Menschen mit Behinderung

ALS-mobil e.V.

FÜR BETROFFENE VON BETROFFENEN

Der ALS-mobil e.V. wurde 2008 durch 3 Betroffene der Krankheit ALS* und deren Unterstützer gegründet. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen umfassenden Service speziell für ALS-Betroffene, deren Angehörige, Pflegekräfte und Therapiebegleiter anzubieten. Das beinhaltet Information und Beratung, gegenseitige Hilfe und gemeinsame Unternehmungen. Der ALS-mobil e.V. informiert, berät und unterstützt Betroffene bei Ansprüchen gegenüber den Sozialversicherungsträgern, in Fragen der Mobilität und bei der Neugestaltung persönlicher Lebenskonzepte. Diese Beratung erfolgt unter dem Motto "Von Betroffenen für Betroffene". Der ALS-mobil e.V. ist inzwischen mit fast 100 Mitgliedern einer der größten und der älteste Betroffenenverein in Deutschland. Er ist Initiator und Gründungsmitglied des Verbundes ALS Deutschland, in dem sich (fast) alle deutschen ALS-Vereine verbunden haben, um den Betroffenen eine gemeinsame Stimme zu geben.
*ALS ‒ Amyotrophe Lateralsklerose

Interessengemeinschaft d. Nierenkranken in Dresden

IGND e.V. - STARKER PARTNER für Nierenpatienten in Ostsachsen

Die Diagnose „Nierenkrank“ kann viele Fragen aufwerfen: Was kommt auf mich zu? Wie halte ich mich trotz meiner Krankheit fit? Was ist eine Nierenersatztherapie? Die Interessengemeinschaft der Nierenkranken in Dresden ist ein Verein von Betroffenen für Betroffene und beantwortet diese Fragen. Er bietet Hilfe zur Selbsthilfe, Unterstützung bei der Meisterung psychischer Probleme und kompetente Beratung und Begleitung Erkrankter durch Mitpatienten (alle Vorstandsmitglieder und Amtierenden sind zu zertifizierten Patientenbegleitern ausgebildet). Der Verein setzt sich zudem in enger Zusammenarbeit mit den Dialysezentren für die Verbesserung der Qualität der Nierenersatzbehandlungen ein, vernetzt Nierenselbsthilfegruppen miteinander und klärt über Patientenrechte auf.

reBubble

Unternehmerisch die Welt im Kleinen verbessern

Das Upcycling-Projekt reBubble verarbeitet in einer Aachener Behindertenwerkstatt Hotelseifenreste zu neuen Hartseifenstücken und verbindet so unternehmerisches Handeln mit sozialem und ökologischem Nutzen. Der Recycling-Prozess ist speziell auf Menschen mit Behinderung zugeschnitten und erlaubt ihnen, jeden Arbeitsschritt von der Säuberung der Rohseife bis zur Verpackung des Endprodukts mit den eigenen Händen durchzuführen. Während andere, oftmals repetitive Tätigkeiten in einer Behindertenwerkstatt lediglich einen kleinen Ausschnitt aus der Wertschöpfungskette darstellen, bietet die komplett integrierte Herstellung eines eigenen Produkts eine Möglichkeit für sinnstiftende Arbeit und ein gesteigertes Selbstwertgefühl. Zugleich können Partnerhotels durch Bereitstellen ihrer Seifenreste ihren ökologischen Fußabdruck verringern.

Deutsche Gesellschaft für ME/CFS e.V.

