Menschen mit Migrationshintergrund

Integreat

Der mobile Alltagsguide zur Integration

Können wir zugewanderten Menschen relevante lokale Informationen in ihrer Landessprache ohne permanenten Internetzugriff und unübersichtliches Papierchaos zur Verfügung stellen? Die Frage haben wir uns auch gestellt und die Integreat-App geschaffen. Warum eine App? Die eigenen Webseiten sind selten für Mehrsprachigkeit ausgelegt und nur mit Internetverbindung verfügbar. Andererseits existiert für klassische Printmedien und Übersetzungen ein hoher Organisationsaufwand - vor allem bei Aktualisierungen. Um einen geeigneten Kommunikationskanal für Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund zu schaffen, stellt Integreat Städten und Landkreisen eine Plattform und eine mehrsprachige, offline-verfügbare App zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer und Bayerischen Wirtschaft können außerdem Praktika und Lehrstellen abgerufen werden. Bundesweit nutzen bereits 20 Städte und Landkreise Integreat um lokale Angebote, Informationen und Tipps an die Zielgruppe zu kommunizieren.

Wohnbrücke

So gelingt Integration!

Die Wohnbrücke vermittelt Wohnungen mit unbefristeten Mietverträgen an geflüchtete Menschen und verbessert so deren Integration. Die Mietverhältnisse werden durch ehrenamtliche Wohnungslotsen begleitet, die den Neumieter auf dem Weg in ein eigenverantwortliches und selbständiges Mieterleben unterstützen. Als in ihrem Stadtteil engagierte Menschen bauen die Wohnungslotsen Brücken in die neue Nachbarschaft. Für diese Aufgabe werden sie von der Wohnbrücke geschult und weiter begleitet. Sie sind zusätzliche Ansprechpartner für Vermieter und Nachbarn, die so dem Neumieter auf Augenhöhe begegnen können. Den Mietern bietet die Wohnbrücke freiwillige Schulungen an. Es geht der Wohnbrücke darum, Strukturen für gelingende Integration in der Gesellschaft aufzubauen. Das Konzept wurde an einem Runden Tisch von Ideengebern, Entscheidern und Multiplikatoren aus Wirtschaft, Verwaltung und Ehrenamt entwickelt, ist hauptamtlich verankert und wird von einer breiten Basis von Ehrenamtlichen getragen.

Motivation für Integration

Sport & Sozialkompetenztraining für Flüchtlinge

Die Flüchtlingsthematik ist zu einem bedeutenden Thema für die Gesellschaft in Deutschland geworden, die neue Ansätze für eine erfolgreiche Integration erfordert. Seit 2012 sammeln wir praktische Erfahrungen in der Arbeit mit jugendlichen Migranten, aus denen wir eine einfache und wirkungsvolle Formel entwickelten: Sport + Gespräche = Motivation für Integration. Sport verbindet, Gespräche schaffen Vertrauen. Im Ergebnis werden Aggressionen abgebaut und Beziehungen aufgebaut. Als Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration entstehen Orientierung, Verständnis und Respekt. Der spezielle Umgang auf Augenhöhe mit den Jugendlichen aus vielen verschiedenen Kulturen ist unsere Kernexpertise. Unsere Trainer werden in ihrer Anwendung geschult und erhalten Unterstützung durch Fallgespräche und Supervision. Derzeit erreichen wir mit 6 Angeboten wöchentlich 150 Jugendliche in 3 Hamburger Stadtteilen.

