Menschen mit Behinderung

BLAUHERZ.

Style without borders

BLAUHERZ. ist ein junges Modelabel aus Baden-Württemberg. Der Anspruch von BLAUHERZ. ist, durch Kleidung niemanden auszugrenzen. Deswegen entwickelt das Startup sowohl Mode für Menschen mit Handicap, als auch Kleidung und Accessoires für Menschen ohne Einschränkungen. Die Textilien werden dabei in der eigenen Werkstatt von Menschen mit besonderen Vermittlungshemmnissen hergestellt. Durch diesen mutigen Ansatz und das Engagement eines bunt gemixten Teams, bestehend aus Studierenden und Angestellten einer staatlich anerkannten Inklusionsstätte, entsteht ein einzigartiges Unternehmen.

SeHT – unterwegs in der Politik

SeHT vermittelt Menschen mit Teilleistungsschwächen, vorwiegend mit Lernbehinderungen und / oder leichten psychischen Störungen Teilhabe an unserer Gesellschaft. Dies geschieht durch Beratung und Veranstaltungen verschiedenster Art (Seminare, Wochenenden, Freizeiten, Info-Abende, Geselliges). Dabei werden die verschiedensten Themen aufgegriffen. Angesprochen werden auch Eltern von Menschen mit Teilleistungsschwächen. In höherem Alter überlegen sie, wie die Zukunft ihrer Kinder ohne sie selbst bewältigt werden kann. SeHT fördert die Selbstständigkeit.

WOHN:SINN

Plattform für inklusives Wohnen

Ein Großteil der Erwachsenen mit Behinderung wohnt auch noch in fortgeschrittenem Alter in der eigenen Herkunftsfamilie oder gegen den eigenen Wunsch in einer stationären Einrichtung. Gleichzeitig gibt es an vielen Orten bereits erfolgreiche inklusive Wohnmodelle, in denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammenleben. Diese Lücke will WOHN:SINN schließen! Sie wollen jedem Menschen das Leben in einer inklusiven Wohnform ermöglichen. Dazu haben sie die Plattform www.wohnsinn.org ins Leben gerufen und gründen gerade ein bundesweites Bündnis für inklusives Wohnen, um dem Problem mit Vernetzung, Beratung, Forschung sowie Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit zu entgegnen.

Autismus-Forschungs-Kooperation (AFK)

Forschung für Autisten durch Autisten

Die Autismus-Forschungs-Kooperation (AFK) ist ein ehrenamtlicher, bundesweit einzigartiger Zusammenschluss von autistischen Menschen und Wissenschaftlern, die gemeinsam erforschen, was Autisten als relevante Forschung empfinden. Menschen mit Autismus entscheiden im Rahmen der AFK selbst, welche Themen für sie als Betroffene relevante Themen sind und welche Fragestellungen für eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen wichtig sind. Alle Beteiligten sind aktiv in die Planung, Durchführung, Auswertung und Präsentation der Forschungsprojekte involviert. Die gewonnenen Erkenntnisse werden zum einen auf Fachtagungen präsentiert. Zum anderen werden daraus niedrigschwellige, aber inhaltlich hochwertige Informationsmaterialien für z.B. Ärzte und Therapeuten erstellt. Dadurch und darüber hinaus trägt die AFK durch ihre Aufklärungsarbeit in der Gesellschaft zu Wissen und Akzeptanz für autistische Denk- und Wahrnehmungsbesonderheiten bei und fördert das Verständnis für Neurodiversität.

PatientenBegleiter

Wege gemeinsam gehen

Begegnung auf Augenhöhe, das ist es, was neue Dialysepatienten am meisten brauchen. PatientenBegleiter sind selbst chronisch nierenkranke Menschen und Angehörige. Sie unterstützen ihre Mitpatienten ehrenamtlich in Krisenzeiten und bei Fragen zum Sozialrecht. Die Ehrenamtlichen kommen aus ganz Deutschland und werden zunächst an drei Wochenenden zentral in Mainz und Hannover ausgebildet. Danach stehen sie regional ehrenamtlich als Ansprechpartner für Prädialysepatienten, Dialysepatienten, Nierentransplantierte und deren Familien zur Verfügung. Meistens beim sogenannten Bettenlauf: Dabei gehen die PatientenBegleiter während der Dialysezeit (jeder Patient kommt dreimal pro Woche für etwa 4 bis 6 h zur Dialyse) durch die Behandlungsräume und fragen die Mitpatienten, ob diese gerade Unterstützung benötigen. Bisher wurden gut 100 chronisch Nierenkranke im Rahmen des Projektes ausgebildet und qualifiziert. Mit der digitalen Akademie können jetzt mehr PatientenBegleiter qualifiziert werden.

ALS-mobil e.V.

