Menschen mit Migrationshintergrund

Leuchtturm

Der Arbeitskreis Flüchtlinge aus Barmstedt in Schleswig-Holstein arbeitet seit Anfang 2014 in mehreren ehrenamtlichen Teams und ist für die Unterstützung der Geflüchteten in der Stadt Barmstedt und dem Amt Rantzau gut vernetzt. Vor drei Jahren rief der Arbeitskreis das Projekt Leuchtturm ins Leben. Das Integrationszentrum ist eine zentrale Anlaufstelle und Begegnungsstätte für Geflüchtete, in der diese umfassende Unterstützung finden. Hier erhalten Geflüchtete durch eine angestellte Fachkraft der Caritas professionelle Beratung, beispielsweise bei Fragestellungen, die das Asylverfahren und die Arbeitssuche betreffen. Um eine kontinuierliche Unterstützung zu gewährleisten, findet eine Vermittlung ehrenamtlicher Wegbegleiter/-innen statt. Zusätzlich werden im Bereich des ehrenamtlichen Engagements Projekte der Bürgerinnen und Bürger aus Barmstedt und Umgebung unterstützt und koordiniert. Dazu gehören Sprachkurse, Garten, Fahrradwerkstatt, Hausaufgabenhilfe sowie Kochen.

VILLA Lernpaten

VILLA Lernpaten - weil Integration immer individuell ist!

Seit Januar 2017 besteht das Projekt VILLA Lernpaten. Ziel des Projekts ist es, Austausch und Bildung zu befördern und junge Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund durch Vermittlung eines ehrenamtlichen Lernpaten auf ihrem Bildungsweg (Schule und Ausbildung) individuell zu unterstützen. Der Bildungsaspekt einer Freundschaft steht dabei im Mittelpunkt und geht über eine Hausaufgabenhilfe und Unterstützung beim Deutschlernen hinaus. Durch gemeinsame Freizeitaktivitäten (Zoo, Museum, Kino, Theater, etc.) und die Einbindung des sozialen Umfelds entsteht ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis. Über eine Mindestlaufzeit von sechs Monaten treffen sich die Teilnehmer wöchentlich für mindestens zwei Stunden. Jede Patenschaft wird dabei individuell begleitet und betreut.

Daero Eritrea

Eritreische Gemeinde in Schleswig-Holstein

Daero Eritrea als Verein in der Gründungsphase hat sich als Migrant*innenorganisation zum Ziel gesetzt, die Interessen von in Deutschland lebenden Eritreer*innen zu vertreten und zu fördern. Dazu soll es Unterstützungs- und Austauschangebote von Eritreer*innen für Eritreer*innen geben, die zu mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben führen und Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Zudem soll die eritreische Kultur zur Wahrung der eigenen Identität gefördert und gleichzeitig durch Veranstaltungen in das öffentliche Bewusstsein gebracht werden. Daher geht es auch um den Austausch auf Augenhöhe mit Deutschen oder in Deutschland lebenden Menschen, um Vorurteile abzubauen und ins Gespräch über das Land Eritrea, dessen Kultur und die Fluchtgründe zu kommen. Daero Eritrea möchte mit dem Einsatz für interkulturelles Verständnis und ein respektvolles Miteinander eine Basis für langfristige Freundschaften schaffen.

Medizinische Flüchtlingshilfe Düsseldorf

Die Medizinische Flüchtlingshilfe Düsseldorf ist eine Initiative von Medizinstudierenden, die sich zum Ziel gesetzt hat, die medizinische Versorgung der Geflüchteten zu verbessern und gleichzeitig Medizinstudierenden der HHU wesentliche Kompetenzen des ärztlichen Handelns zu vermitteln. Um dies zu erreichen, wurden folgende Hauptprojekte formuliert: Arztbesuche von Geflüchteten werden von Medizinstudierenden und Dolmetschenden begleitet, um bürokratische Hindernisse und Sprachbarrieren zu überwinden. Außerdem werden bilinguale Anamnesebögen in zahlreichen Sprachen erstellt und so das ärztliche Erstgespräch vereinfacht und beschleunigt. Aufklärungskampagnen sollen den Gesundheitszustand von Geflüchteten in Düsseldorf verbessern. Veranstaltungen wie Vorträge auf dem Campus, die auf die Flucht und Gesundheitsproblematik aufmerksam machen, und eine aktive Beteiligung in der Lehre geben Medizinstudierenden die Möglichkeit, wichtige Kompetenzen im Umgang mit Geflüchteten zu erwerben.

TranslAid

Vernetung, Qualifizierung, Vermittlung ehrenamtlicher Dolmetscher*inne

TranslAid ist ein junges, wachsendes Projekt zur Vermittlung ehrenamtlicher Dolmetscher*innen. Diese Leistung stellt eine essentielle Ergänzung für andere Integrations- und Unterstützungsangebote dar, die sich mit ihren Anfragen direkt an TranslAid wenden. Viele Angebote wären letztlich ohne die Unterstützung der ehrenamtlichen Dolmetscher*innen von TranslAid für Geflüchtete und Migrant*innen ohne ausreichende Deutschkenntnisse nicht zugänglich. Die von TranslAid betreuten Ehrenamtlichen begleiten diese Personen zu individuellen Beratungen und Terminen. Sie gewährleisten eine Verständigung in verschiedenen Sprachen – insgesamt 38. Der innovative Charakter des Projekts besteht in der gebündelten und zentralisierten Koordinations- und Vermittlungsarbeit der ehrenamtlichen Dolmetscher*innen, sowie in deren spezifischer Vorbereitung und Weiterbildung. Die stark steigende Nachfrage und die erfolgreichen Vermittlungen zeigen die große Bedeutsamkeit des Projekts TranslAid.

