Menschen mit Migrationshintergrund

Ankommen – Human@Human e.V.

Menschen vernetzen Menschen

"Menschen vernetzen Menschen" ist das Motto von Human@Human e.V. Er holt die Menschen - im übertragenen Sinn - da ab, wo sie sind. Jeder Mensch ist ein Individuum und benötigt individuelle Förderung und Unterstützung. Das Prinzip des Vereins ist eine 1:1-Betreuung von Asylsuchenden durch Patenschaften für eine effektive und nachhaltige Integration. Durch Vernetzung wird Hilfe zur Selbsthilfe gegeben, es werden Erfahrungen gebündelt und angewendet. Zwischen Neuankömmlingen und Freiwilligen werden Tandems geschaffen. Diese werden in allen Belangen begleitet und unterstützt, so lange wie nötig bis zur erfolgreichen Integration. Das Human@Human-Team hilft bei der Suche nach Arbeit und Wohnung, gibt Infos zu passenden Deutsch-, Integrations- oder Freizeitkursen sowie Angeboten verschiedener Organisationen. Es bietet Austausch zwischen Paten und Geflohenen und ist Ansprechpartner bei Problemen und Fragen. Das Ziel: Ein integrierter Mensch kann anderen Menschen bei der Integration helfen.

treff.punkt.asyl

Interkultureller Treffpunkt Asyl Peißenberg

Dieser interkulturelle Treffpunkt für Asylbewerber und Peißenberger Bürger ermöglicht es, sich ohne Berührungsängste an einem gemeinsamen Ort zu begegnen und in der jeweiligen kulturellen Vielfalt kennenzulernen. So kann Integration vor allem durch Kommunikation geschehen - verbal, nonverbal, digital, über bildende Kunst, Handwerk oder Musik. Dazu gibt es Aktivitäten verschiedenster Art wie ein Sprachcafé, Internetcafé, Deutsch-Onlinekurse, Musik, Koch- und Kinderaktionen, Handwerkliches, Feste und Feiern, erste Schritte in die Selbstorganisation Asylsuchender und vieles mehr. Nicht zuletzt ist es auch ein Angebot für ehrenamtliche Helfer, durch Workshops und Weiterbildungen die eigenen Kompetenzen zu erweitern, selbst aufzutanken und sich zu vernetzen. 'Kamingespräche' in loser Reihenfolge runden das Angebot ab. Die eigenen Räume seit April 2016 schaffen Voraussetzungen, kulturelle Begegnung zu ermöglichen, integrierend zu wirken und so Eskalationen vorzubeugen.

Young Shapers e.V.

Integration ist kein Thema für einige Jahre, sondern erfolgt über Generationen hinweg. Young Shapers ist ein 1-zu-1 Mentoringprogramm für Oberstufenschüler, vor allem aus Familien mit Migrationshintergrund, zur Studienorientierung durch interkulturell kompetente Studenten. Sich freiwillig engagierende Mentoren unterstützen den Studieneinstieg, indem sie ihre eigenen Erfahrungen mit den Mentees teilen und kontinuierlich für Fragen zur Verfügung stehen. Es wird darauf geachtet, dass sowohl Mentoren als auch Mentees kulturell und akademisch diversifiziert sind, um ein wertvolles Netzwerk aufzubauen und Vorbildrollen zu schaffen. Zum Programm gehören einerseits regelmäßige Treffen zwischen Mentoren und Mentees und andererseits zusätzliche Veranstaltungen, insbesondere Workshops von Praxispartnern zu relevanten Themen wie Motivation und Selbstfindung. Das Ziel ist es, eine Brücke für Schüler zu der Erfahrung von Studenten zu schlagen, um Transparenz zum "Leben nach der Schule" zu schaffen.

Ehrenamtliche Sprachpaten für Flüchtlinge

Rede mit mir!