Gemeinsames Engagement für 240.000 ME/CFS-Kranke in Deutschland

In Deutschland sind ca. 240.000 Menschen an der Myalgischen Enzephalomyelitis/dem Chronic Fatigue Syndrome erkrankt. ME/CFS ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung mit oft hohem Grad der körperlichen Behinderung. Ein Viertel der Betroffenen kann das Haus nicht mehr verlassen oder ist bettlägerig. Weit über 60 % der Erkrankten ist arbeitsunfähig. Das Problem: Trotz der hohen Anzahl Betroffener und der Schwere der Erkrankung ist ME/CFS in der Öffentlichkeit und Medizin nahezu unbekannt. Dadurch erhalten ME/CFS-Betroffene in Deutschland aktuell so gut wie keine medizinische oder soziale Versorgung. Die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS hat sich Anfang 2016 in Hamburg als Patientenorganisation gegründet. Sie macht aufmerksam, arbeitet an der Aufklärung und kämpft für die Anerkennung von ME/CFS, damit Betroffene endlich die Unterstützung bekommen, die sie benötigen!

projekt:tanz e.V.

... und dann hab' ich einfach getanzt!

Tanz ist Begegnung - Begegnung mit sich selbst und anderen. Für die Tänzerinnen und Tänzer von projekt:tanz e.V. ist Tanzen auch eine Begegnung mit ihrer Krankheit, Morbus Parkinson. Das Tanzen stellt hier eine nichtmedikamentöse Begleittherapie dar, die nicht nur die Mobilität erhalten und verbessern soll, sondern durch das gemeinsame künstlerische Erlebnis auch eine Verbindung untereinander schafft und Lebensfreude vermittelt. Das Unterrichtskonzept von projekt:tanz verbindet Elemente aus Ballett, zeitgenössischem Tanz, Stepp- und Standardtanz, wobei die Kombination von Bewegung und Musik im Vordergrund steht. Zahlreiche durchgeführte Studien belegen einen positiven Nutzen von Sport und körperlicher Aktivität auf die Symptomatik von Morbus Parkinson. Das bedeutet, der Patient kann neben der medikamentösen Behandlung eigenverantwortlich handeln, sich mobilisieren und gegen die Krankheit angehen. Somit übernimmt er eine aktive Rolle in der Therapie.

Das Geld hängt an den Bäumen

lokal, sozial, nachhaltig

Mit einer gärtnermeisterlich betreuten Gruppe von Menschen mit Handicap wird im Projekt Obst aus privaten Gärten und von Streuobstwiesen geerntet, das sonst ungenutzt bliebe. Daraus wird in einer Slow-Food-Mosterei exquisiter Direktsaft ohne Zusatzstoffe gepresst und im persönlichen Vertrieb im Großraum Hamburg verkauft. Alle Erlöse bleiben zu 100% in der gemeinnützigen GmbH und finanzieren dadurch die Arbeitsplätze der Mitarbeiter. So werden vergessene biologische Ressourcen genutzt, um gesellschaftliche Randgruppen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren und ein ökologisch wertvolles Produkt herzustellen. Das Projekt veranstaltet Social Days, bei denen Unternehmen und Ehrenamtliche das Team bei der Ernte unterstützen. So wird der Austausch zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen gefördert und ein schönes Erlebnis für die Partner des Social Days geboten. In diesem Jahr wurden eigene Streuobstwiesen angelegt, um nachhaltig Obst für die Säfte zu sichern.

Lost Voices Stiftung

"Wir geben den Betroffenen wieder eine Stimme"

Lea liegt mit einem schweren Infekt im Bett. Die massive Erschöpfung und die Schmerzen werden immer schlimmer. Ausruhen bringt keine Erholung. Sie muss von ihren Eltern versorgt werden. Besuche strengen sie zu sehr an. Soziale Isolierung macht sich breit. Nach einer zweijährigen Ärzteodyssee die Diagnose: Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS). So wie Lea geht es ca. 300.000 Menschen in Deutschland. Es sind vor allem junge Menschen, die durch einen Infekt aus dem Leben gerissen werden. 25% von ihnen sind pflegebedürftig. ME/CFS ist eine bisher unheilbare chronische Multisystemerkrankung, die alle Dimensionen sprengt. Sie stellt einen blinden Fleck des deutschen Gesundheitssystems dar. Es existiert hierzulande keine medizinische, soziale und pflegerische Versorgung für Menschen mit ME/CFS. Für diese verlorenen Stimmen setzt sich die Lost Voices Stiftung ein, um sie ins Blickfeld des Gesundheitssystems zu rücken und Lösungen für die unerhörte Situation zu finden.

