichen e.V." setzt das Erfolgskonzept des Vereins fort und arbeitet mit zwei Säulen: Prävention für Jugendliche und Stabilisierung der ehrenamtlichen Referenten. Ehemalige und noch Inhaftierte sowie Ex-Drogenabhängige können aufgrund ihrer eigenen Vita den Schülern die schlimmen Auswirkungen des Drogenkonsums authentisch vermitteln: die physischen, psychischen, strafrechtlichen Folgen sowie die Auswirkungen auf das soziale Umfeld. Das Projekt ist bereits erfolgreich als Pilot gestartet. Analog zu den Erfahrungen aus der Vereinsarbeit verspricht die direkte Konfrontation von Betroffenen mit den Jugendlichen einen nachhaltigeren Wirkungsansatz, als klassische, pädagogische Ansätze dies vermögen.

hilfreich – Schule sozial

Großes bewirken.

Bei dem Projekt "hilfreich – Schule sozial" sammeln Schüler drei Wochen lang Pfandflaschen in einem schulinternen Wettbewerb. Von dem Erlös werden durch den Projektpartner "wortundtat" Trinkwasserbrunnen in Indien gebaut. Das Versprechen: 100 Prozent der Pfandflaschen werden gespendet, sodass der gesamte Erlös direkt den Hilfsbedürftigen zugute kommt. Alle Unkosten, die entstehen (z.B. für Flyer), werden von Sonderspenden gedeckt.

Der Verein hilfreich e.V. versteht sich dabei als Plattform: Er unterstützt Schüler in ganz Deutschland dabei, ein solches Projekt in Eigenverantwortung an ihrer Schule durchzuführen. Dazu stellt er das Konzept, Anleitungen und Vordrucke, Flyer und Plakate, Sammelcontainer und vieles mehr bereit.

Das Motto lautet dabei: "Lokal Bewusstsein wecken" - unter Schülern in Deutschland für die Lebensumstände von Menschen in ärmeren Teilen der Welt - "und global Leben retten" - durch Brunnenbau in Indien vom Erlös aller gesammelten Pfandflaschen.

PAID – PornoAufklärungsInitiative Deutschland e.V.

Liebe ja, Pornos nein!

Kaum ein anderes Thema ist so tabuisiert und sensibel wie der persönliche Umgang mit Pornografie. Gleichzeitig weisen Studien auf negative Effekte von regelmäßigem Pornografiekonsum hin, vor allem wenn er früh beginnt: So wird z.B. die Bindungsfähigkeit, der Umgang mit sexuellen Grenzen anderer, die emotionale Entwicklung und das Werteverständnis signifikant beeinflusst. In Deutschland ist das Erstkontaktalter mit Pornografie inzwischen auf 11 Jahre gesunken, unabhängig von Familiensituation und Schulform. PAID e.V. geht daher mit ausgebildeten Teams an Schulen und ermutigt Jugendliche im Rahmen von altersgerechten und ansprechenden Projektstunden zu einem kritisch-reflektierten Umgang mit Pornografie. Das Schulkonzept von PAID nimmt Jugendliche in ihrem Alltag und auf ihrem Entwicklungsweg ernst: So wird Pornografie aus verschiedenen Blickwinkeln, z.B. "Schamgefühl", "Liebe" und "Sucht“, beleuchtet. In den letzten 12 Monaten konnten so ca. 300 Schüler an vier Schulen erreicht werden.

Ein Tag im Leben von ...

Zeig dein Leben!

Bei „Ein Tag im Leben von ...“ nehmen Jugendliche für einige Stunden des Tages am Leben eines anderen Menschen teil und können so dessen Beruf, Alltag und Denken kennenlernen. Sie treffen auf Frauen und Männer aus verschiedensten Berufsfeldern. Sie schauen ihnen bei ihrer Arbeit über die Schulter. Sie begleiten sie auf dem Weg zur Arbeit. Sie begleiten sie auch in ihrer Freizeit. Besucher und Besuchte essen gemeinsam, sie sprechen über den Tag, den Beruf und dessen Stellenwert im Leben und über Momente des Glücks. Die Jugendlichen treffen auf Menschen, die ihrer Arbeit gerne und mit Engagement und Motivation nachgehen. Die Begegnungen sind individuell und persönlich. Es treffen sich immer zwei Menschen, die in einen Dialog miteinander treten: der jugendliche Besucher und der Besuchte.

Hoffnungsfunken – Jugendliche beraten Jugendliche

„Hoffnungsfunken“ ist ein Projekt, in dem ehrenamtliche Jugendliche im Alter von 16 bis 21 Jahren andere Jugendliche telefonisch bei ihren Sorgen und Problemen beraten. In einer umfassenden Ausbildung werden die Projektteilnehmer auf ihre anspruchsvolle Aufgabe vorbereitet. Dabei lernen sie alles, was für eine qualifizierte Telefonberatung wichtig ist: Theorie und Praxis der Beratung, Selbstreflexion, Selbsterfahrung und der Austausch innerhalb der Gruppe. Der Telefondienst von „Hoffnungsfunken“ wird von Supervisionen begleitet, in denen über herausfordernde Beratungssituationen gesprochen werden kann. Außerdem werden regelmäßige Fortbildungen angeboten, die es den Jugendlichen ermöglichen, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Die „Hoffnungsfunken“ sind Teil des deutschlandweiten Netzwerkes der Nummer gegen Kummer e.V., welches ein kostenloses und anonymes Telefonangebot für Kinder und Jugendliche bietet.