Durch "Rede mit mir!" sollen erwachsene Flüchtlinge in Stadt und Landkreis Passau, die über erste Deutschkenntnisse verfügen, die Chance bekommen, Passauer Bürgerinnen und Bürger kennenzulernen, regelmäßig Deutsch zu sprechen und so die Sprache schneller und besser zu lernen. Dafür werden ehrenamtliche Sprachpaten ausgebildet. Die Freiwilligen werden durch eine Schulung umfassend auf ihre Tätigkeit vorbereitet und erhalten praxisnahe Lernmaterialien, um z.B. alltagsnahe Gesprächsthemen individuell und ohne pädagogische Vorbildung vermitteln zu können.
Das Ziel des Projekts ist es, das gegenseitige Kennenlernen zu unterstützen und durch die persönliche Sprachförderung den Flüchtlingen dabei zu helfen, sich selbst eine Stimme zu geben und aktiv an der Gesellschaft teilhaben zu können. Außerdem werden Menschen aus der Region dazu motiviert, sich vor Ort ganz praktisch für Integration zu engagieren. Damit werden das respektvolle Miteinander und der interkulturelle Austausch unterstützt.

soulgardenberlin

Ankommen. Lernen. Wachsen.

"soulgardenberlin" bietet Flüchtlingsunterkünften flexible Gartenlösungen an, mit denen sie Neuankömmlinge willkommen heißen und zur aktiven Mitarbeit einladen. Die Seelengärtner begleiten die Menschen mit fachlicher und interkultureller Kompetenz und ermuntern sie, eigene Wünsche und Ideen einzubringen. Geflüchtete profitieren in vielerlei Hinsicht: In den Seelengärten können sie sich aus der Isolation bewegen und sich austauschen. Sie erhalten eine Aufgabe, die sie für einen Moment über ihre aktuelle unsichere Situation hinwegtröstet. Indem sie aktiv mitwirken, übernehmen Geflüchtete Verantwortung zu für sich und die Gemeinschaft. Die von "soulgardenberlin" initiierten Gärten wurden an mehreren Standorten in Berlin mit Erfolg angenommen. Um unabhängig von Platz, Wetter und Jahreszeit gärtnerische Angebote zu machen, wird die soulgardenbox als kleinere, tragbare Variante entwickelt, die sinnstiftend, anregend und vielfältig einsetzbar ist.

miteinander lernen

Lehramtsstudenten fördern Schüler mit Migrationshintergrund

„miteinander lernen“ unterstützt und fördert Schüler auf der einen und Studierende des Lehramtes auf der anderen Seite. Das Projekt wurde gemeinsam von Eltern, Studierenden, Schülern, Migrantenorganisationen, der RWTH Aachen und der Evangelischen Familienbildungsstätte entwickelt. Es fördert und fordert jeden Schüler entsprechend seiner Neigung und Begabung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik und entsprechend der Studienfächer der Studierenden. Viele Schüler haben einen Migrationshintergrund, alle kommen aus Familien mit begrenzten finanziellen Mitteln. „miteinander lernen“ handelt aus der Überzeugung heraus, dass ein gemeinsamer Lernraum für Schüler und Studierende zum beiderseitigen Vorteil genutzt werden kann. Damit fördert das Projekt die individuellen Bildungs- und damit Zukunftschancen der Schüler und der Lehramtsstudierenden gleichermaßen.

Soziales Mentoring für Integration

Psychosoziale Versorgung von Flüchtlingen u. Migranten

Gegenwärtig engagieren sich in Deutschland viele tausend ehrenamtlich Helfende, um Geflüchteten einen guten Start in unserem Land zu ermöglichen. Ungefähr die Hälfte der Ankommenden ist mit psychischen Problemen oder Traumata belastet. Das stellt die Helfenden vor große Herausforderungen. Ohne passgenaue Versorgung werden psychische Probleme weiter verstärkt, weil Bewältigungsversuche fehlschlagen. Die Arbeit der Helfenden ist gleichzeitig soziales Mentoring und Integrationsarbeit (somenti). Allerdings geraten sie als Laien während der interkulturellen Kontakte nicht selten an die Grenzen der eigenen Belastbarkeit. Tritt Erschöpfung ein, droht das Engagement abzubrechen. Verwaltungen oder Behörden können hier nicht einspringen, eher besteht die Gefahr, dass die Welle der Hilfsbereitschaft abebbt. Das somenti-Projekt will die Widerstandskraft der Helfenden für die kulturelle Herausforderung stärken und sie durch den Aufbau einer psychosozialen Koordinationsstelle unterstützen.

