Menschen mit Migrationshintergrund

Binationales Integrationsmentoring

Vielfalt ist unsere Stärke

Das Binationale Integrationsmentoring bringt Neuangekommene (vor allem Geflüchtete) mit erfahrenen und gut integrierten Eingewanderten zusammen. Die Besonderheit liegt dabei auf zwei Schwerpunkten: Erstens leben die Mentoren (Eingewanderten) in binationalen Familienstrukturen und sind somit Brückenbauer zwischen alter und neuer Heimat. Sie verfügen über die Ressource Mehrsprachigkeit und können in unterschiedlicher Form „übersetzen.” Zweitens: Das Angebot des Dialogs und der Begleitung (Mentoring) wird online angeboten (z.B. über Skype oder eine Online-Plattform). Das unterstützt den schnellen und leichten Zugang zum Angebot und macht es damit unabhängig von Ort und Zeit. Ziel ist es, die Neuangekommenen in dem Prozess der Integration zu unterstützen - flankierend zu allen anderen Maßnahmen (bspw. Integrationskurs). Das Besondere liegt auf der Weitergabe von Erfahrungen und Wissen von bereits integrierten Menschen und dem Aufgreifen von individuellen Bedarfen und Bedürfnissen.

Kleeblatt

„Wer ein vierblättriges Kleeblatt findet, der hat Glück.“

Kleeblatt ist ein Mentorenprogramm von Gymnasiasten der Oberstufe für Grundschüler mit Migrationshintergrund, das diese beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützt und sich somit der bildungstechnischen Anpassung der Chancengleichheit zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund widmet. Das Projekt sieht sich allerdings nicht als reine Nachhilfe oder Hausaufgabenunterstützung, sondern auch als Integrationshilfe, die eine Verbindung schafft und Brücken zwischen den verschiedenen Kulturen schlägt. Hierfür besuchen die Mentoren einmal die Woche die Grundschüler zur Hilfestellung bei Schwierigkeiten mit Hausaufgaben, beim Verstehen des Schulstoffes oder zum Erlernen neuer Fähigkeiten. Ziel des Projektes ist es, Grundschüler unabhängig von finanziellen Mitteln, Herkunft, Religion und Geschlecht zu fördern und ihnen einen angenehmen Start in das (Schul-)Leben zu ermöglichen.

Kulturpatenschaften mit Flüchtlingen

Mitte 2015 startete die KulturLoge Dresden das Pilotprojekt Kulturpatenschaften mit Flüchtlingen. Mit der Verwirklichung der kulturellen Teilhabe von Asylsuchenden soll die Willkommenskultur in Dresden gestärkt und ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und für Toleranz gesetzt werden. Für Asylsuchende, wenn auch ohne oder mit noch geringen Deutschkenntnissen, können Konzerte, Museen und Pantomime zum Erlebnis werden. Zudem sollen mit dem Projekt Vorurteile und Barrieren abgebaut werden, indem alteingesessenen und neu zugezogenen DresdnerInnen das gemeinsame Erleben von Kulturangeboten in ihrer Stadt und der persönliche Austausch miteinander ermöglicht wird. Die Schnittstelle zwischen KulturLoge und Asylsuchenden bilden eigens hierfür initiierte Kooperationen mit zahlreichen Sozialpartnern. Diese fungieren als Kontaktstelle und Vermittelnde für das Projekt. Der Besuch der Veranstaltungen wird schließlich in Begleitung von Paten, Betreuern und Dolmetschenden durchgeführt.

Interkulturelles Bildungs- und Begegnungszentrum

Mit IBBO (Interkulturelles Bildungs- und Begegnungszentrum Oberstadt) wurde ein Projekt geschaffen, das es geflüchteten Menschen in vielfältiger Art ermöglicht, die hiesige Gesellschaft mit ihren Werten und Regeln, ihren Chancen und Risiken besser kennenzulernen. Zugleich wird dem Austausch der Kulturen Raum gegeben. Der Ansatz Flüchtlings-Hilfe hat sich gewandelt in das Verständnis der Flüchtlings-Integration. Das Projekt widmet sich der nachhaltigen und ganzheitlichen Integration geflüchteter Menschen in die deutsche Gesellschaft. Im Mittelpunkt steht der individuelle Integrationsbedarf des Geflüchteten. Der Integrationsansatz basiert auf den Säulen: Integration durch Bildung, berufliche Integration durch Arbeit sowie sozial-kulturelle Integration. Durch vielfältige Angebote soll die sprachliche, berufliche und soziale Integration der Menschen ermöglicht werden bei gleichzeitiger Befähigung, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Weltenöffner

Erstorientierung für geflüchtete Frauen und Kinder im Alltag

Der Verein hat sich im Mai 2016 aus dem Gefühl heraus gegründet, dass nach dem Ende des „Willkommens-Sommers“ die eigentliche Arbeit jetzt erst beginnt. Weltenöffner ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein, der Geflüchteten, insbesondere Frauen und Kindern, bei der Erstorientierung in Hamburg hilft. Fast alle Aktivitäten werden über Sponsoring bzw. Spenden und ehrenamtliche Tätigkeiten finanziert. Dabei kooperiert der Verein mit Institutionen in den verschiedenen Stadtteilen. Ziel ist es, die Geflüchteten nicht nur bei der Aneignung der neuen Sprache zu unterstützen, sondern ihnen auch Angebote außerhalb der Unterkünfte aufzuzeigen.

Hanseatic Help e.V.

Einfach machen!

