Menschen mit Migrationshintergrund

Townbee

Bee the change

Townbee geht mit seinem Projekt zwei unterschiedliche Probleme an, verbindet diese und versucht so, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und die Welt ein kleines bisschen besser zu machen: das anhaltende Bienensterben, welches eine große ökologische Bedrohung darstellt, auf der einen Seite und die aktuelle Flüchtlingssituation und die anhaltende Integrationsproblematik auf der anderen Seite. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Firmen werden auf deren Grundstücken in München Bienenstöcke aufgebaut. Die Bienenvölker werden dann von Flüchtlingen unter der Anleitung von Studierenden und professionellen Imkern betreut. Als letzter Schritt wird zusammen geerntet und der selbstgemachte Honig individuell im Namen der Partnerfirmen etikettiert und an diese verkauft. Durch dieses System schafft man ein Netzwerk, das Geflüchtete und Einheimische zusammenbringt.

Singasylum e.V.

Wir sind bunt

Singasylum e. V. ist ein Projekt, das Geflüchtete bei der Integration in unsere Gesellschaft unterstützt. Es entstand im Sommer 2015 gewissermaßen als Gegenpol zu den Pegidademonstrationen, dem Fremdenhass und der immer mehr zunehmenden rechten Gewalt. Jeden Montag trafen sich Geflüchtete und Deutsche, zunächst zum gemeinsamen Singen von Liedern aus aller Welt und bald schon zu Gesprächen und gemeinsamen Freizeitaktivitäten. Patenschaften sowie Freundschaften entstanden und werden gepflegt. Inzwischen ist ein bekannter internationaler Chor entstanden, der pro Monat mindestens einen Auftritt bei sozialen Veranstaltungen absolviert. Der Verein organisiert Workshops, gemeinsame Erlebnisse sowie kulturelle Höhepunkte und bereichert damit das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion.

R3SOLUTE

Resect. Relate. Resolve.

Schwierigkeiten miteinander in Frieden zu leben, welche durch Konflikte in und außerhalb von Gemeinschaftsunterkünften entstehen, resultieren unter anderem aus einem nicht vorhandenen Konfliktmanagementsystems, sodass Streit gezwungenermaßen oft eskaliert. R3SOLUTE bildet Geflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften und Nachbarn als Peer-Mediatoren aus. Geflüchtete und Nachbarn lernen selbstverantwortlich ihre Konflikte zu schlichten. Dieses Ziel erreichen wir durch interaktive Workshops in den Bereichen: Storytelling, Konfliktkompetenzen und Mediation, sowie die an das Programm anschließende Etablierung eines Netzwerkes und Mentoring von Peer-Mediatoren. Wir wollen zudem durch unser M3NTAWARE-Programm, dass sich wie ein roter Faden durch unsere Workshops zieht, das Bewusstsein für psychologisches Trauma fördern und schulen, da Trauma oftmals ein Hauptgrund für Konflikte ist. Dazu gehört die Förderung eines Bewusstseins für die Rolle von Trauma bei zwischenmenschlichen Interaktionen.

Kontaktstelle Wohnen

Selbstbestimmtes Wohnen für Geflüchtete

Wer nach Deutschland flieht, muss oft viele Monate in Erstaufnahmelagern und Gemeinschaftsunterkünften verbringen. Der eigene Wohnraum wird somit zum Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben und guten Ankommen. Der Projektverbund "Kontaktstelle Wohnen" unterstützt seit 2016 geflüchtete Menschen bei der Wohnraumsuche in Leipzig. Seit 2017 ist das Projekt auch im Landkreis aktiv. Seit Herbst 2018 können Geflüchtete innerhalb des Projekts "Wohn- und Nachbarschaftsberatung" auch nach dem Umzug aus der Gemeinschaftsunterkunft in die eigenen vier Wände bei Bedarf Unterstützung bei Fragen rund um Wohnung und Nachbarschaft erhalten. Seit Frühjahr 2016 konnten bereits 962 Personen in eigenen Wohnraum ziehen (Stand 6/2019) und allein im Jahr 2018 über 1500 Menschen in den wöchentlich an drei Standorten stattfindenden Sprechstunden beraten werden. Der Projektverbund vermittelt außerdem ehrenamtliche Umzugslotsen, wirbt bei Vermietungen für Toleranz und setzt sich gegen Diskriminierung ein.

Interkultureller Treffpunkt KOMM

...damit Verstehen wachsen kann

Das KOMM ist eine interkulturelle Begegnungsstätte mitten im Herzen der Kleinstadt Hersbruck im Nürnberger Land. Um Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund zu unterstützen, damit sie in unserer Gesellschaft ankommen und ihr Leben eigenständig gestalten können, finden im KOMM niedrigschwellige und offene Freizeit- und Bildungsangebote statt. Für Gruppen, die temporär keinen Zugang zum Spracherwerb haben (z.B. Berufstätige/Schichtarbeiter, Frauen mit Babys, etc.) wurden speziell zugeschnittene Kurse entwickelt. Für Schulkinder, die den Schulalltag oft allein bewältigen müssen, gibt es ein ganzheitliches Bildungsangebot. Der Treffpunkt setzt dort an, wo (noch) Lücken im System bestehen, und möchte diese durch unbürokratische, nachhaltige und langfristig angelegte Hilfen schließen. Denn: Integration bedeutet viel Geduld, Zeit und Verständnis.

Transaidency e.V.

