Obdachlose

Langar - die Freie Küche

Gemeinsam gegen den Hunger auf den Strassen

Der Sikh-Verband Deutschland hat in der Pandemie die Entscheidung getroffen, kostenlose Mahlzeiten direkt zu den Bedürftigen in einzelne Städte zu bringen. Pilotstandort für die Initiative ist die Region Offenbach/Frankfurt und es war ein bundesweiter Roll-Out geplant. Die ehrenamtlichen Helfer aus der lokalen Sikh-Organisation stellen derzeit die Mahlzeiten her und liefern diese auch lokal selbständig aus. Die Anzahl der monatlich ausgegebenen Mahlzeiten wurde kontinuierlich ausgeweitet. Es wurden einige Kooperationspartner gefunden, die zur Essensausgabe beitragen und auch als Sammelpunkt für Bedürftige bereitstehen. Zur Zeit entwickelt Langar eine digitale App mit dem Namen Freie Küche App, welche jedem der einzelnen Unterstützer (Vereine) die Möglichkeit gibt, ihr Angebot zentral für Bedürftige bereitzustellen. Der Prototype steht bereits und der Rollout ist für dieses Jahr geplant.

Harburg-Huus

für obdachlose Menschen mit Hund

Das „Harburg-Huus“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Leben obdachloser Menschen nachhaltig zu verändern und die Sichtweise auf Obdachlosigkeit in der öffentlichen Wahrnehmung neu zu denken. Die Tagesaufenthalts- und Übernachtungsstätte des DRK Hamburg-Harburg lindert nicht nur die direkte Not ihrer obdachlosen Gäste, sondern zeigt auf, dass es Möglichkeiten gibt, dem prekären Leben auf der Straße zu entkommen. Das „Harburg-Huus“ ist eine einmalige Einrichtung in Deutschland: Im Gegensatz zu normalen Unterkünften sind hier Hunde willkommen. Die obdachlosen Gäste müssen sich nicht von ihren treuen Vierbeinern trennen. Als einzige Notunterkunft südlich der Elbe hilft die kleine, familiäre Einrichtung schnell und unbürokratisch, wenn Menschen in Not geraten. Eine engmaschige Betreuung, Freizeitangebote sowie eine ganze Bandbreite an Beratungsangeboten begleiten obdachlose Menschen zudem langfristig auf ihrem Weg zurück in ein selbst bestimmtes Leben.

Mehrblick

Brillen-Sprechstunden für Obdachlose und Bedürftige

Eine Brille kann Leben verändern. Deshalb schenkt Mehrblick obdachlosen und bedürftigen Menschen durch eine Brille wieder mehr Sehkraft und Würde. Gutes Sehen gibt Sicherheit im Alltag und eröffnet ihnen neue Chancen - auch auf dem Arbeitsmarkt. Die gespendeten Brillen werden wieder aufbereitet, in dem sie sortiert, gereinigt und neu vermessen werden. Das Team aus ehrenamtlichen Optikern und Augenärzten führt die Augenmessungen vor Ort in den Räumen der Obdachlosenhilfe durch. Das aufsuchende Angebot schließt eine medizinische Versorgungslücke. Jeder Besucher erhält einen qualitativen Sehtest und sofort eine bestmögliche Brille aus dem mobilen Brillenlager. In Hamburg und Berlin konnten bisher über 2.100 Menschen versorgt werden. Die regelmäßigen Brillen-Sprechstunden sind ab April 2020 auch in Hannover geplant.

Wooligans

Gemeinsam sträkeln für eine warme Gesellschaft

Wooligans - Gemeinsam sträkeln für eine warme Gesellschaft: Die Wooligans sträkeln (kurz für stricken und häkeln) mit Menschen jeden Alters, die jüngste ist derzeit 9, die älteste 89 Jahre alt, über die Grenzen von Herkunft, ökonomischem Status, Religion, Sexualität für obdachlose und bedürftige Menschen. Die gefertigten Teile, alles von der Mütze über Socken bis hin zu Schals und Stulpen für Beine / Arme, aber auch Pullover und Strickjacken, werden an Organisationen abgegeben, die direkt mit den Betroffenen arbeiten und so an diese verteilt. Die Wooligans halten die Gesellschaft im doppelten Sinne warm: Sie schlagen über ein gemeinsames Hobby Brücken zwischen Menschen und helfen dabei, Vorurteile abzubauen. Die Wooligans sträkeln inzwischen an 4 Standorten in Hamburgs, wo die Gruppe gegründet wurde und ebenfalls gibt es einen Ableger in Stuttgart sowie Bochum und in Münster. Zukünftig werden über die organisatorischen Strukturen Wiedereingliederungsmaßnahmen angeboten.

GoBanyo

Waschen ist Würde

GoBanyo bringt mit Hilfe des Projektes »Duschbus« die prekären Hygienebedingungen, den Verlust vom Würdegefühl von Obdachlosen und die gesellschaftliche Verantwortung dafür auf die Agenda.
Immer mit dem Ziel, dass es am Ende des Weges keine klassische Obdachlosigkeit mehr in Deutschland gibt.
Für ein solches Ziel braucht es ein starkes Team, das in turbulenten Zeiten mehrere Anker hat:
Prozessstrukturen, die Philosophie »all-profit« statt non-profit und eine Finanzplanung, die nicht auf Träumen aufgebaut ist.
Durch eine kosten- und barrierefreie Nutzung des Angebots kann der Duschbus eine Grundlage schaffen, um Wege aus der Obdachlosigkeit heraus leichter anzugehen.
GoBanyo - Waschen ist Würde!

StrassenBLUES e.V.

Wir zeigen kreative Wege aus der Armut.

