Menschen mit Migrationshintergrund

Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen – MORGEN

Das "Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen – MORGEN" ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Migrantenorganisationen in München und Umgebung mit dem Ziel, Teilhabe und aktives Engagement von Münchnerinnen und Münchnern mit Migrations- und/oder Fluchterfahrung zu fördern. Das Netzwerk bringt Migrantenorganisationen untereinander und mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um den Austausch und die Zusammenarbeit zu fördern. Nach dem Motto 'Hilfe zur Selbsthilfe' unterstützt es die Mitgliedsorganisationen in ihren Anliegen z.B. durch Räumlichkeiten, Seminare, Beratung, strategische Vernetzung und Kontaktvermittlung. Durch gemeinsame Veranstaltungen, Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit setzt sich die Initiative für die Bedürfnisse von Münchnerinnen und Münchnern mit Migrations- und/oder Fluchterfahrung und ihren Organisationen ein und versucht (neue) Möglichkeiten zur aktiven gesellschaftlichen Teilhabe zu eröffnen.

CHAMPIONS ohne GRENZEN

Orange, Grün, Lila – Grenzen spielen wir nieder!

„CHAMPIONS ohne GRENZEN“ (kurz "ChoG"), setzt sich seit 2012 für die Teilhabe und Integration von Flüchtlingen in die deutsche Gesellschaft ein. Eine sehr gute Möglichkeit für nachhaltige Integration ist dabei Sport, insbesondere Fußball. Durch Trainings, Orientierungstouren in der Berliner Kulturlandschaft, Sozialberatung und Vernetzungsarbeit unterstützt der Verein Flüchtlinge aus aller Welt darin, in der neuen Heimat anzukommen. „CHoG“ trägt dazu bei, eine umfassende Willkommenskultur für Flüchtlinge in Deutschland zu etablieren. Ziel der Vereinsarbeit ist es, den Menschen in Flüchtlingsunterkünften neue Perspektiven zu vermitteln. Es werden offene und kostenlose Trainingsangebote geschaffen, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine kurzweilige Unterbrechung des häufig trostlosen Lebensalltags ermöglichen. Die Trainings eröffnen den Flüchtlingen einen Weg aus der räumlichen und sozialen Isolation. Sie können aktiv ihre Freizeit gestalten und an der Gesellschaft teilhaben.

Sprachbrücke-Hamburg e.V.

Wir reden, damit Sprache verbindet

Sprachförderung ist ein wesentlicher Schwerpunkt in Hamburg, damit Menschen mit Migrationshintergrund eine gleichberechtigte Teilhabe in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens erreichen. Praxiserfahrungen zeigen, dass nach Abschluss der Integrationskurse oft die Kenntnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder rapide sinken, weil sie zu wenige Gelegenheiten haben, das Erlernte anzuwenden. „Sprachbrücke-Hamburg e.V.“ orientiert sich an den gesellschaftlichen Entwicklungen und umfasst zwei Grundangebote: regelmäßige Gesprächsgruppen an festgelegten Orten und anschließende Angebote kleinerer Exkursionen zum lebenspraktischen Erkunden der neuen Heimatstadt. Alle Angebote werden von Ehrenamtlichen geleitet, die für diese Aufgabe speziell geschult und begleitet werden.

KIEZPATENSCHAFTEN

Vielfalt leben – Lernen durch Begegnung

WIR GESTALTEN e.V. schafft mit dem Projekt „KIEZPATENSCHAFTEN“ Begegnungsräume für Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen. Unter dem Motto „Vielfalt leben – Lernen durch Begegnung“ wird Integration zu einem gemeinsamen Entwicklungsprozess: beide Seiten lernen voneinander. Mit dem Projekt „KIEZPATENSCHAFTEN“, dem Kiezcafé und der Hausaufgabenhilfe in Kleingruppen trägt der Verein WIR GESTALTEN e.V. zu Toleranz und einem friedlichen Zusammenleben in Vielfalt im multikulturellen Berliner Stadtbezirk Wedding bei. Ehrenamtliche Kiezpaten helfen bei Hausaufgaben, dem Erlernen der deutschen Sprache, der Ausbildungsplatzsuche und bei persönlichen Problemen. Innerhalb und außerhalb des Kiezcafés bietet der Verein Freizeit- und Gesprächsmöglichkeiten an. So tragen die „KIEZPATENSCHAFTEN“ zur Entwicklung von Selbstbewusstsein und zur Beheimatung bei.

Herkunft-Ankunft-Zukunft

Interkulturelle Suchtprävention in Hamburg

Herkunft-Ankunft-Zukunft hat sich bereits vor sieben Jahren zum Ziel gesetzt, mit ehrenamtlich arbeitenden sogenannten Keypersons Suchtprävention bei eingewanderten MigrantInnen aus unterschiedlichen Nationen zu leisten, indem diese kultursensibel und in der jeweiligen Sprache über das Thema „Sucht“ aufgeklärt werden. Seither wurden 2.000 Personen unterschiedlicher Herkunft und Sprachen informiert. Das Projekt ist niedrigschwellig angesetzt: Durch dieses Projekt erreichte Personen fallen oft durch andere Raster und Hilfsangebote durch.
Das Projekt leidet unter zwei Hauptproblemen:
1) Derzeit wird das Projekt von der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert. Da es sich hierbei um eine Anschubfinanzierung handelt, droht die Förderung ab 2015 nicht mehr verlängert zu werden.
2) Das Projekt wird nur von einer halbtags arbeitenden Arbeitskraft unterstützt, die neben dem Projekt noch eine Reihe weiterer Projekte unterstützt.