Welcome Dinner

Hamburger laden ein

Beim "Welcome Dinner" in Hamburg laden Einheimische Flüchtlinge zu sich nach Hause zum Abendessen ein. Die Idee dahinter: Viele Flüchtlinge lernen kaum Hamburger kennen, geschweige denn ihr Zuhause. Auch haben sie oft wenig Möglichkeiten, außerhalb der Sprachkurse Deutsch zu sprechen. Gleichzeitig möchten viele Hamburger die Flüchtlinge in ihrer Stadt willkommen heißen, wissen aber oft nicht, wie, oder sie haben wenig Zeit, sich zu engagieren. Ein Abendessen im eigenen Zuhause ist etwas sehr Persönliches, eine Geste der (Gast-)Freundschaft. Mittlerweile tragen 45 junge Ehrenamtliche in Hamburg mit "Welcome Dinner" zur Integration im Alltag bei – von Hamburger zu Hamburger. Insgesamt haben wir bereits fast 1.500 Dinner organisiert - und die allermeisten "Paare" bleiben nach dem Abendessen in Kontakt, gehen zusammen Fußball spielen, besuchen ein Konzert oder suchen eine Praktikumsstelle oder Wohnung für den Flüchtling.

Refugee Law Clinic Munich e. V.

Studentische Rechtsberatung für Geflüchtete

Der gemeinnützige Verein Refugee Law Clinic Munich e.V. bietet Geflüchteten eine kostenlose Anlaufstelle für Rechtsberatung an. Die Ratsuchenden sollen einen Ort vorfinden, an dem sie persönlich, individuell und in ihrer Muttersprache beraten werden. Die Rechtsberatung wird dabei von 60 Studenten der Rechtswissenschaft durchgeführt. Durch die Beratung sammeln sie Praxiserfahrung und lernen im Team, Lösungen für rechtliche Probleme zu finden. Dafür durchlaufen die Mitglieder eine obligatorische Ausbildung mit theoretischen und praktischen Elementen. Sie werden in ihrer täglichen Arbeit von 15 erfahrenen Rechtsanwälten angeleitet. Mit dem Beratungsstipendium von startsocial hat der Verein seine Arbeit optimiert und die Beratung qualitativ aufgewertet, dem Verein nachhaltig Struktur verliehen und ihn auf die Herausforderungen, denen sich ein ständig wachsender Verein stellen muss, vorbereitet.

TrauDichPlus

Ahmet ist stolz! Er hat einen Ausbildungsplatz erhalten! Dorthin geführt hat ihn die Maßnahme „TrauDich“, die sein Profil erfasste und auf ein passendes Berufsfeld lenkte. Integro e.V., bei dem „TrauDich“ angesiedelt ist, half in 2015 auf diese Weise 90 und in 2016 bereits 60 Flüchtlingen, in den deutschen Arbeitsmarkt zu kommen. Dies gelingt durch Kooperation mit den JobGate-Messen der bildungsagentur GmbH, die 75% der so trainierten Flüchtlinge in Praktikum und Ausbildung bringt - zusätzlich unterstützt durch Individualakquise. Ein Stamm ehrenamtlicher Ausbildungslotsen aus Firmen („TrauDichPlus“) begleitet diese jungen Menschen bis zum Ende des 1. Ausbildungsjahres, um einen Abbruch zu verhindern. Dieses erfolgreiche Paket „TrauDichPlus“ wird in München bis zu 400 Jugendliche jährlich betreuen und in anderen bayerischen Städten erprobt werden. Mit größeren Firmen, Flüchtlings-Berufsschulen, Arbeitsagenturen, Heimen plant Integro eine deutschlandweite Umsetzung im Franchisesystem.

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