Kinder

Zuckerbaum e.V.

Jetzt geht es um mich!

In Deutschland lebt in cirka jeder fünften Familie ein schwerst oder unheilbar erkranktes Kind. Wenn ein Kind erkrankt, dreht sich der Alltag in den Familien fast ausschließlich um das erkrankte Kind. Es fehlt plötzlich an allem: Zeit, Geld und Aufmerksamkeit für das gesunde Kind. Die gesunden Geschwister leiden darunter – und das oftmals still und unbeachtet. Die Bedürfnisse der gesunden Kinder geraten in den Hintergrund - weniger aus Lieblosigkeit, sondern aus Überforderung der Eltern, die ein krankes Kind pflegen müssen. Die Projekte des Zuckerbaum e.V. rücken daher die Bedürfnisse der gesunden Kinder in den Fokus. Um Aufmerksamkeit und Freude zu schenken, veranstaltet der Verein Freizeitprojekte auf seiner Streuobstwiese in Werder. Der Verein vermittelt Bildungspatenschaften und organisiert Geburtstagsfeiern - für eine altersgerechte Betreuung und Entwicklung und ein herzliches Lachen in schwierigen Zeiten. Zuckerbaum-Zeit bedeutet für die „Schattenkinder“: Jetzt geht es um mich!

Sag JA zu Dir und NEIN im richtigen Moment

NEIN heißt NEIN

Die Schwächsten stärken, bevor etwas passiert – das ist das Ziel des im Jahr 2002 gegründeten Vereins Power-Child e.V. Er setzt sich nachhaltig für den Schutz und die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt ein. Power-Child e.V. ist in diesen Jahren zu einem wichtigen Ansprechpartner für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geworden. Die beiden Power-Child-Theater-Präventionsprojekte bestärken Kinder in ihrem Recht NEIN zu sagen. „Wer dich wann berühren darf, entscheidest du allein. Und wenn’s mal nicht reicht das Nein, dann musst du ganz laut schrein.“ Es sind die Kinder, die diese Botschaft aufgreifen, lebendig halten, verbreiten und untereinander weitergeben: Sie singen die Lieder, erzählen von den Figuren mit ihren kniffligen Aufgaben, und alle wollen sie den „Theaterkindern“ auf der Bühne nacheifern und genauso mutig sein wie „Anna und Anton oder Tom und Tinka". Die Fachkräfte erhalten eine fundierte Fortbildung und Eltern werden beraten und sensibilisiert.

HEIMATSUCHER e.V.

Jeder, der einem Zeitzeugen zuhört, wird selbst zum Zeugen werden.

Über die persönlichen Erzählungen von Holocaust-Überlebenden macht HEIMATSUCHER e.V. Geschichte nachfühlbar und begreifbarer. Insbesondere junge Menschen verstehen die Bedeutung von Geschichte für ihr eigenes Leben erst durch die Begegnung mit einem Zeitzeugen. Doch Zeitzeugen werden nicht mehr lange sprechen können. Damit ihre Geschichten über das Leben vor, während und nach dem Holocaust nicht vergessen werden, erzählt der Verein sie weiter.
In der HEIMATSUCHER-Wanderausstellung sowie in Schulprojekten lernen Schüler ab der vierten Jahrgangstufe Überlebensgeschichten kennen und werden selbst zu Zeugen der Zeugen: zu Zweitzeugen. Sie fühlen mit, fragen nach, antworten den Überlebenden in Briefen und setzen sich in eigenen Projekten für ein tolerantes Miteinander ein. Denn die Geschichten der HEIMATSUCHER thematisieren nicht nur die Zeit des Holocausts. Es sind gleichzeitig Beispiele des Überlebens, die dazu ermutigen, nach vorne zu schauen und sich für andere einzusetzen.