Welcome to Bremen

Was muss ich wissen, um mich in Bremen zurechtzufinden? Wo kann ich hingehen, um mich beraten zu lassen? Welcome to Bremen ist die umfangreichste Webseite für zugewanderte und geflüchtete Menschen in Bremen. Es gibt Informationen zu wichtigen Fragen in verschiedenen Kategorien wie zum Beispiel Arbeit und Beruf, Gesundheit, Bildung, Deutschkurse sowie Alltag und Leben; und das auf vier Sprachen: Deutsch, Englisch, Arabisch und Farsi. Es werden ständig neue Inhalte entwickelt oder bestehende Inhalte aktualisiert. So kann Welcome to Bremen sich optimal an dem Bedarf der Zielgruppe ausrichten. Auch Informationen für Multiplikatoren, Interessierte und Ehrenamtliche werden bereitgestellt. Die Basis dafür wurde von über 100 Menschen entwickelt, die zum großen Teil ehrenamtlich mitgearbeitet haben. An der Zusammenstellung und Konzeption der Inhalte waren auch zugewanderte und geflüchtete Menschen selbst beteiligt. So konnten schon bei der Erarbeitung viele Perspektiven einbezogen werden.

Kiron Open Higher Education gGmbH

Open Higher Education for Refugees

Kiron Open Higher Education hat das Ziel, gleitende Zugänge zur Hochschulbildung für Geflüchtete über digitale Lösungen zu ermöglichen. Geflüchteten ist es durch das Kiron-Modell möglich, unabhängig von ihrem Rechtsstatus, Deutschkenntnissen und weiteren Hürden schnell und kostenfrei Bildungsangebote wahrzunehmen. Das Programm wird durch zusätzliche Unterstützungsangebote ergänzt, welche sich an den Bedürfnissen der jungen Geflüchteten mit Studieninteresse orientieren. So haben Kiron Studierende Zugang zu einem Mentoring Programm, zu speziellen, digitalen Study Groups, individueller Beratung sowie zu offline Student Weekends. Ziel ist sowohl die Förderung von wirtschaftlicher und sozialer Integration in die jeweiligen Gastländer, als auch die Bestärkung von Geflüchteten, durch das Studieren zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu finden. Kiron steht damit für Demokratieförderung und Empowerment im besten Sinne.

Das Hallo Projekt

Wir bringen Einwanderer und Senioren zusammen

Das Hallo Projekt ist eine soziale Initiative mit dem Ziel, Einwanderer und Senioren zusammenzubringen, um den interkulturellen und generationsübergreifenden Austausch zu fördern. Das Projekt besteht aus zwei Teilen: Gemeinsame Aktivitäten und ein Tandem-Programm. Zu ersteren zählen Spaziergänge sowie Koch-, Spiel-, Kultur- und Tanzabende, wo beide Gruppen sich kennenlernen, austauschen und Vorurteile abbauen können. Das Tandem-Programm bringt einen Senior und einen Einwanderer mit gemeinsamen Interessen, Hobbys und passendem Wohnort zusammen. In einer vertrauensvollen und lockeren Atmosphäre gewinnen die Einwanderer Selbstvertrauen, um ihre Deutschkenntnisse anzuwenden und zu verbessern. Die Senioren werden involviert und wertgeschätzt, denn sie helfen den Einwanderern, ihre Sprachfähigkeiten zu verbessern und sich zu integrieren. Durch diese Win-win-Situation wird die Integration von Einwanderern und die aktive Teilnahme von beiden Gruppen an der Gesellschaft gefördert.

Law Clinic Augsburg

Die Law Clinic Augsburg bietet kostenlose studentische Rechtsberatung im Migrations- und Mietrecht an. Auf Initiative von Studierenden wurde sie Anfang 2015 als Projekt der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg gegründet. Kooperationspartner sind die Stadt Augsburg, die Rechtsanwaltskammer München und „b3 im zib“. Außerdem hat sie mit der Language Clinic als einzige Law Clinic Deutschlands ein eigenes umfangreiches Dolmetscherprojekt aufgebaut, mit Hilfe dessen sie Beratungen in 25 verschiedenen Sprachen anbieten kann. In einem speziell konzipierten Studienprogramm werden die ehrenamtlichen Teilnehmer*innen in verschiedenen Bereichen praxisorientiert geschult, um danach als Berater*innen tätig zu werden. Neben den Beratungen in den Sprechstunden und AnkER-Zentren hält sie Vorträge für Geflüchtete und Ehrenamtliche und trägt mit der öffentlichen Vortragsreihe zur gesellschaftlichen Aufklärung und mit dem Weiterbildungsprogramm für Schulen zur asylpolitischen Bildungsarbeit bei.

KulturMarktHalle e.V.

Ein Raum für Kultur und Nachbarschaft.

KulturMarktHalle e.V. ist ein gemeinnütziger Verein in Berlin mit dem Ziel, durch das Unterhalten der gleichnamigen KulturMarktHalle - eines Kunst-, Kultur-, Bildungs- und Begegnungsortes mit Marktständen und Gastronomie- und Kulturbetrieb - die Integration von geflüchteten Menschen in die Gesellschaft zu fördern. Geflüchtete werden dabei zu Unternehmer*innen und machen sich mit kleinen Läden und Unternehmen oder als Künstler*innen selbstständig und finden in der KulturMarktHalle ein neues Betätigungsfeld. Zur gleichen Zeit belebt diese ein benachteiligtes Stadtviertel und bietet neue Einkaufs- und Begegnungsmöglichkeiten für alteingesessene und neu angekommene Berliner.

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