Beyound Humanity

Die Aktivitäten des Vereins erstrecken sich von der Beratung und Begleitung von Hilfesuchenden zu persönlichen Problemstellungen über Berufsorientierung von Jugendlichen, der Fortbildung von Multiplikator*innen zur Antirassismusarbeit, Präventionsprojekten zum Thema Antisemitismus und Islamfeindlichkeit hin zum Angebot von Workshops und Schulungen zur Demokratieförderung sowie Stärkung der politischen Urteilsfähigkeit von Jugendlichen und Heranwachsenden oder der Teilnahme an aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten. Zu den Gründungsmitgliedern von Transaidency e.V. zählen sowohl Menschen, die mehrheitlich eine Flucht- oder Migrationsbiografie aufweisen und die Situation von Neuankömmlingen sensibler nachvollziehen können, als auch Menschen aus der Mehrheitsgesellschaft, die in gemeinsamer Arbeit den interkulturellen Austausch sowie Sensibilität leben, die u.a. auch in der gemeinsamen Projektarbeit realisiert wird und in der Vereinsvision verankert ist.

kulturgrenzenlos e.V.

#Integration durch Freundschaft

Ganz nach dem Motto ‚Integration durch Freundschaft’ sorgt kulturgrenzenlos e.V. dafür, dass sich Kieler Studierende und Geflüchtete im Tandem begegnen und neue Freundschaften entstehen. Eine gemeinsame Freizeitgestaltung und ein Austausch auf Augenhöhe stehen dabei im Vordergrund. Ziel des Projekts ist es, Geflüchteten den Zugang zur Kieler Gesellschaft zu erleichtern und ihnen die Gelegenheit zu bieten, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Studierende haben die Möglichkeit, andere Kulturen kennenzulernen, soziale Kontakte zu knüpfen und sich für ein weltoffenes Kiel zu engagieren. Bei gemeinsamen Events trifft sich die ganze kulturgrenzenlos-Community zum Sport, Kochen und fröhlichen Beisammensein. Dabei wird Raum für die Vernetzung der Tandems geschaffen und Interessierten die Möglichkeit geboten, das Projekt kennenzulernen und sich mit eigenen Ideen einzubringen. kulturgrenzenlos e.V. setzt sich so für ein harmonisches und solidarisches Miteinander in der Gesellschaft ein.

Grenzenlos in Bewegung – SpoHo aktiv e.V.

Bewegung fördern. Grenzenlos begegnen. Möglichkeiten schaffen.

Grenzenlos in Bewegung - SpoHo aktiv e.V. (kurz: GiB) hat sich zum Ziel gesetzt, mit einem breiten Sportangebot den Austausch mit geflüchteten Menschen und deren Integration in unsere Gesellschaft zu fördern. Entstanden ist der Verein im Oktober 2014 im Rahmen eines Seminars an der Deutschen Sporthochschule Köln mit einem Angebot in Köln-Weiden. Seitdem sorgen mehr als 140 Vereinsmitglieder mit wöchentlichen Sportangeboten für Abwechslung in Unterbringungen für Geflüchtete und sind in mehr als zehn Unterkünften in ganz Köln aktiv. Das Angebot ist dabei so vielfältig, wie man es sich nur vorstellen kann. Von Fußball und Klettern über Yoga und Tanzen bis hin zum Schwimmen bietet der Verein für alle Altersklassen und Geschlechter etwas an. Auch verschiedenste Events sind seit der Gründung Teil des Programms. So organisiert GiB jährlich ein Fußballturnier sowie eine Filmvorführung und ein monatliches "Get together" in verschiedenen Locations für Mitglieder und Interessierte.

Integrationsbegleiterbörse

Füreinander - Miteinander

Der Alltag von Geflüchteten und Zuwanderern in Erfurt ist nicht leicht. Da gilt es Formulare auszufüllen, Anmeldungen zu machen und sich ganz allgemein im Alltag zurechtzufinden. Im Kopf noch die Kultur und das Leben des eigenen Landes. Ein neues Land, eine neue Sprache, ein neues Leben verlangen gravierende Umstellungen, die allein nicht zu bewältigend sind. Hier greift die Unterstützung von Freiwilligen durch die Integrationsbegleiterbörse. Sie hilft Menschen dabei, in Erfurt anzukommen. Sei es, um bei Amtsangelegenheiten zu helfen, die Sprache und Kultur zu erklären, oder einfach, um neue Menschen kennenzulernen und eine Verbindung zu hiesigen Lebensweisen herzustellen.

Triaphon

Durch ein großes Netzwerk zweisprachiger Engagierter aus unserer Gesellschaft will Triaphon die medizinische Versorgung von PatientInnen mit Fluchthintergrund verbessern. Im Notfall kann eine mangelnde Verständigung verheerende Folgen haben. Daher hat Triaphon als Non-Profit-Organisation eine computergesteuerte 24/7 Telefon-Dolmetsch-Hotline aufgebaut. Sie verbindet jederzeit und direkt mit den SprachmittlerInnen in Bereitschaft und ermöglicht so eine Behandlung auf Augenhöhe. Derzeit sind sieben Sprachen über die Hotline erreichbar: Arabisch, Dari/Farsi, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Türkisch und Vietnamesisch. Bulgarisch ist derzeit im Aufbau. Bisher konnte durch eine schnelle und unkomplizierte Übersetzung per Telefon bereits in 1.900 Gesprächen nicht-deutschsprachigen PatientInnen geholfen werden.

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