Menschen mit Migrationshintergrund

Spielraum e.V.

Respekt. Vertrauen. Anerkennung

Der Spielraum e.V. ist ein Verein für offene Kinder- und Jugendarbeit. Seit über 30 Jahren engagieren sich Studierende im Rahmen eines Projekts des Lehrstuhls Sonderpädagogik der Universität Würzburg für Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen und sozialen Milieus in Kitzingen. Im Februar 2000 gründete sich daraus der SPIELRAUM e.V., der frei von Trägern und frei von parteipolitischer Abhängigkeit arbeitet und handelt. Der Verein sieht in der Freizeit von jungen Menschen ein hohes Potenzial an Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten, die leider oftmals ungenutzt bleiben. Freizeit bietet zahlreiche Chancen, neue Erfahrungen zu sammeln, außerhalb von gewohnten Kontexten wie Familie und Schule, und damit auch die Gelegenheit, neue Seiten an sich zu entdecken. Aber auch den Eltern wird die Möglichkeit geboten, mehr „freie Zeit“ für sich zu haben, die sie benötigen und verdienen, um den alltäglichen „Familienstress“ zu meistern.

Willkommensmanagement der AWO Düsseldorf

Miteinander - Füreinander

Die AWO Düsseldorf startete in 2015 mit einem neuen Arbeitsfeld – der Flüchtlingshilfe, welche in hohem Maße vom bürgerschaftlichen Engagement lebt. Aus dem Umgang mit den damit verbundenen Herausforderungen entstand der Projektantrag zum Willkommensmanagement. Für das Projekt wurden folgende Schwerpunkte gelegt:
• Der Aufbau einer Willkommenskultur und die Entwicklung einer Kommunikationsstrategie im neuen Arbeitsfeld „Flüchtlinge“,
• Die Schaffung eines offensiven Umgangs und einer transparenten Diskussion aktueller Fragestellungen insbesondere mit integrationskritischen Menschen,
• Die Förderung einer optimalen Integration durch ehrenamtliche Betreuung und Unterstützung von Flüchtlingen in den Unterkünften (in Ergänzung zur professionellen Sozialberatung).
Die Bildung einer Wertegemeinschaft der Ehrenamtlichen, die Entwicklung einer Willkommenskultur für die Helfer sowie die Integration der kritischen Akteure stellten die zentralen Ziele des Projektes dar.

Refugee Law Clinic Cologne e.V.

Der Refugee Law Clinic Cologne e.V. (RLCC) bietet seit Mitte 2013 im Kölner Raum kostenfreie studentische Rechts- und Praxisberatung in den verschiedenen Phasen des Migrationsprozesses an. Die RLCC orientiert sich dabei an der Idee der im anglo-amerikanischen Rechtsraum verbreiteten „Law Clinics“ und berät Geflüchtete auf den Gebieten des Asyl- und Aufenthaltsrechts. Der Verein begegnet damit einem wichtigen gesellschaftlichen Problem, indem ihre Mitglieder als Bindeglied zwischen staatlichen Behörden und Geflüchteten fungieren. Zudem ermöglicht er seinen Mitgliedern den Transfer ihrer Fähigkeiten und ihres Wissens in die Praxis. Die aktuell knapp 300 Mitglieder des Vereins werden in einem umfassenden Schulungsprogramm fachspezifisch ausgebildet und intensiv wie einzelfallorientiert von einem Beirat, bestehend aus 16 Volljuristen der Fachgebiete, un-terstützt. Seit Aufnahme der Tätigkeit hat der Verein über 250 Sachverhalte betreut.

German Angel Initiative

mehr Chancen auf ein besseres Leben

Die German Angel Initiative setzt sich dafür ein, dass Flüchtlingskinder und Kinder aus sozial schwachen Familien mehr Chancen auf ein besseres Leben erhalten. Dafür schult das Projektteam studentische Helfer (SuperAngels) und organisiert deren ehrenamtlichen Einsatz an Bonner Grundschulen.