StrassenBLUES e.V. ist ein gemeinnütziger Verein aus Hamburg. Er will mit kreativen Aktionen Obdachlosen neue Perspektiven schaffen und durch Begegnungen auf Augenhöhe Menschen nachhaltig verändern. Das langfristige Ziel: Es werden gesellschaftliche Bedingungen für Menschen geschaffen, die die Obdachlosigkeit abschafft. Für Wohnungs- und Obdachlose realisiert StrassenBLUES e.V. vielfältige Publikationen und kreative Produkte, um das Leben der Menschen auf der Straße zu verbessern. Mit dem Projekt StrassenKREATIONEN möchte er Beschäftigungen für Obdachlose ermöglichen. StrassenKREATIONEN sind kreative Arbeiten von Wohnungs- und Obdachlosen, die sie selbst herstellen, die verkauft werden und durch die zukünftig Jobs entstehen. Das können geschnitzte Stöcke sein, Basteleien oder Straßenmalereien. Das Besondere: Obdachlose und ihre Werke werden durch empathisches, professionelles Storytelling begleitet, sodass sie sichtbar werden und damit leichter Wege aus der Armut finden.

TiMMi ToHelp e.V.

Hilf' uns, die Welt bunter zu machen!

Der TiMMi ToHelp e. V. wurde im September 2016 gegründet und verfolgt den Zweck der Förderung hilfebedürftiger, vor allem obdachloser und von Armut betroffener Personen, die infolge ihrer geistigen, körperlichen oder seelischen Verfassung auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Der Verein strebt danach, ein Prinzip der Hilfe zur Selbst- und Weiterhilfe umzusetzen, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Partizipation sowie Achtsamkeit und Respekt zu fördern. Die Hilfe zur Selbsthilfe wird dabei um einen weiteren Schritt, die Hilfe für andere im Gleichschritt mit der eigenen Emanzipation, ergänzt – ein „Schneeballprinzip“ der Unterstützung entsteht. Dazu leistet der Verein Inklusionsarbeit für und mit Hilfsbedürftigen: Es werden Hilfsbedürftige bei der Durchführung der Projektarbeit motiviert, selbst mit anzupacken und dabei nicht automatisch nur anderen zu helfen, sondern eigene Probleme (wie Antriebs-, Beschäftigungslosigkeit) anzugehen.

Kunst aber gut

Kunst aber gut schafft Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Wohnung. Dazu vervielfältigt Kunst aber gut Kunstwerke als Postkarten zum Straßenverkauf für Obdachlose. 100 Prozent der Einnahmen bleibt bei den Straßenverkäufer*innen. Kunst aber gut ermöglicht so auf vielfältige Weise das gegenseitige Kennenlernen: Beim Erstellen der Postkarten wird Kunst von Obdachlosen vorrangig gedruckt. Diese Postkarten werden nicht nur von Sozialarbeiter*innen kostenlos an obdachlose Menschen weitergegeben. Jede*r engagierte Bürger*in hat die Möglichkeit, Postkarten an einen obdachlosen Menschen weiterzugeben. So und durch den Straßenverkauf der Postkarten entstehen weitere Begegnungen. Beim Versand der Kunstpostkarten entsteht letztlich eine weitere Begegnung, indem durch einen Hinweis auf der Postkarte auf das soziale Problem der Obdachlosigkeit aufmerksam gemacht wird.

Sozialtaler

Einfach spenden - Sozialtaler!

Der Sozialtaler bietet eine sichere Form des Spendens. Viele Menschen spenden gerne, wollen aber nicht, dass ihre Spende für Alkohol- oder Zigarettenkonsum genutzt wird. Der Sozialtaler bietet die Möglichkeit zu spenden, verbunden mit der Sicherheit, dass von der Spende keine Suchtmittel gekauft werden können. Der Sozialtaler ist ein Wertstück, mit dem der Besitzer des Talers in dem Laden, in dem der Taler erstanden ist, alles einkaufen kann mit Ausnahme von Alkohol und Zigaretten. Angesprochen werden sollen die Spender, die Vorbehalte hinsichtlich der Verwendung ihrer Spende haben, und natürlich diejenigen, die mit dem Sozialtaler in die Lage versetzt werden, sich notwendige Dinge des täglichen Bedarfs kaufen zu können (z.B. Obdachlose). Der Sozialtaler ist eine Ergänzung zum üblicherweise gespendeten Kleingeld – kein Ersatz.

Erdbebensicherer Wiederaufbau in Nepal

Häuser aus Erde für ein Dorf in Nepal

Carisimo e.V. ist seit mehr als 10 Jahren in Nepal tätig und unterstützt dort mehrere Hilfsprojekte. Im April und Mai 2015 wurde das Land durch zwei verheerende Erbeben erschüttert. Über 8.000 Menschen verloren ihr Leben. Mehr als 600.000 Häuser wurden zerstört. Die katastrophale Situation in den betroffnen Regionen hat den Verein dazu veranlasst, den Wiederaufbau mit aller Kraft voranzutreiben. Dabei setzt Carisimo e.V. auf die innovative, nachhaltige und vor allem erdbebensichere Bauweise mit Erdsäcken. Die Erdsackbauweise wurde in Zusammenarbeit mit internationalen Bauexperten entwickelt. Sie ist kostengünstig und leicht zu erlernen. Dabei werden nur wenige Materialien und Rohstoffe gebraucht und für tausende mittellose Familien ist es die einzige Möglichkeit, ein neues Zuhause zu bekommen. Langfristig will der Verein die Erdsackbauweise zu einem zertifizierten Ausbildungsberuf in Nepal machen. Der erste Projektort ist das Dorf Mulabari mit 147 Häusern.

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