Hanseatic Help versorgt und unterstützt seit Herbst 2015 bedürftige Personen und verteilt dabei Spenden der Hamburger Bürger an alle gemeinnützigen Träger und Organisationen. So unterstützt der Verein Geflüchtete, Obdachlose, Kinderheime und Frauenhäuser in Hamburg und anderen Bundesländern kostenlos mit Kleidung und anderen Artikeln des täglichen Bedarfs. Darüber hinaus werden Hilfsgüter in Krisenregionen wie Syrien, Nordirak, Kenia, Ukraine oder Griechenland geliefert. Wenn ein gemeinnütziger Bedarf erkannt wird und die nötigen Ressourcen mobilisierbar sind, gilt die Regel: Einfach machen! Übergeordnetes Ziel ist es, bedürftige Menschen nach den Prinzipien der Humanität und Solidarität zu unterstützen und hinter den akuten Herausforderungen eine große Chance für unsere gesamte Gesellschaft zu sehen. Dafür gilt es, Mitmenschen eine bessere Perspektive auf soziale und berufliche Integration zu bieten: Weitermachen. Gemeinsam. Für mehr Miteinander. Für eine gelingende Integration.

Inova e.V. – Daheim Unterwegs

Interkulturelle Ortsrundgänge in Umkirch

Wie lassen sich Gelegenheiten arrangieren, damit Menschen mit und ohne Fluchterfahrung miteinander in Kontakt kommen, Vorurteile abgebaut werden und Begegnungen auf Augenhöhe entstehen? Von dieser Frage ausgehend, setzt sich das Projekt Daheim Unterwegs – Interkulturelle Ortsrundgänge für das Miteinander von Menschen in Umkirch ein. Ein Ortskundiger und ein Dolmetscher, beides ehrenamtlich Engagierte, zeigen interessante Orte in der Gemeinde Umkirch. Thematisch können dies einerseits einzelne Gebäude wie das Rathaus, die Feuerwehr, die Alte Mühle sein, aber auch spezielle Themen wie interreligiöser Dialog oder eine Kindheit in Umkirch. Der besondere Fokus der Rundgänge liegt auf der persönlichen Sichtweise auf Umkirch und dem gemeinsamen Austausch über die Erfahrungen und Themen im Rundgang. Die Grundidee ist „Wege, die nicht von alleine begangen werden, Orte, die alleine nicht aufgesucht werden, und Kontakte, die nicht von alleine entstehen, zu ermöglichen und zu fördern.”

Turning Tables

INTEGRATION.FOOD.CULTURAL UNDERSTANDING.

Turning Tables, das Integrationsprojekt des gemeinnützigen Vereins Thrive International e.V., bietet ein dreimonatiges Programm für geflüchtete Menschen zur Arbeitsmarktintegration in der Metropolregion München an. Ziel des sozialen Projekts ist die nachhaltige Integration von jungen Geflüchteten in die deutsche Gesellschaft. Zusammen mit Partnern aus der Hotel- und Gastronomiebranche schafft Turning Tables die Rahmenbedingungen, um junge geflüchtete Menschen auf Ausbildungsberufe vorzubereiten und sie während dieses Eingliederungsprozesses zu begleiten. Alleinstellungsmerkmale sind ein zielorientierter Auswahlprozess der Programmteilnehmer sowie ein auf die Bedürfnisse der Zielgruppen maßgeschneidertes Training in Theorie und Praxis. Die jungen Menschen erhalten nicht nur in berufsspezifischen Fächern Unterricht, sondern dürfen das neu Erlernte schnell bei den Partnerunternehmen von Turning Tables in die Tat umsetzen. 

SolidariGee e.V.

Verein zur Unterstützung geflüchteter Minderjährige

SolidariGee e.V. unterstützt minderjährige geflüchtete Jugendliche und möchte sich langfristig als gemeinnützige Organisation für Kinder und Jugendliche etablieren. Die Vision des Vereins ist es, „Türen zu öffnen” und „Integration auf Augenhöhe” zu fördern. Durch den Ausbau kostenfreier und integrativer Freizeit- und Bildungsprogramme in nun mehreren Berliner Bezirken kann der Verein Raum für interkulturelle Begegnungen zwischen Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrung schaffen. Die Grundidee dieser Angebote ist es, durch interkulturelle Begegnungen Akzeptanz und Wertschätzung innerhalb verschiedener Kulturen zu fördern, Berührungsängste abzubauen und die Arbeit stets im Austausch mit den und nach den Bedürfnissen der Jugendlichen anzupassen.

SIR & HIRE

Call Them Newcomers

SIR & HIRE sind zwei Initiativen mit einem gemeinsamen Ziel: Sie bauen eine Brücke zwischen motivierten Newcomern (=Geflüchteten) und verantwortungsbereiten Unternehmen. Durch die vielen öffentlichen und privaten am Integrationsprozess beteiligten Institutionen ist die Situation für Newcomer sehr unübersichtlich. Die Brücke ist daher sehr wichtig. SIR & HIRE möchten sie zugänglich machen für andere Initiativen und somit Wettbewerber zu Kooperationspartnern machen und die Stärken jedes Einzelnen nutzen. Dafür sind die finanziellen Rahmenbedingungen als Ausgangspunkt für Gespräche definiert. Die Kooperation ermöglicht, eine größere Zahl von Newcomern schneller zu integrieren. Die Brücke steht derzeit auf drei Pfeilern: Definierte, offene Prozesse, eine IT-Plattform, die alle Angebote bündelt und effizientes Matching von Angebot und Nachfrage bietet, und ein Mentoren-Programm, in dem die Unternehmen vorbereitet und die Newcomer auch nach der Vermittlung begleitet werden.

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