Afiyet olsun!

Multikulturelles Schulessen mit sozialem Mehrwert - Guten Appetit!

‚Afiyet olsun!’ versucht Frauen mit Migrationshintergrund den beruflichen Einstieg zu ermöglichen, in dem wir multikulturelles Bioschulessen in Kooperation mit Schulen, Kitas und Biobauern anbieten und somit zu einer Auseinandersetzung mit Vielfalt beitragen. Die beiden Förderziele unsere Projektes sind die Arbeitsintegration von Migratinnnen sowie die Förderung einer qualitativ und kulinarisch hochwertigen Essenskultur in Bildungseinrichtungen. Hierbei wollen wir das Augenmerk auf die kulturellen und persönlichen Ressourcen der zukünftigen Mitarbeiterinnen richten, die wir im Rahmen der Projekttätigkeit langfristig einstellen möchten.

Zahnräder Netzwerk

Ein Zahnrad kann Kraft in Bewegung umsetzen - Genau das wollen wir tun

Zahnräder e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der das soziale Unternehmertum (Social Entrepreneurship) speziell von Muslimen in Deutschland fördert. Unsere jährliche Bundeskonferenz ist die zentrale Plattform, bei der rund 100 junge Engagierte und Multiplikatoren aus Wirtschaft, Politik, Medien, Wissenschaft und dem sozialen Sektor, ihre Ideen und Projekte vorstellen, sich vernetzen und ihre Visionen miteinander austauschen. Gemeinsam treten sie als "Changemaker" auf, die unsere Gesellschaft motivieren, verändern und mitgestalten. Zusätzlich werden jährlich die besten Projekte prämiert. Die Realisierung dieser Projekte werden finanziell und durch ein Mentoring unterstützt. Somit leistet Zahnräder einen wesentlichen Beitrag, um gesellschaftlich wertvolle Projekte von Muslimen zum Durchbruch zu verschaffen.

schulhafen – hoffnungsorte hamburg

Festmachen und Wissen bunkern

Schulhafen hamburg
Leuchtturmprojekt der Stiftung hoffnungsorte hamburg
Oft haben Besucher sozialer Einrichtungen alles verloren: Arbeit, Familie, Heimat. Geblieben ist allein die Hoffnung auf einen Neuanfang. Not lässt sich nachhaltig nur durch Bildung und neues Selbstvertrauen bewältigen, doch fehlt die Phantasie, sich eine Wende vorzustellen. Aus unterschiedlichsten Gründen ist der Zugang zum Bildungssystem verwehrt: Arbeitslosigkeit, Nichtanerkennung ausländischer Abschlüsse, bildungsferne Herkunft. Mit dem Projekt 'schulhafen' entsteht modellhaft mitten in Hamburg eine innovative, niedrigschwellige und internationale Volkshochschule. Das Vorbild seit über 80 Jahren in Kopenhagen – die Kofoeds Skole. Wir haben unseren neuesten hoffnungsort für Deutsche und Nicht-Deutsche bewusst Hafen genannt, um ihn als eine Schutzzone für „Schiffbrüchige“ des Bildungssystems, zu charakterisieren.

Klartext Deutsch

Für Migranten mit geringen Deutschkenntnissen, bildungsferne Mitbürger und Lernbehinderte bilden schriftliche Texte, z.B. Behördenformulare, Informationsbroschüren, Nachrichten oder Belletristik eine Barriere. Lesbare „Klartexte“ sollen einen leichten Zugang zu Informationen schaffen und gesellschaftliches Teilhabe und selbstbestimmtes Leben fördern. Dies entspricht den Gleichstellungsgesetzen, den EU-Richtlinien zur Inklusion und zur Barrierefreiheit von öffentlichen Texten. Das Projekt hat mehrere Schwerpunkte: 1. Texte werden in „Klartext“ übersetzt, eine Wochenzeitung wird geschrieben. 2. Das Verfassen von Texten in leichter Sprache wird geschult. 3. Ein Logo kennzeichnet Klartext und erhält breite Akzeptanz. 4. Angehörige der Zielgruppen sind entscheidend in Textauswahl und Qualitätssicherung eingebunden. Sie werden vom Hilfsempfänger zum Gestalter ihres gesellschaftlichen Umfelds und erlangen mehr Selbstbewusstsein und -bestimmung.

Grandhotel Cosmopolis

„Es wird eine Unterkunft für Flüchtlinge, sagen die einen. Was da in der Nähe des Augsburger Doms in einem ehemaligen Altenheim der Diakonie entsteht, könnte Deutschland verändern, sagen die anderen - Das Grandhotel Cosmopolis“ (Nürnberger Nachrichten, 1. Mai 2012)

Seit September 2011 hat eine Gruppe von Künstlern und Aktivisten komplett ehrenamtlich eine neuartige Idee von Wohnen und Arbeiten aufgebaut: In einem ehemaligen Alten- und Pflegeheim entstand eine Schnittstelle zwischen Asylbewerberunterkunft, Künstleratelier und Hostel. Der Eingangsbereich wurde dabei als Kommunikations-, Informations- und Veranstaltungsort geöffnet, um der Augsburger Stadtbevölkerung die Idee näher zu bringen. Die Gruppe setzte dabei von Anfang an auf Transparenz und die Veröffentlichung des Prozesses von der Idee zu einer Umsetzung.

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