Menschen mit Migrationshintergrund

Save Me München

Flüchtlinge Aufnehmen!

Die „Save Me“-Kampagne in München macht sich seit 2008 für die Aufnahme von Flüchtlingen über das UN-Resettlement-Programm stark. Ausgehend von München hat sich die Kampagne in 50 weiteren Kommunen gebildet. Die lokalen Kampagnen orientieren sich am Münchner Vorbild: mit Hilfe von Paten und Ehrenamtlichen wird in den Kommunen versucht, den jeweiligen Stadtrat zu überzeugen, sich offiziell für die Aufnahme von UN-Resettlement-Flüchtlingen auszusprechen und damit ein starkes Signal an die Bundesebene zu senden. Die über die Website geworbenen Paten stehen den Neuankömmlingen zur Seite. Sie unterstützen Resettlement-Flüchtlinge, aber auch Asylbewerber beim Einleben in Deutschland und schaffen Begegnungen, die Berührungsängste abbauen und gegenseitiges Verständnis fördern. Sie dienen außerdem als Multiplikatoren für die deutsche Gesellschaft und für Flüchtlinge und werben für die Umsetzung einer Willkommenskultur in Deutschland.

Flüchtlingspaten Hückelhoven

„Flüchtlingspaten Hückelhoven“ – gemeinsam viel bewegen! Ehrenamtlich Tätige tragen dazu bei, dass sich Flüchtlinge im Alltag besser zurechtfinden, und vermitteln ihnen Sicherheit und Akzeptanz. Sie wollen die Ist-Situation der Flüchtlinge in Hückelhoven verbessern, Integration ermöglichen und Vorurteile und Ängste innerhalb der Bevölkerung abbauen. Begleitung bei Arztbesuchen, gemeinsame Freizeitgestaltung, Vertrautmachen mit der neuen Umgebung – die Aufgaben der Flüchtlingspaten sind so zahlreich wie die Länder, aus denen die Flüchtlinge kommen. Oberstes Ziel aller Maßnahmen ist es, die Flüchtlinge zu stärken und zu befähigen, ihr Leben in Zukunft selbstbestimmt und allein gestalten zu können – Hilfe zur Selbsthilfe! Zahlreiche Menschen aus Hückelhoven engagieren sich ehrenamtlich im Projekt und bringen sich mit ihrer Vielfalt und ihren unterschiedlichen Stärken und Fähigkeiten ein. Dabei erfahren sie Unterstützung und Begleitung durch starke Kooperationspartner.

Zusammen in Barmbek

Um ein Kind zu erziehen braucht man ein ganzes Dorf! (afr. Sprichwort)

Im schuleigenen Projekt „Zusammen in Barmbek" übernehmen Ehrenamtliche dort Verantwortung, wo die Schule des Stadtteils Hamburg-Barmbek an ihre Grenzen stößt: mit Willkommenspatenschaften, Deutschförderung oder als persönliche Paten. Bei den wöchentlichen Treffen mit den Ehrenamtlichen genießt jeweils eine Schülerin beziehungsweise ein Schüler die volle Aufmerksamkeit eines Erwachsenen. Dadurch wird eine Vertrauensbeziehung aufgebaut und schwierige Aufgaben – wie zum Beispiel Schule, Erwachsen werden oder die neue Heimat – zusammen bewältigt. Die Schülerinnen und Schüler erfahren Stärkung und gewinnen so an Selbstvertrauen.

Ritas Häkelclub e.V.

Migrantinnen häkeln für ihre Selbstbestimmung

„Ritas Häkelclub e.V.“ ist ein gemeinnütziger, überkonfessioneller Verein in Berlin, der die Integration und Partizipation von Frauen mit Migrationshintergrund fördert. Ziel des Vereins ist die Eingliederung von Migrantinnen in die deutsche Gesellschaft durch Teilhabe in wichtigen gesellschaftlichen Bereichen. Dementsprechend fördert der Verein mit seiner Projektarbeit den Erhalt, Austausch und die Verbreitung der besonderen handwerklichen Fähigkeiten und Kulturtechniken der türkischen Frauen. Seit der Vereinsgründung 2012 hat sich der Verein zu einer Ausbildungs-, Beratungs- und Begegnungsstätte weiterentwickelt. Auf Basis des Ehrenamts werden diverse Bildungskompetenzen vermittelt und die türkischen Mitarbeiterinnen für den Arbeitsmarkt qualifiziert. Parallel gründet sich eine Häkelmanufaktur, die durch eine steigende Auftragslage sozialgerechte Arbeitsplätze schafft. "Ritas Häkelclub" wurde 2012 als startsocial-Stipendiat mit dem Sonderpreis der Bundeskanzlerin geehrt.

Ich bin ein Viernheimer

Sprache ist der Schlüssel zur Integration

Ziel des Projekts „Ich bin ein Viernheimer“ ist die Integration von Asylbewerbern in die Viernheimer Gesellschaft. Die große Herausforderung besteht darin, nicht nur ein Integrationsmerkmal zu berücksichtigen, sondern von Anfang an einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen. Dabei handelt es sich um folgende Merkmale: Sprache, Beruf, Wohnraum, Selbstorganisation, Kultur, Religion und soziale Kontakte. Unter der Leitung von Pfarrer Angelo Stipinovich und Gemeindereferent Herbert Kohl wurden ein Gesamtkonzept entwickelt und Rahmenbedingungen geschaffen, um Asylbewerbern eine neue Perspektive für ihr Leben in Deutschland zu bieten. Dazu mussten vorhandene Angebote gebündelt und strukturiert, Kooperationspartner gesucht und tragfähige Strukturen geschaffen werden. Grundhaltung des Projekts ist die Individualität und Würde jedes einzelnen Asylbewerbers. Das Projekt macht deutlich, dass Integration von Asylbewerbern ein Gewinn für alle Beteiligten ist.

Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen – MORGEN

Das "Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen – MORGEN" ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Migrantenorganisationen in München und Umgebung mit dem Ziel, Teilhabe und aktives Engagement von Münchnerinnen und Münchnern mit Migrations- und/oder Fluchterfahrung zu fördern. Das Netzwerk bringt Migrantenorganisationen untereinander und mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um den Austausch und die Zusammenarbeit zu fördern. Nach dem Motto 'Hilfe zur Selbsthilfe' unterstützt es die Mitgliedsorganisationen in ihren Anliegen z.B. durch Räumlichkeiten, Seminare, Beratung, strategische Vernetzung und Kontaktvermittlung. Durch gemeinsame Veranstaltungen, Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit setzt sich die Initiative für die Bedürfnisse von Münchnerinnen und Münchnern mit Migrations- und/oder Fluchterfahrung und ihren Organisationen ein und versucht (neue) Möglichkeiten zur aktiven gesellschaftlichen Teilhabe zu eröffnen.

CHAMPIONS ohne GRENZEN

Orange, Grün, Lila – Grenzen spielen wir nieder!

„CHAMPIONS ohne GRENZEN“ (kurz "ChoG"), setzt sich seit 2012 für die Teilhabe und Integration von Flüchtlingen in die deutsche Gesellschaft ein. Eine sehr gute Möglichkeit für nachhaltige Integration ist dabei Sport, insbesondere Fußball. Durch Trainings, Orientierungstouren in der Berliner Kulturlandschaft, Sozialberatung und Vernetzungsarbeit unterstützt der Verein Flüchtlinge aus aller Welt darin, in der neuen Heimat anzukommen. „CHoG“ trägt dazu bei, eine umfassende Willkommenskultur für Flüchtlinge in Deutschland zu etablieren. Ziel der Vereinsarbeit ist es, den Menschen in Flüchtlingsunterkünften neue Perspektiven zu vermitteln. Es werden offene und kostenlose Trainingsangebote geschaffen, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine kurzweilige Unterbrechung des häufig trostlosen Lebensalltags ermöglichen. Die Trainings eröffnen den Flüchtlingen einen Weg aus der räumlichen und sozialen Isolation. Sie können aktiv ihre Freizeit gestalten und an der Gesellschaft teilhaben.

Sprachbrücke-Hamburg e.V.

Wir reden, damit Sprache verbindet

Sprachförderung ist ein wesentlicher Schwerpunkt in Hamburg, damit Menschen mit Migrationshintergrund eine gleichberechtigte Teilhabe in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens erreichen. Praxiserfahrungen zeigen, dass nach Abschluss der Integrationskurse oft die Kenntnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder rapide sinken, weil sie zu wenige Gelegenheiten haben, das Erlernte anzuwenden. „Sprachbrücke-Hamburg e.V.“ orientiert sich an den gesellschaftlichen Entwicklungen und umfasst zwei Grundangebote: regelmäßige Gesprächsgruppen an festgelegten Orten und anschließende Angebote kleinerer Exkursionen zum lebenspraktischen Erkunden der neuen Heimatstadt. Alle Angebote werden von Ehrenamtlichen geleitet, die für diese Aufgabe speziell geschult und begleitet werden.

KIEZPATENSCHAFTEN

Vielfalt leben – Lernen durch Begegnung

WIR GESTALTEN e.V. schafft mit dem Projekt „KIEZPATENSCHAFTEN“ Begegnungsräume für Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen. Unter dem Motto „Vielfalt leben – Lernen durch Begegnung“ wird Integration zu einem gemeinsamen Entwicklungsprozess: beide Seiten lernen voneinander. Mit dem Projekt „KIEZPATENSCHAFTEN“, dem Kiezcafé und der Hausaufgabenhilfe in Kleingruppen trägt der Verein WIR GESTALTEN e.V. zu Toleranz und einem friedlichen Zusammenleben in Vielfalt im multikulturellen Berliner Stadtbezirk Wedding bei. Ehrenamtliche Kiezpaten helfen bei Hausaufgaben, dem Erlernen der deutschen Sprache, der Ausbildungsplatzsuche und bei persönlichen Problemen. Innerhalb und außerhalb des Kiezcafés bietet der Verein Freizeit- und Gesprächsmöglichkeiten an. So tragen die „KIEZPATENSCHAFTEN“ zur Entwicklung von Selbstbewusstsein und zur Beheimatung bei.

Herkunft-Ankunft-Zukunft

Interkulturelle Suchtprävention in Hamburg

Herkunft-Ankunft-Zukunft hat sich bereits vor sieben Jahren zum Ziel gesetzt, mit ehrenamtlich arbeitenden sogenannten Keypersons Suchtprävention bei eingewanderten MigrantInnen aus unterschiedlichen Nationen zu leisten, indem diese kultursensibel und in der jeweiligen Sprache über das Thema „Sucht“ aufgeklärt werden. Seither wurden 2.000 Personen unterschiedlicher Herkunft und Sprachen informiert. Das Projekt ist niedrigschwellig angesetzt: Durch dieses Projekt erreichte Personen fallen oft durch andere Raster und Hilfsangebote durch.
Das Projekt leidet unter zwei Hauptproblemen:
1) Derzeit wird das Projekt von der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert. Da es sich hierbei um eine Anschubfinanzierung handelt, droht die Förderung ab 2015 nicht mehr verlängert zu werden.
2) Das Projekt wird nur von einer halbtags arbeitenden Arbeitskraft unterstützt, die neben dem Projekt noch eine Reihe weiterer Projekte unterstützt.

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