FÜR BETROFFENE VON BETROFFENEN

Der ALS-mobil e.V. wurde 2008 durch 3 Betroffene der Krankheit ALS* und deren Unterstützer gegründet. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen umfassenden Service speziell für ALS-Betroffene, deren Angehörige, Pflegekräfte und Therapiebegleiter anzubieten. Das beinhaltet Information und Beratung, gegenseitige Hilfe und gemeinsame Unternehmungen. Der ALS-mobil e.V. informiert, berät und unterstützt Betroffene bei Ansprüchen gegenüber den Sozialversicherungsträgern, in Fragen der Mobilität und bei der Neugestaltung persönlicher Lebenskonzepte. Diese Beratung erfolgt unter dem Motto "Von Betroffenen für Betroffene". Der ALS-mobil e.V. ist inzwischen mit fast 100 Mitgliedern einer der größten und der älteste Betroffenenverein in Deutschland. Er ist Initiator und Gründungsmitglied des Verbundes ALS Deutschland, in dem sich (fast) alle deutschen ALS-Vereine verbunden haben, um den Betroffenen eine gemeinsame Stimme zu geben.
*ALS ‒ Amyotrophe Lateralsklerose

Interessengemeinschaft d. Nierenkranken in Dresden

IGND e.V. - STARKER PARTNER für Nierenpatienten in Ostsachsen

Die Diagnose „Nierenkrank“ kann viele Fragen aufwerfen: Was kommt auf mich zu? Wie halte ich mich trotz meiner Krankheit fit? Was ist eine Nierenersatztherapie? Die Interessengemeinschaft der Nierenkranken in Dresden ist ein Verein von Betroffenen für Betroffene und beantwortet diese Fragen. Er bietet Hilfe zur Selbsthilfe, Unterstützung bei der Meisterung psychischer Probleme und kompetente Beratung und Begleitung Erkrankter durch Mitpatienten (alle Vorstandsmitglieder und Amtierenden sind zu zertifizierten Patientenbegleitern ausgebildet). Der Verein setzt sich zudem in enger Zusammenarbeit mit den Dialysezentren für die Verbesserung der Qualität der Nierenersatzbehandlungen ein, vernetzt Nierenselbsthilfegruppen miteinander und klärt über Patientenrechte auf.

reBubble

Unternehmerisch die Welt im Kleinen verbessern

Das Upcycling-Projekt reBubble verarbeitet in einer Aachener Behindertenwerkstatt Hotelseifenreste zu neuen Hartseifenstücken und verbindet so unternehmerisches Handeln mit sozialem und ökologischem Nutzen. Der Recycling-Prozess ist speziell auf Menschen mit Behinderung zugeschnitten und erlaubt ihnen, jeden Arbeitsschritt von der Säuberung der Rohseife bis zur Verpackung des Endprodukts mit den eigenen Händen durchzuführen. Während andere, oftmals repetitive Tätigkeiten in einer Behindertenwerkstatt lediglich einen kleinen Ausschnitt aus der Wertschöpfungskette darstellen, bietet die komplett integrierte Herstellung eines eigenen Produkts eine Möglichkeit für sinnstiftende Arbeit und ein gesteigertes Selbstwertgefühl. Zugleich können Partnerhotels durch Bereitstellen ihrer Seifenreste ihren ökologischen Fußabdruck verringern.

Deutsche Gesellschaft für ME/CFS e.V.

Gemeinsames Engagement für 240.000 ME/CFS-Kranke in Deutschland

In Deutschland sind ca. 240.000 Menschen an der Myalgischen Enzephalomyelitis/dem Chronic Fatigue Syndrome erkrankt. ME/CFS ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung mit oft hohem Grad der körperlichen Behinderung. Ein Viertel der Betroffenen kann das Haus nicht mehr verlassen oder ist bettlägerig. Weit über 60 % der Erkrankten ist arbeitsunfähig. Das Problem: Trotz der hohen Anzahl Betroffener und der Schwere der Erkrankung ist ME/CFS in der Öffentlichkeit und Medizin nahezu unbekannt. Dadurch erhalten ME/CFS-Betroffene in Deutschland aktuell so gut wie keine medizinische oder soziale Versorgung. Die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS hat sich Anfang 2016 in Hamburg als Patientenorganisation gegründet. Sie macht aufmerksam, arbeitet an der Aufklärung und kämpft für die Anerkennung von ME/CFS, damit Betroffene endlich die Unterstützung bekommen, die sie benötigen!

projekt:tanz e.V.

... und dann hab' ich einfach getanzt!

Tanz ist Begegnung - Begegnung mit sich selbst und anderen. Für die Tänzerinnen und Tänzer von projekt:tanz e.V. ist Tanzen auch eine Begegnung mit ihrer Krankheit, Morbus Parkinson. Das Tanzen stellt hier eine nichtmedikamentöse Begleittherapie dar, die nicht nur die Mobilität erhalten und verbessern soll, sondern durch das gemeinsame künstlerische Erlebnis auch eine Verbindung untereinander schafft und Lebensfreude vermittelt. Das Unterrichtskonzept von projekt:tanz verbindet Elemente aus Ballett, zeitgenössischem Tanz, Stepp- und Standardtanz, wobei die Kombination von Bewegung und Musik im Vordergrund steht. Zahlreiche durchgeführte Studien belegen einen positiven Nutzen von Sport und körperlicher Aktivität auf die Symptomatik von Morbus Parkinson. Das bedeutet, der Patient kann neben der medikamentösen Behandlung eigenverantwortlich handeln, sich mobilisieren und gegen die Krankheit angehen. Somit übernimmt er eine aktive Rolle in der Therapie.

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