One World Basketball

Wir bringen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung zusammen

One World Basketball (OWB) kreiert durch ein niedrigschwelliges Basketballangebot einen Raum zum Austausch von Menschen mit und ohne Fluchterfahrung. Das Basketballtraining und -spiel stellt eine Aktivität in den Vordergrund, über die Gemeinsamkeiten gefunden und Barrieren überwunden werden können. Neben der sportlichen Betätigung erzeugt OWB Entwicklungsmöglichkeiten auf beiden Seiten. Menschen, die schon länger in Berlin leben, können Neuankömmlingen dabei helfen, sich zurechtzufinden, die deutsche Sprache durch Praxis zu festigen und Zugang zu Netzwerken zu öffnen. Höhere Ziele sind eine Willkommenskultur auf- und Vorurteile abzubauen. OWB wird in bestehende Strukturen eingebettet, so gibt die Anmeldung in der Freizeit Basketball Liga Berlin (FBL) dem Team die Möglichkeit, mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen. Das verstärkt den Wirkungskreis von OWB und schafft über die gut vernetzten Spieler der FBL potentiell mehr Zugänge für die Spieler mit Fluchterfahrung.

Ankommen – Human@Human e.V.

Menschen vernetzen Menschen

"Menschen vernetzen Menschen" ist das Motto von Human@Human e.V. Er holt die Menschen - im übertragenen Sinn - da ab, wo sie sind. Jeder Mensch ist ein Individuum und benötigt individuelle Förderung und Unterstützung. Das Prinzip des Vereins ist eine 1:1-Betreuung von Asylsuchenden durch Patenschaften für eine effektive und nachhaltige Integration. Durch Vernetzung wird Hilfe zur Selbsthilfe gegeben, es werden Erfahrungen gebündelt und angewendet. Zwischen Neuankömmlingen und Freiwilligen werden Tandems geschaffen. Diese werden in allen Belangen begleitet und unterstützt, so lange wie nötig bis zur erfolgreichen Integration. Das Human@Human-Team hilft bei der Suche nach Arbeit und Wohnung, gibt Infos zu passenden Deutsch-, Integrations- oder Freizeitkursen sowie Angeboten verschiedener Organisationen. Es bietet Austausch zwischen Paten und Geflohenen und ist Ansprechpartner bei Problemen und Fragen. Das Ziel: Ein integrierter Mensch kann anderen Menschen bei der Integration helfen.

treff.punkt.asyl

Interkultureller Treffpunkt Asyl Peißenberg

Dieser interkulturelle Treffpunkt für Asylbewerber und Peißenberger Bürger ermöglicht es, sich ohne Berührungsängste an einem gemeinsamen Ort zu begegnen und in der jeweiligen kulturellen Vielfalt kennenzulernen. So kann Integration vor allem durch Kommunikation geschehen - verbal, nonverbal, digital, über bildende Kunst, Handwerk oder Musik. Dazu gibt es Aktivitäten verschiedenster Art wie ein Sprachcafé, Internetcafé, Deutsch-Onlinekurse, Musik, Koch- und Kinderaktionen, Handwerkliches, Feste und Feiern, erste Schritte in die Selbstorganisation Asylsuchender und vieles mehr. Nicht zuletzt ist es auch ein Angebot für ehrenamtliche Helfer, durch Workshops und Weiterbildungen die eigenen Kompetenzen zu erweitern, selbst aufzutanken und sich zu vernetzen. 'Kamingespräche' in loser Reihenfolge runden das Angebot ab. Die eigenen Räume seit April 2016 schaffen Voraussetzungen, kulturelle Begegnung zu ermöglichen, integrierend zu wirken und so Eskalationen vorzubeugen.

Young Shapers e.V.

Integration ist kein Thema für einige Jahre, sondern erfolgt über Generationen hinweg. Young Shapers ist ein 1-zu-1 Mentoringprogramm für Oberstufenschüler, vor allem aus Familien mit Migrationshintergrund, zur Studienorientierung durch interkulturell kompetente Studenten. Sich freiwillig engagierende Mentoren unterstützen den Studieneinstieg, indem sie ihre eigenen Erfahrungen mit den Mentees teilen und kontinuierlich für Fragen zur Verfügung stehen. Es wird darauf geachtet, dass sowohl Mentoren als auch Mentees kulturell und akademisch diversifiziert sind, um ein wertvolles Netzwerk aufzubauen und Vorbildrollen zu schaffen. Zum Programm gehören einerseits regelmäßige Treffen zwischen Mentoren und Mentees und andererseits zusätzliche Veranstaltungen, insbesondere Workshops von Praxispartnern zu relevanten Themen wie Motivation und Selbstfindung. Das Ziel ist es, eine Brücke für Schüler zu der Erfahrung von Studenten zu schlagen, um Transparenz zum "Leben nach der Schule" zu schaffen.