Das individuelle Förderprogramm setzt sich aus drei Hauptbestandteilen zusammen:
1. Sprache: Sprachförderung und Alphabetisierung
2. Schule: Pausen- und Hausaufgabenbetreuung
3. Training sozialer Kompetenzen (PFADE-Programm): Gewaltprävention, Steigerung der Lern- und Leistungsbereitschaft und Verbesserung der Grundlage für empathisches Verhalten, Resilienz, Reflexivität und Demokratiekompetenz

Im Modellprojekt konnte die Initiative von Oktober 2015 bis Februar 2016 mit 38 Studenten 55 Kinder an drei Bonner Grundschulen erreichen und über 3.800 Förderstunden leisten. Seit April ist die Initiative an insgesamt sechs Grundschulen aktiv und erreicht mit 52 SuperAngels mehr als 85 Kinder.

Intecreative

Die Welt kocht im Quadrat

„Intecreative“ ist ein Projekt der weltweiten Studierendeninitiative Enactus an der Universität Mannheim. Das Ziel des Projektes ist es, das Leben von Asylbewerbern nachhaltig zu verbessern und Vorurteile abzubauen. Dafür entwickelte „Intecreative“ das Kulturkochbuch „Intecreative – Die Welt kocht im Quadrat“. In dem Kochbuch erzählen zehn Mannheimer Asylbewerber ihre persönlichen Geschichten und teilen dem Leser ihre Lieblingsrezepte aus ihren Heimatländern mit. Das Buch sensibilisiert den Leser für das Thema Asyl und nimmt ihn zugleich auf eine kulinarische Reise mit. Die Erlöse des Buches fließen direkt und in voller Höhe in die Einrichtung eines Sprachcafés in der Mannheimer Innenstadt, das ein Begegnungsort zwischen Asylbewerbern und interessierten Mitbürgern werden soll. So soll den Asylbewerbern der Anschluss an die Gesellschaft erleichtert werden, damit sie ihre Sprachkenntnisse durch den regelmäßigen Kontakt zu Deutschen weiter verbessern und festigen können.

BildungsBrückenBauen

Interkulturelles Ehrenamtlichenprojekt

Mehr als jede zweite Schülerin und jeder zweite Schüler in München stammt aus einer Familie, die aus dem Ausland nach München eingewandert ist. Für den schulischen Erfolg sind die Unterstützung der Eltern, ihr Wissen über das Schul- und Bildungssystem und eine gute Zusammenarbeit zwischen Familie und Schule von großer Bedeutung. Um aus sprachlicher Sicht noch mehr Migrantengruppen zu erreichen, wurde das Projekt "BildungsBrückenBauen" ins Leben gerufen. Mehrsprachige Ehrenamtliche werden zum Thema "Das bayerische Schulsystem" qualifiziert und engagieren sich als sprachliche und kulturelle Mittlerinnen und Mittler bei Elterngesprächen sowie als Übersetzerinnen und Übersetzer für muttersprachliche Elterninformationsveranstaltungen. Auf diese Weise bauen sie „Bildungsbrücken“. Das Angebot ist für Schulen und Institutionen im Bildungsbereich kostenfrei. Bisher decken mehr als 90 Ehrenamtliche über 62 Sprachen ab.

Save Me München

Flüchtlinge Aufnehmen!

Die „Save Me“-Kampagne in München macht sich seit 2008 für die Aufnahme von Flüchtlingen über das UN-Resettlement-Programm stark. Ausgehend von München hat sich die Kampagne in 50 weiteren Kommunen gebildet. Die lokalen Kampagnen orientieren sich am Münchner Vorbild: mit Hilfe von Paten und Ehrenamtlichen wird in den Kommunen versucht, den jeweiligen Stadtrat zu überzeugen, sich offiziell für die Aufnahme von UN-Resettlement-Flüchtlingen auszusprechen und damit ein starkes Signal an die Bundesebene zu senden. Die über die Website geworbenen Paten stehen den Neuankömmlingen zur Seite. Sie unterstützen Resettlement-Flüchtlinge, aber auch Asylbewerber beim Einleben in Deutschland und schaffen Begegnungen, die Berührungsängste abbauen und gegenseitiges Verständnis fördern. Sie dienen außerdem als Multiplikatoren für die deutsche Gesellschaft und für Flüchtlinge und werben für die Umsetzung einer Willkommenskultur in Deutschland.

