Menschen mit Behinderung

downsyndromberlin e.V.

Der gemeinnützige Verein "downsyndromberlin e.V." wurde im Sommer 2015 gegründet und engagiert sich für mehr Lebensqualität von Menschen mit Down-Syndrom. Nahezu alle aktiven Mitglieder sind Eltern eines oder zweier Kinder mit dem Down-Syndrom. Die Familien werden im Alltag mit vielen Vorurteilen konfrontiert, die Menschen mit Down-Syndrom auf dem Weg in ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben „behindern“. Diesen Vorurteilen und Ängsten möchte der Verein begegnen mit Beratung, Aufklärung, Fortbildung und vielerlei Kontakten. Als Ansprechpartner, Mutmacher und Ratgeber für Familien, die ebenfalls ein Chromosom mehr zuhause haben, bieten die Vereinsmitglieder auch Informationen und Fortbildungen für Professionelle (Mediziner, Therapeuten, Erzieher, Lehrer etc.) an. Darüberhinaus organisieren sie kleine und große öffentlichkeitswirksame Aktionen, damit die Menschen in Berlin und Brandenburg ein realistisches Bild von Menschen, die mit dem Down-Syndrom leben, erhalten.

Selbstbestimmt Leben - JETZT!

Gemäß dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte der Menschen mit Behinderungen (UN-BRK), welches seit März 2009 auch in Deutschland geltendes Recht ist, muss eine selbstbestimmte und vollumfängliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft umgehend gewährleistet und realisiert werden. „Inklusive Gesellschaft“ bedeutet die Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen und uneingeschränkter Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen des Lebens. Gleichermaßen heißt das, qualifizierte Beratung in diesem Bereich im Land Brandenburg zu realisieren. Konkret meint das, die Schaffung unabhängiger Beratungsstellen rund um das Thema Menschen mit Behinderungen und deren Unterstützung - geführt nach dem „Peer Counseling“ Ansatz. Dies ist erklärtes Ziel dieses Projekts.

SCHANZE ERFAHREN

Reisen mit dem Rollstuhl ist oft schwierig. Man muss lange planen, oft sind die Informationen nicht zuverlässig und Spontanität sowie Individualität sind kaum möglich. In dem Projekt „Schanze erfahren“ werden barrierefreie Touren durch das Hamburger Schanzenviertel angeboten. Die Tourguides – Menschen aus dem Viertel – treffen sich mit Gästen, die nach Hamburg kommen. Abseits von Gruppentouren – maximal zu dritt oder zu viert – zeigen die Bewohner ihre persönlichen Lieblingsplätze, ganz individuell und nach persönlichen Interessen: hippe Bars, schicke Läden, versteckte Hinterhöfe. Das Projekt lebt von den interessanten Tipps der Tourguides, und diese sind ganz selbstverständlich auch barrierefrei. So kann Reisen, Erleben und Begegnen auf einer persönlichen, individuellen Ebene stattfinden – spontan, interessant und eben nicht nur barrierefrei. Die Touren stehen natürlich auch „Fußgängern“ offen.

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