Ehrenamtliche Sprachpaten für Flüchtlinge

Rede mit mir!

Durch "Rede mit mir!" sollen erwachsene Flüchtlinge in Stadt und Landkreis Passau, die über erste Deutschkenntnisse verfügen, die Chance bekommen, Passauer Bürgerinnen und Bürger kennenzulernen, regelmäßig Deutsch zu sprechen und so die Sprache schneller und besser zu lernen. Dafür werden ehrenamtliche Sprachpaten ausgebildet. Die Freiwilligen werden durch eine Schulung umfassend auf ihre Tätigkeit vorbereitet und erhalten praxisnahe Lernmaterialien, um z.B. alltagsnahe Gesprächsthemen individuell und ohne pädagogische Vorbildung vermitteln zu können.
Das Ziel des Projekts ist es, das gegenseitige Kennenlernen zu unterstützen und durch die persönliche Sprachförderung den Flüchtlingen dabei zu helfen, sich selbst eine Stimme zu geben und aktiv an der Gesellschaft teilhaben zu können. Außerdem werden Menschen aus der Region dazu motiviert, sich vor Ort ganz praktisch für Integration zu engagieren. Damit werden das respektvolle Miteinander und der interkulturelle Austausch unterstützt.

soulgardenberlin

Ankommen. Lernen. Wachsen.

"soulgardenberlin" bietet Flüchtlingsunterkünften flexible Gartenlösungen an, mit denen sie Neuankömmlinge willkommen heißen und zur aktiven Mitarbeit einladen. Die Seelengärtner begleiten die Menschen mit fachlicher und interkultureller Kompetenz und ermuntern sie, eigene Wünsche und Ideen einzubringen. Geflüchtete profitieren in vielerlei Hinsicht: In den Seelengärten können sie sich aus der Isolation bewegen und sich austauschen. Sie erhalten eine Aufgabe, die sie für einen Moment über ihre aktuelle unsichere Situation hinwegtröstet. Indem sie aktiv mitwirken, übernehmen Geflüchtete Verantwortung zu für sich und die Gemeinschaft. Die von "soulgardenberlin" initiierten Gärten wurden an mehreren Standorten in Berlin mit Erfolg angenommen. Um unabhängig von Platz, Wetter und Jahreszeit gärtnerische Angebote zu machen, wird die soulgardenbox als kleinere, tragbare Variante entwickelt, die sinnstiftend, anregend und vielfältig einsetzbar ist.

miteinander lernen

Lehramtsstudenten fördern Schüler mit Migrationshintergrund

„miteinander lernen“ unterstützt und fördert Schüler auf der einen und Studierende des Lehramtes auf der anderen Seite. Das Projekt wurde gemeinsam von Eltern, Studierenden, Schülern, Migrantenorganisationen, der RWTH Aachen und der Evangelischen Familienbildungsstätte entwickelt. Es fördert und fordert jeden Schüler entsprechend seiner Neigung und Begabung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik und entsprechend der Studienfächer der Studierenden. Viele Schüler haben einen Migrationshintergrund, alle kommen aus Familien mit begrenzten finanziellen Mitteln. „miteinander lernen“ handelt aus der Überzeugung heraus, dass ein gemeinsamer Lernraum für Schüler und Studierende zum beiderseitigen Vorteil genutzt werden kann. Damit fördert das Projekt die individuellen Bildungs- und damit Zukunftschancen der Schüler und der Lehramtsstudierenden gleichermaßen.

Seiten