Flüchtlingspaten Hückelhoven

„Flüchtlingspaten Hückelhoven“ – gemeinsam viel bewegen! Ehrenamtlich Tätige tragen dazu bei, dass sich Flüchtlinge im Alltag besser zurechtfinden, und vermitteln ihnen Sicherheit und Akzeptanz. Sie wollen die Ist-Situation der Flüchtlinge in Hückelhoven verbessern, Integration ermöglichen und Vorurteile und Ängste innerhalb der Bevölkerung abbauen. Begleitung bei Arztbesuchen, gemeinsame Freizeitgestaltung, Vertrautmachen mit der neuen Umgebung – die Aufgaben der Flüchtlingspaten sind so zahlreich wie die Länder, aus denen die Flüchtlinge kommen. Oberstes Ziel aller Maßnahmen ist es, die Flüchtlinge zu stärken und zu befähigen, ihr Leben in Zukunft selbstbestimmt und allein gestalten zu können – Hilfe zur Selbsthilfe! Zahlreiche Menschen aus Hückelhoven engagieren sich ehrenamtlich im Projekt und bringen sich mit ihrer Vielfalt und ihren unterschiedlichen Stärken und Fähigkeiten ein. Dabei erfahren sie Unterstützung und Begleitung durch starke Kooperationspartner.

Zusammen in Barmbek

Um ein Kind zu erziehen braucht man ein ganzes Dorf! (afr. Sprichwort)

Im schuleigenen Projekt „Zusammen in Barmbek" übernehmen Ehrenamtliche dort Verantwortung, wo die Schule des Stadtteils Hamburg-Barmbek an ihre Grenzen stößt: mit Willkommenspatenschaften, Deutschförderung oder als persönliche Paten. Bei den wöchentlichen Treffen mit den Ehrenamtlichen genießt jeweils eine Schülerin beziehungsweise ein Schüler die volle Aufmerksamkeit eines Erwachsenen. Dadurch wird eine Vertrauensbeziehung aufgebaut und schwierige Aufgaben – wie zum Beispiel Schule, Erwachsen werden oder die neue Heimat – zusammen bewältigt. Die Schülerinnen und Schüler erfahren Stärkung und gewinnen so an Selbstvertrauen.

Ritas Häkelclub e.V.

Migrantinnen häkeln für ihre Selbstbestimmung

„Ritas Häkelclub e.V.“ ist ein gemeinnütziger, überkonfessioneller Verein in Berlin, der die Integration und Partizipation von Frauen mit Migrationshintergrund fördert. Ziel des Vereins ist die Eingliederung von Migrantinnen in die deutsche Gesellschaft durch Teilhabe in wichtigen gesellschaftlichen Bereichen. Dementsprechend fördert der Verein mit seiner Projektarbeit den Erhalt, Austausch und die Verbreitung der besonderen handwerklichen Fähigkeiten und Kulturtechniken der türkischen Frauen. Seit der Vereinsgründung 2012 hat sich der Verein zu einer Ausbildungs-, Beratungs- und Begegnungsstätte weiterentwickelt. Auf Basis des Ehrenamts werden diverse Bildungskompetenzen vermittelt und die türkischen Mitarbeiterinnen für den Arbeitsmarkt qualifiziert. Parallel gründet sich eine Häkelmanufaktur, die durch eine steigende Auftragslage sozialgerechte Arbeitsplätze schafft. "Ritas Häkelclub" wurde 2012 als startsocial-Stipendiat mit dem Sonderpreis der Bundeskanzlerin geehrt.

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