Menschen mit Migrationshintergrund

ZuBaKa – der Zukunftsbaukasten

Mit dem Zukunftsbaukasten unterstützt ZuBaKa Schulen dabei, bestmögliche Strukturen zur Integration jugendlicher Neuankommender mit und ohne Fluchthintergrund aufzubauen, die den Jugendlichen einen guten Start in das Bildungssystem ermöglichen. Das Konzept wurde in der Praxis mit Lehrkräften und SozialpädagogInnen entwickelt. Es besteht aus aufeinander abgestimmten Teilprojekten, die über ein Schuljahr hinweg gemeinsam mit den Akteuren vor Ort umgesetzt werden. Additiv zum Unterricht gibt es individuell angepasste Projektarbeit, die vier Bereiche abdeckt: Ankommen in Schule und Stadt, Kennenlernen und Vernetzen, berufliche Orientierung und der Übergang in die Regelklasse. Damit schließt ZuBaKa eine Integrationslücke, die an Schulen besteht. Die Umsetzung übernehmen Studierende pädagogischer Fachrichtungen (Scouts) und Ehrenamtliche im Schulumfeld. Das Ergebnis: tragfähige Strukturen, die soziale und wirtschaftliche Teilhabe der jugendlichen Neuankommenden ermöglichen.

migration_miteinander

Wir denken Migration neu!

migration_miteinander ermöglicht legale Migration nach Deutschland von Geflüchteten mit italienischem Schutzstatus. Diese von der Politik oft vernachlässigte, aber zahlenmäßig wichtige Zielgruppe ist aufgrund mangelnder Perspektiven in Italien oft einem extremen Migrationsdruck ausgesetzt. Eine Weitermigration in Länder wie Deutschland ist wegen der aktuellen europäischen Gesetzgebung kaum möglich- ein erneutes Asylverfahren oder ein Leben ohne gesicherten Aufenthaltsstatus in Deutschland sind die Konsequenzen davon.
Wir haben einen Weg erarbeitet, der legale Migration zu Ausbildungszwecken über das Visumverfahren ermöglicht. Damit ist von Anfang an ein legaler Aufenthalt mit allen Chancen der Integration möglich.
Als nötigen Zwischenschritt organisieren wir Freiwilligendienste oder Hospitationspraktika in Deutschland, während der die Geflüchteten ihre Deutschkenntnisse verbessern und auf Ausbildungssuche gehen. Die Vorbereitung in Italien übernimmt unser italienischer Partner.

Conquer Babel e.V.

Students for Refugees

Conquer Babel ist eine von Studierenden gegründete Organisation mit dem Ziel, Sprachbarrieren und Berührungsängste abzubauen. Die Organisation ist Teil der Göttinger Flüchtlingshilfe. Conquer Babel bietet kostenfreie Deutschkurse für Geflüchtete an. Diese sind unbürokratisch, für alle Geflüchteten zugänglich und reichen von Alphabetisierungs- bis zu B1-Kursen. Außerdem wurde ein sich ständig erweiternder Dolmetscherpool aufgebaut. Die Übersetzungen für Geflüchtete in mittlerweile sieben Sprachen sollen bei Arztbesuchen, Rechtsberatungen, Amtsgängen und vielem mehr unterstützen. Auch andere Organisationen in der Flüchtlingshilfe profitieren von diesem kostenfreien Angebot. Des Weiteren werden Social Events organisiert, wie zuletzt das muslimische Fest des Fastenbrechens und ein Sommerfest. Als regelmäßigen Treffpunkt wurde das Begegnungscafé im Cafè Inti ins Leben gerufen, bei welchem einmal wöchentlich Geflüchtete und Göttinger in unkomplizierter Atmosphäre Kontakte knüpfen können.

integrAIDE

Geflüchtete in Arbeit bringen. Regional. Effizient. Perfekt betreut.

integrAIDE schließt langfristig durch neue und innovative Ideen Lücken in dem drängenden Bereich Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Beim Job Coach-Konzept werden ehrenamtliche Helfer in einem praxisnahen Seminar im Bereich der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten ausgebildet. Job Coaches sind Ehrenamtliche, die die Arbeitssuche und -vermittlung von Geflüchteten planen, mit Behörden koordinieren, Geflüchtete schulen und den Unternehmen bei der Suche und Einstellung von Geflüchteten und der Gewinnung von Fördermitteln helfen. Die Job Coaches werden von integrAIDE zudem betreut und vernetzt. Dabei erhalten sie die Werkzeuge, die es ihnen ermöglichen, den Weg von Geflüchteten in Arbeit signifikant zu verbessern und zu beschleunigen. Bis Ende 2018 sollen 1.000 Job Coaches dazu beitragen, dass 20.000 Geflüchtete schneller eine Arbeit finden. Ein großer Beitrag zur Lösung einer gesellschaftlichen Herausforderung. Und die öffentliche Hand spart mindestens 100 Millionen EUR.

Binationales Integrationsmentoring

Vielfalt ist unsere Stärke

Das Binationale Integrationsmentoring bringt Neuangekommene (vor allem Geflüchtete) mit erfahrenen und gut integrierten Eingewanderten zusammen. Die Besonderheit liegt dabei auf zwei Schwerpunkten: Erstens leben die Mentoren (Eingewanderten) in binationalen Familienstrukturen und sind somit Brückenbauer zwischen alter und neuer Heimat. Sie verfügen über die Ressource Mehrsprachigkeit und können in unterschiedlicher Form „übersetzen.” Zweitens: Das Angebot des Dialogs und der Begleitung (Mentoring) wird online angeboten (z.B. über Skype oder eine Online-Plattform). Das unterstützt den schnellen und leichten Zugang zum Angebot und macht es damit unabhängig von Ort und Zeit. Ziel ist es, die Neuangekommenen in dem Prozess der Integration zu unterstützen - flankierend zu allen anderen Maßnahmen (bspw. Integrationskurs). Das Besondere liegt auf der Weitergabe von Erfahrungen und Wissen von bereits integrierten Menschen und dem Aufgreifen von individuellen Bedarfen und Bedürfnissen.