MENTOR Kompetenzzentrum NRW

Lese- und Lernförderung nach dem 1:1 Prinzip

Der MENTOR Ansatz, die individuelle Lese- und Lernförderung nach dem 1:1-Prinzip, verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche zu fördern. Das bedeutet, dass ein Mentor mit einem Kind mindestens eine Stunde in der Woche über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr liest, lernt, spricht und spielt. Dabei wird eine Förderphilosophie angewandt, die auf den Stärken des Kindes basiert und die mit Wertschätzung, Kreativität und Empathie einhergeht, denn Bildungsmotivation und -erfolg hängen im Wesentlichen von emotionaler Zuwendung ab. Der Bildungserfolg, das heißt eine fundierte Lese- und Lernkompetenz, ist die Voraussetzung für einen Schulabschluss, der wiederum Voraussetzung für eine Berufsausbildung und damit Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe ist. Gleichzeitig wird Bildungsgerechtigkeit für Kinder geschaffen, denen aus unterschiedlichen Gründen der Zugang zu einer schulischen Förderung fehlt.

mitKids Bremerhaven

Ehrenamtliche Patenschaften für Kinder aus belasteten Familien

Kinder wachsen mit ungleichen Startbedingungen auf. Viele Kinder in Bremerhaven leben in belasteten familiären Situationen, leiden unter Armut, fehlenden Bezugspersonen und einem fehlenden sozialen Netzwerk. Seit 2013 wirken die mitKids Aktivpatenschaften in Bremerhaven ungünstigen Startbedingungen entgegen, indem sie Kindern ab 2 Jahren aus belasteten Familien ehrenamtliche Paten beiseite stellen. In wöchentlichen Treffen in 1:1-Betreuung stehen die Kinder für ein paar Stunden im Mittelpunkt und erhalten die Extraportion Zuwendung, die sie so gut gebrauchen können. Sie machen neue Erfahrungen und gewinnen Selbstvertrauen. Als verlässliche Bezugspersonen neben der Familie fördern Paten die seelische Gesundheit und unterstützen die Entwicklung von Sozialkompetenzen. Sie begleiten ihr Patenkind oft über mehrere Jahre. Darüber hinaus erweitern sie das soziale Netzwerk des Patenkindes und seiner Familie. So trägt das Projekt in der Hafenstadt zur Herstellung sozialer Gerechtigkeit bei.

MIKI – dein Sprungbrett

Ziel von "MIKI - dein Sprungbrett" ist es, Kindern aus Kemptener Familien mit einem besonderen Förderbedarf ein Stück „Chancengleichheit“ zu bieten. Es sollen alle benachteiligten Kinder (mit und ohne Migrationshintergrund) in das Projekt aufgenommen werden, die durch eine intensive Förderung in einer kleinen, familienähnlichen Gruppe in ihrer positiven Entwicklung gestärkt werden. Zudem ist es wichtig, dass die Kinder über den Zeitraum der Grundschulzeit einen festen Zeitrahmen geboten bekommen. Neben einer Mittagsbetreuung mit warmen Mahlzeiten und festen Ritualen lernen die Kinder in der anschließenden Hausaufgabenbetreuung die sorgfältige Bearbeitung ihrer Hausaufgaben. Einen weiteren Schwerpunkt des Projektes stellt die aktive, kreative Freizeitgestaltung dar. Die Kinder werden instruiert, ihre Freizeit sinnvoll nach ihren Wünschen zu gestalten. Im Projekt werden sowohl deutsche Kinder als auch Kinder mit Migrationshintergrund betreut.

Education Point – Schülerpaten für Spandau

Education Point ist ein Patenschaftsprogramm von Studierenden für Schüler. Dabei unterstützt ein studentischer Mentor jeweils zwei Mentees sowohl schulisch, privat als auch bei der sinnvollen Freizeitgestaltung. Bildung und Kultur stehen dabei im Vordergrund, denn die Mentoren sind greifbare Vorbilder, an deren Bildungsweg sich die Mentees orientieren können. Das hilft den Mentees, an die eigenen Fähigkeiten zu glauben, neue Perspektiven zu entdecken, eigene (Bildungs-) Ziele zu entwickeln und motiviert sie, diese auch langfristig zu erreichen. Im multikulturellen Umfeld der Mentees trägt Education Point zur Verständigung und dem Abbau von Vorurteilen bei und steht für Bildung und Förderung von Kindern und damit für Integration, Chancengleichheit und ein respektvolles Miteinander.