Funsch

Der Förderverein 2.0

Die Idee von „funsch“ ist ein Förderverein 2.0.: Geld von Unternehmen aus der Region fließt an Brennpunktschulen in der Region. Dadurch ermöglicht „funsch“ zusätzliche Projekte zur individuellen Potenzialentfaltung für die Schülerinnen und Schüler und gibt den Unternehmen Zugang zu Schulen. Ein „funscher“ identifiziert an seiner Schule Projekte, die aus staatlichen Mitteln nicht finanziert werden können. Er beschreibt diese Projekte und stellt sie auf dem Online-Projektmarktplatz der Initiative. Dann kontaktiert er Unternehmen und bietet ihnen seine Projekte zur Finanzierung und Zusammenarbeit an.

180° Wende

1 Stadt 10 Coaches 100 Multiplikatoren

Seit zwei Jahren ist die Initiative „180° Wende“ in Köln und Nordrhein-Westfalen mit einem breit gefächerten Hilfsangebot nach dem „Streetworker-Prinzip“ aktiv. Um junge Menschen vor Isolierung, Kriminalität, Kriminalisierung oder Radikalisierung zu schützen, hat „180° Wende“ ein stadtweites Netzwerk geschaffen, in dem sich junge Menschen auf Augenhöhe begegnen. Probleme werden erfasst, Auswege aufgezeigt und die Betroffenen zu den bereits vorhandenen sozialen Angeboten in der Stadt begleitet. Die Initiative hat stabile Kontakte zu Ämtern, Behörden, der Polizei, Jugendämtern und Gerichten aufgebaut. „180° ­Wende“ engagiert sich bei Motivationsproblemen, Misserfolg in Schule und Beruf, familiären Schwierigkeiten, Suchtproblematiken und Radikalisierung. Es geht aber auch darum, den jungen Menschen neben den konkreten Hilfsangeboten und auf Grundlage der geltenden Rechtsordnung persönlichkeitsbildende Maßnahmen verbunden mit größtmöglicher Selbstverantwortung für ihr Leben aufzuzeigen.

Youth Bank 2.0

more than money

„Youth Bank“ ist ein Modell zur Förderung von Jugendengagement, das seit 2004 erfolgreich jugendliche Ideen unterstützt und fördert. Junge Menschen bis 25 Jahren übernehmen in einer „Youth Bank“ Verantwortung für ihre Stadt, indem sie Gleichaltrige motivieren und dabei unterstützen, gemeinnützige Projekte anzustoßen. Eine „Youth Bank“ arbeitet wie eine kleine Stiftung vor Ort und bietet Beratung auf Augenhöhe sowie bis zu 400 EUR zur Umsetzung konkreter Ideen. So verändern Jugendliche ihre Stadt und sich selbst, denn sie lernen viele Dinge, die in der Schule oft zu kurz kommen: von Projektplanung über den verantwortungsvollen Umgang mit Geld bis zu Teamwork. Gleichzeitig gewinnt „Youth Bank“ junge Leute oft erstmals für ehrenamtliches Engagement – auch diese Erfahrung wirkt weit über das eigentliche Projekt hinaus. Egal ob Theaterstück oder Schülerzeitung, Jugendliche übernehmen gezielt Verantwortung für ihr Lebensumfeld. So investiert „Youth Bank“ in die Zukunft der Zivilgesellschaft!

MPhasis

weil du's kannst!

„MPhasis“ ist ein Förderprogramm für Mittelschüler. Das Projekt schlägt eine Brücke zwischen mittelständischen Unternehmen und Mittelschülern, die Talent und Motivation besitzen. Die Mittelschüler werden durch ein Bewerbungsverfahren ausgewählt und über zwei Jahre in kleinen Gruppen mit professionellen Workshops zu Soft-Skills und Persönlichkeitsentwicklung gefördert. Dadurch werden nicht nur wichtige Schlüsselkompetenzen vermittelt, sondern auch der Weg zur passenden Ausbildungsstelle erarbeitet. Das gesamte Programm ist eng auf die Zielgruppen der Initiative abgestimmt. Dafür werden die Partnerschulen in den Auswahlprozess eingebunden und ein Netzwerk aus Partnerunternehmen aufgebaut. Ein weiteres Ziel von „MPhasis“ ist die Unterstützung von Partnerunternehmen beim Finden von besser vorbereiteten Auszubildenden. Am Ende profitieren alle von der Förderung: Schüler, Schulen und Unternehmen.

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