Kleeblatt

„Wer ein vierblättriges Kleeblatt findet, der hat Glück.“

Kleeblatt ist ein Mentorenprogramm von Gymnasiasten der Oberstufe für Grundschüler mit Migrationshintergrund, das diese beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützt und sich somit der bildungstechnischen Anpassung der Chancengleichheit zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund widmet. Das Projekt sieht sich allerdings nicht als reine Nachhilfe oder Hausaufgabenunterstützung, sondern auch als Integrationshilfe, die eine Verbindung schafft und Brücken zwischen den verschiedenen Kulturen schlägt. Hierfür besuchen die Mentoren einmal die Woche die Grundschüler zur Hilfestellung bei Schwierigkeiten mit Hausaufgaben, beim Verstehen des Schulstoffes oder zum Erlernen neuer Fähigkeiten. Ziel des Projektes ist es, Grundschüler unabhängig von finanziellen Mitteln, Herkunft, Religion und Geschlecht zu fördern und ihnen einen angenehmen Start in das (Schul-)Leben zu ermöglichen.

Kulturpatenschaften mit Flüchtlingen

Mitte 2015 startete die KulturLoge Dresden das Pilotprojekt Kulturpatenschaften mit Flüchtlingen. Mit der Verwirklichung der kulturellen Teilhabe von Asylsuchenden soll die Willkommenskultur in Dresden gestärkt und ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und für Toleranz gesetzt werden. Für Asylsuchende, wenn auch ohne oder mit noch geringen Deutschkenntnissen, können Konzerte, Museen und Pantomime zum Erlebnis werden. Zudem sollen mit dem Projekt Vorurteile und Barrieren abgebaut werden, indem alteingesessenen und neu zugezogenen DresdnerInnen das gemeinsame Erleben von Kulturangeboten in ihrer Stadt und der persönliche Austausch miteinander ermöglicht wird. Die Schnittstelle zwischen KulturLoge und Asylsuchenden bilden eigens hierfür initiierte Kooperationen mit zahlreichen Sozialpartnern. Diese fungieren als Kontaktstelle und Vermittelnde für das Projekt. Der Besuch der Veranstaltungen wird schließlich in Begleitung von Paten, Betreuern und Dolmetschenden durchgeführt.

Interkulturelles Bildungs- und Begegnungszentrum

Mit IBBO (Interkulturelles Bildungs- und Begegnungszentrum Oberstadt) wurde ein Projekt geschaffen, das es geflüchteten Menschen in vielfältiger Art ermöglicht, die hiesige Gesellschaft mit ihren Werten und Regeln, ihren Chancen und Risiken besser kennenzulernen. Zugleich wird dem Austausch der Kulturen Raum gegeben. Der Ansatz Flüchtlings-Hilfe hat sich gewandelt in das Verständnis der Flüchtlings-Integration. Das Projekt widmet sich der nachhaltigen und ganzheitlichen Integration geflüchteter Menschen in die deutsche Gesellschaft. Im Mittelpunkt steht der individuelle Integrationsbedarf des Geflüchteten. Der Integrationsansatz basiert auf den Säulen: Integration durch Bildung, berufliche Integration durch Arbeit sowie sozial-kulturelle Integration. Durch vielfältige Angebote soll die sprachliche, berufliche und soziale Integration der Menschen ermöglicht werden bei gleichzeitiger Befähigung, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Weltenöffner

Erstorientierung für geflüchtete Frauen und Kinder im Alltag

Der Verein hat sich im Mai 2016 aus dem Gefühl heraus gegründet, dass nach dem Ende des „Willkommens-Sommers“ die eigentliche Arbeit jetzt erst beginnt. Weltenöffner ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein, der Geflüchteten, insbesondere Frauen und Kindern, bei der Erstorientierung in Hamburg hilft. Fast alle Aktivitäten werden über Sponsoring bzw. Spenden und ehrenamtliche Tätigkeiten finanziert. Dabei kooperiert der Verein mit Institutionen in den verschiedenen Stadtteilen. Ziel ist es, die Geflüchteten nicht nur bei der Aneignung der neuen Sprache zu unterstützen, sondern ihnen auch Angebote außerhalb der Unterkünfte aufzuzeigen.

Hanseatic Help e.V.

Einfach machen!

Hanseatic Help versorgt und unterstützt seit Herbst 2015 bedürftige Personen und verteilt dabei Spenden der Hamburger Bürger an alle gemeinnützigen Träger und Organisationen. So unterstützt der Verein Geflüchtete, Obdachlose, Kinderheime und Frauenhäuser in Hamburg und anderen Bundesländern kostenlos mit Kleidung und anderen Artikeln des täglichen Bedarfs. Darüber hinaus werden Hilfsgüter in Krisenregionen wie Syrien, Nordirak, Kenia, Ukraine oder Griechenland geliefert. Wenn ein gemeinnütziger Bedarf erkannt wird und die nötigen Ressourcen mobilisierbar sind, gilt die Regel: Einfach machen! Übergeordnetes Ziel ist es, bedürftige Menschen nach den Prinzipien der Humanität und Solidarität zu unterstützen und hinter den akuten Herausforderungen eine große Chance für unsere gesamte Gesellschaft zu sehen. Dafür gilt es, Mitmenschen eine bessere Perspektive auf soziale und berufliche Integration zu bieten: Weitermachen. Gemeinsam. Für mehr Miteinander. Für eine gelingende Integration.

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