Meer bewegen e.V.

Der Verein für barrierefreies Inklusionssegeln in Deutschland

Meer bewegen e.V. ist der Verein für barrierefreies Inklusionssegeln in Deutschland. Durch die Realisierung einer umfassenden Barrierefreiheit auf dem Wasser, die teilweise auf eigenen technischen Entwicklungen beruht, erhalten alle Teilnehmer Zugang zu einem aktiven Segelerlebnis mit maximaler Freiheit an Bord. Bei der Herausforderung, ein Boot zu steuern, erfahren die Segler ein völlig neues, intensives Körpergefühl. Die Erlebniswelt Wasser ist dabei inspirierend, stärkend und bereichernd zugleich. Durch das gemeinsame Segeln von Menschen mit und ohne Behinderung lebt der Verein täglich Inklusion. Der Segelsport eignet sich dafür ideal, denn hier hat zu jeder Zeit der Teamgedanke Vorrang. Alleinig der Wind bestimmt das Tempo – dadurch treten individuelle Behinderungen in den Hintergrund und die Segler bauen auf begrenztem Raum eine besondere Verbindung zueinander auf. Meer bewegen e.V. öffnet jedem Menschen diese Erfahrung, unabhängig von seiner individuellen Behinderung.

discovering hands

Verbesserte Brustkrebsfrüherkennung durch blinde Frauen

discovering hands® setzt den überlegenen Tastsinn blinder und sehbehinderter Frauen zur Verbesserung der Tastdiagnostik im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung ein. In einer 9-monatigen theoretischen und praktischen Fortbildung werden sie in qualifizierten Berufsförderungswerken zu Medizinischen Tastuntersucherinnen (MTU) ausgebildet, vor einem Fachgremium geprüft und in gynäkologischen Kliniken oder Praxen angestellt. Dieses innovative, standardisierte und qualitätsgesicherte Konzept schafft nicht nur zusätzliche Sicherheit für die Erkennung von Brustveränderungen, sondern ermöglicht Frauen mit Sehbehinderung, selbstbestimmt und sinnstiftend ihre besonderen Stärken zum Wohle der Gemeinschaft, im besten Fall lebensrettend, einzusetzen. Das discovering hands MTU-Forum e.V. will Medizinischen Tastuntersucherinnen durch Beratungs- und Betreuungsleistungen, Fortbildung und Ausgabe von Stipendien ein optimales Arbeitsumfeld ermöglichen; die operative Basis hierzu wird im Projekt erarbeitet.

Tabalingo

Sport ohne Leistungsdruck

TABALiNGO Sport & Kultur integrativ ist eine gemeinnützige Organisation in Stolberg in der StädteRegion Aachen, die seit 2010 ihren mittlerweile über 300 Teilnehmern integrativ-inklusive sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten bietet: Fußball und Ballspaß, Kreatives Tanzen und Paartanz, Theater und Schwarzlichttanztheater, Yoga, Tai Chi und Stockkampfkunst, Pump (Hanteltraining), Voltigieren, Bouldern und Graffiti sowie Ferien- und Wochenendfreizeitprojekte. Das Motto ist "Sport ohne Leistungsdruck".
Tabalingo bringt Menschen, für die das bisher aus verschiedenen Gründen nicht möglich war, in kulturelle Aktivitäten und den Sport: Tabalingo ermöglicht gerade Menschen aus sozial schwierigem Umfeld Teilhabe und eröffnet damit die Inklusion für Menschen mit Behinderung und schafft Begenung für die, die Vielfalt mögen und sich auf die Individualität der Anderen einlassen. Diese Verknüpfung hat einen enormen Zulauf an Menschen gebracht, der weiter anhält.

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