In den Schuljahren 2014/15 & 2015/16 wurden insgesamt mehr als 40 Mentees gefördert. Bisher war das Programm auf Spandau begrenzt.

Helden für Herzen e.V.

Verein zur Unterstützung schwerkranker Kinder und Jugendlicher

„Wir bringen Kinderaugen zum Strahlen!“ ist das erklärte Ziel des gemeinnützigen Vereins Helden für Herzen e.V.
In der Rolle und im Kostüm von Superhelden, Film-, Märchen- oder Comicfiguren schaffen die Mitglieder magische Momente für Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Krankheiten, schweren Behinderungen oder sozialen Benachteiligungen. Ein kleiner Beitrag mit großer Wirkung: Für einen Tag die alltäglichen Sorgen und Belastungen hinter sich zu lassen, weckt bei Kindern und Angehörigen Mut und Kraft für die Tage und Monate danach. Neben den Besuchen in Institutionen sorgen die Superhelden auf Benefiz- oder Informationsveranstaltungen für die nötige Aufmerksamkeit, rühren die Spendentrommel kräftig an und bauen Hemmschwellen gegenüber schwierigen Themen wie Tod oder Trauer ab. Der Einsatz der Ehrenamtlichen ist kostenfrei.

LichtwarkSchule

Wertevermittlung durch ästhetische Bildung

Die LichtwarkSchule fördert Potentiale und entdeckt Talente über soziale und kulturelle Grenzen hinweg. Besonders Kinder aus bildungsfernen und armen Familien, oft mit Migrationshintergrund, haben geringere Bildungschancen. Hier setzt die Arbeit der LichtwarkSchule an. Sie folgt dabei dem Credo des Kunstpädagogen und Direktors der Hamburger Kunsthalle Alfred Lichtwark: „Kunst ist für alle da und kann allen von Nutzen sein.“ In acht Hamburger Stadtteilen mit erhöhtem Entwicklungsbedarf bietet die LichtwarkSchule über 40 Kunst-Kurse an. Sie erreicht pro Schuljahr etwa 500 Kinder. Nach dem pädagogischen Konzept der LichtwarkSchule begleiten Künstler Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren. Kunst entwickelt dabei eine integrative Kraft und fördert die kulturelle Teilhabe. Die Kinder stärken ihr Selbstwertgefühl, verbessern ihr Sozial- und Lernverhalten und sind in der Lage, Probleme kreativ zu lösen. Eine wissenschaftliche Evaluation der Universität Hamburg hat die Wirksamkeit bewiesen.

Preddöhl International e.V.

Für viele Kinder ist es ein Traum, unbeschwerte Tage auf einem Bauernhof zu verbringen: Schafe zu streicheln, mit Katzen zu spielen, auf einem Pferderücken zu sitzen, am Lagerfeuer zu grillen und im Baumhaus die Welt von oben zu betrachten. Für viele Kinder mit Behinderung bleibt dieser Traum jedoch fast unerfüllbar. Preddöhl International e.V. möchte, dass dies auf seinem Hof anders ist. In den letzten Jahren hat der Verein in dem kleinen Dorf Preddöhl in der Prignitz mit viel Ehrenamt ein barrierefreies Bauernhofquartier mit Seminar- und Gästehaus geschaffen. Auf dem Hof leben Pferde, Esel, Schlittenhunde, Schafe und viele Kleintiere. Sie laden zum Beobachten, Streicheln und zu Abenteuern ein. Für die persönlichkeitsstärkende, inklusive Arbeit des Vereins spielen die Tiere eine große Rolle: Ob abenteuerliche Schlittenhundewanderungen (auch im Rollstuhl) oder Pferde-Zeit, Kinder mit und ohne Behinderung lernen mit den Tieren Selbstvertrauen und ein anderes Miteinander kennen.

Seiten